TSV Vilsbiburg - SV Erlbach 1:2

Erlbach gelingt Befreiungsschlag in Vilsbiburg!

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Durchpusten heißt es erst einmal für Torschütze Johannes Maier (l.) und seine Kollegen, die einen ganz wichtigen Dreier in Vilsbiburg bejubeln durften.

Vilsbiburg - Einen mega-wichtigen Auswärtserfolg landete der gebeutelte SV Erlbach im Kellerduell beim Aufsteiger TSV Vilsbiburg. Durch den, wenn auch knappen, zweiten Saisonsieg konnte sich die Holzland-Elf etwas Luft verschaffen und zumindest vorübergehend die Abstiegsränge verlassen.

Viermal in Serie spielten die Mannen von Erlbachs Trainer Robert Berg remis. Die Erlbacher sind die Unentschieden-Könige der Landesliga Südost. Auch deshalb ging der Bayernliga-Absteiger erst einmal als Gewinner vom Platz, in der zweiten Runde daheim gegen Töging. Nun hieß es in Niederbayern endlich wieder dreifach zu punkten - denn pünktchenweise kommt man nicht aus der misslichen Lage in der Tabelle.

Es war das Duell des Letzten gegen den Vorletzten. Der TSV Vilsbiburg ist das Schlusslicht der Landesliga. Der Aufsteiger hatte vor der Partie einen Zähler weniger auf dem Konto als Erlbach - ja, es war zweifellos einen Krisentreffen in Niederbayern. Bei einer Niederlage wäre die Rote Laterne ins Holzland gewandert.

Duell um die Rote Laterne

Dies nahmen sich die Erlbacher zu Herzen - und am Ende gelang ihnen tatsächlich der Auswärtscoup. Doch der Reihe nach:

Vilsbiburg begann die Begegnung zunächst aktiver als die Gäste, tat in den ersten zwanzig Minuten der Partie mehr für das Spiel. Das erste Tor allerdings gelang ungeachtet dessen dem SV Erlbach: Sebastian Leitmeier traf nach einem Fehler der Hausherren zum vielumjubelten 0:1 (23.).

Erst nach mehr als einer halben Stunde gelang es den Gastgebern, sich für ihren Aufwand zu belohnen und dies durch Marco Grüneis auszugleichen, der das Leder nach einem klasse Pass in die Tiefe von Marco Kluge an SVE-Schlussmann Klaus Malec vorbeichipte (34.).

Erlbach trifft - Vilsbiburg gleicht aus

In den darauffolgenden Minuten bis zur Halbzeit hatte der TSV eine weitere Großchance, ließ diese allerdings ungenutzt: Daniel Räde legte quer, obwohl er aus aussichtsreicher Position wahrscheinlich besser selber abgeschlossen hätte (39.). Die Gäste zeigten sich in dieser Phase in der Defensive zu anfällig.

Service:

In der zweiten Hälfte entschärfte TSV-Goalie Philipp Preiss zunächst einen Freistoß der Erlbacher von der Strafraumkante (48.), dann schoss Vilsbiburgs Niels Wagensonner mit einem feinen Schlenzer vom Sechzehnereck nur knapp am SVE-Gehäuse vorbei (52.).

Maier mit dem Geniestreich für den SVE

Nach einer gespielten Stunde holte der SV Erlbach dann zum K.O.-Schlag aus: Johannes Maier düpierte die gesamte Hintermannschaft der Niederbayern, die hier viel zu inkonsequent agierte und nicht energisch genug eingriff, ging fast unbehelligt durch - und schob den Ball zur erneuten Gästeführung an Preiss vorbei ins Netz (60.)! 1:2 - Erlbach wieder vorne!

Davon erholten sich die Gastgeber nicht mehr. Schwer angeschlagen kamen sie jetzt nicht mehr zu Ausgleichsmöglichkeiten. Die Erlbacher hatten das Geschehen mehr oder minder im Griff. In der 81. Minute verursachten die Hausherren gar noch einen Strafstoß. Leitmeier schaffte es allerdings nicht, seinen zweiten Treffer des Tages beizusteuern und scheiterte vom Elfmeterpunkt an Preiss.

Erlbach verschafft sich Luft

Nichtsdestotrotz gelang es den Holzländern das Ergebnis sicher nachhause zu fahren - und damit drei unglaublich wichtige Auswärtszähler zu ergattern. Gegen einen Gegner, der auch hinten drin steht, natürlich doppelt wichtig! Für die Vilsbiburger war es ein bitterer Nachmittag - sie hatten lange Zeit ebenbürtig gespielt, waren im ersten Durchgang sogar das bessere Team gewesen, mussten sich am Ende jedoch den cleveren Erlbachern geschlagen geben. Im Lager von Robert Berg und seiner Truppe war das Aufatmen unüberhörbar - verschafft man sich doch mit diesem Sieg zumindest kurzzeitig Zeit und Raum zum Durchschnaufen.

Quelle: rosenheim24.de

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