ESV Freilassing - SB DJK Rosenheim 2:3

SBR-Auswärtscoup in Freilassing!

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Kapitäne unter sich: Albert Deiter (l.) und Franz Eyrainer (r.). Beide trafen - doch nur Eyrainer verließ mit seinem SBR als Sieger den Platz.

Freilassing - Dem SB DJK Rosenheim ist es gelungen, im Inn-Salzach-Duell in Freilassing einen wichtigen Auswärtserfolg zu erzielen. Der heimische ESV hingegen versäumte es, einen wichtigen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld der Landesliga Südostzu tun. Grund des Versäumnisses: Die Grenzstädter fanden gegen den SBR nie richtig Zugriff. Was die Elf von Trainer Uli Habl vor 200 Zuschauern in der eigenen Aicher-Arena zeigte, war schlichtweg zu wenig.

Dabei begann das Match eigentlich gut für den ESV. Schon nach vier Minuten wirbelten Albert Deiter und Daniel Leitz: Ersterer bediente zunächst mit Übersicht Leitz, der sich wiederum flink bis an die Grundlinie durchsetzte und energisch auf Deiter zurücklegte – 1:0. Die frühe Führung für die Eisenbahner!

Eisenbahner starten mit Volldampf!

Dies zauberte natürlich den Heimfans ein vorfreudiges Grinsen ins Gesicht. Doch es blieb bei jenem frühen Freuen. In der Folge war die Partie zerfahren. Wenig Spielfluss, es war kein ansehnliches Spiel. ESV-Teamchef Uli Habl monierte von der Seitenlinie aus lautstark den holprigen und ideenarmen Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Den Rosenheim fiel ihrerseits auch nicht viel mehr ein.

Service:

So blieb es zunächst bei harmlosen Distanzschüssen durch Denis Krojer hüben wie Sahin Karayün drüben. Einzig Gästeakteur Shptim Sulimani sorgte in der 22. Minute für ein Raunen, als er aus halbrechter Position zehn Meter vor ESV-Keeper Stefan Schönberger knapp verzog.

SBR gleicht aus - doch der ESV schafft die Halbzeitführung

Bitter aus ESV-Sicht dann der Ausgleich drei Minuten darauf: Die Freilassinger reklamierten neben und auf dem Rasen vehement ein Foulspiel an Daniel Leitz – die Gäste hielten sich damit nicht auf, schalteten schnell und clever - und brachten Andreas Wörndl in Position, der aus sechzehn Metern sehenswert traf (25.)!

Weiter ging es mit zu vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Und weil kein Spielfluss aufkommen wollte, war das zweite Freilassinger Tor einem Geschenk geschuldet: Die Gäste vertändelten leichtfertig den Ball am eigenen Sechzehner, Deiter diesmal auf Leitz, der Keeper Dominic Zmugg tunnelte – 2:1 für Freilassing zur Pause (43.)!

Weiter kein gutes Spiel - Eyrainer trifft zum Ausgleich

Beide Trainer wollten im zweiten Durchgang, ebenso wie die Zuschauer, anderen Fußball sehen. Doch das sollte an diesem Tage nicht mehr klappen. Dennoch: Der ESV Freilassing hatte durch die Führung in taktischer Hinsicht alles in der Hand. Der Plan war klar: Noch einmal sollte das wieselflinke Duo Deiter/Leitz zustechen.

Doch nach 51 Minuten sah alles schon wieder ganz anders aus: Eisenbahner Robert Schiller köpfte unbedrängt einen Ball zur Ecke. Das Geschenk von der linken Seite aus brachte Rosenheims Kapitän Franz Eyrainer im ESV-Gehäuse unter, nachdem Torhüter Schönberger im Getümmel nicht so recht hatte zupacken können - 2:2.

Kurz drauf prüfte Freilassings Youngster Tobias Schindler seinen Keeper mit einer gefährlichen Kopfballverlängerung aufs eigene Tor – Schönberger parierte sensationell.

Freilassing näher am Sieg aber zu nachlässig - Rosenheim kaltschnäuzig

In der Folge waren die Hausherren von der Salzach dem 3:2 näher als die Gäste vom Inn: Leitz (71.) und Deiter (82.) hatten Top-Chancen zum 3:2 – ersterer scheiterte am Torwart, Deiter hob das Leder aus kurzer Distanz über den Kasten.

Und wie es dann eben so kommt: Während auf der einen Seite der dritte Treffer nicht fallen wollte, fiel er auf der anderen. Im direkten Gegenzug nach Deiters Riesenmöglichkeit war es Rosenheims Andreas Wörndl, der eine weitere Freilassinger Defensivnachlässigkeit im Gewühl mit dem Siegtreffer bestrafte (83.)!

Deiters Freistoß rauscht vorbei - Auswärtscoup für den SBR!

Hochspannend wurde es noch einmal in der 92. Minute: Freistoß für den ESV ganz knapp vor der Strafraumgrenze. Deiter legte sich die Kugel zurecht – sage und schreibe dreizehn Mann (acht Rosenheimer, fünf Freilassinger) bildeten eine bunte Mauer, an der Deiter denn Ball dann toll vorbeizirkelte – allerdings auch eine Handbreit am Tor des Sportbunds vorbei.

Somit durften sich nach dem Schlusspfiff von Referee Markus Huber (Niedertaufkirchen) die Rosenheimer über immens wichtige drei Punkte freuen. Die Eisenbahner hingegen waren sichtlich geknickt. So wird es langsam eng in der Tabelle. „Wir waren im Mittelfeld zu wenig präsent, das war entscheidend.“, resümierte Freilassings Abteilungsleiter Hans Gietl.

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Pressemitteilung ESV Freilassing / td

Quelle: rosenheim24.de

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