Landesliga Südost: Vorschau 11. Spieltag

Spitzenspiel in Kastl, Freilassing vor hoher Hürde Holzkirchen

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Erneut in die Hände spucken und hoch motiviert sein heißt es für den TSV Kastl vor dem Topspiel gegen den ASV Dachau.

Kastl - Am Wochenende kommt es zu hochspannenden Duellen in der Landesliga Südost. Überraschungs-Aufsteiger Kastl empfängt das Spitzenteam aus Dachau, der ESV Freilassing muss nach zum TuS nach Holzkirchen. Bereits am Freitag begrüßt der SB Chiemgau Traunstein den TSV Eching. Auch Töging, Erlbach und der SB Rosenheim haben richtungsweisende Heimspiele.

SB Chiemgau Traunstein – TSV Eching

(Freitag, 19:30 Uhr)

Eigentlich könnte der SB Chiemgau Traunstein am Freitagabend im heimischen Jakob-Schaumaier-Sportpark gegen den TSV Eching mit einer gewissen Portion Gelassenheit antreten. Ein Blick auf die Tabelle mit einem bisher soliden Mittelfeldplatz würde das unterstreichen. Sorgenpunkt ist allerdings die mittlerweile gewaltige Verletzten-Liste im Kader.

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Jetzt fällt auch noch Thomas Höhensteiger für die gesamte Vorrunde aus, nachdem er sich beim Spiel in Halbergmoos eine schwere Blessur am Knie zugezogen hat. Außenband und Kreuzband sind gerissen. Dazu fehlen Patrick Schön und Sebastian Mayer. Auch Alexander Schlosser, Jonas Frisch und Elias Vordermayer haben zuletzt passen müssen.

„Man darf also keine Wunderdinge erwarten, auch wenn die zahlreichen Fans wie immer einiges von uns verlangen werden.“, gab SBC-Coach Jochen Reil im Vorfeld des Spiels zu Bedenken. Auf alle Fälle wird er seine Mannschaft wieder an die Leistungsgrenze treiben. Denn - „Jammern bringt nichts!“, betont der Trainer.

Immerhin ist man auch in Eching angeschlagen, dort eher was das Sportliche betrifft. Drei Spiele ist der TSV nun ohne Sieg und gegen die SpVgg Landshut setzte es gar eine 1:11-Klatsche gegeben. Danach folgten wieder solidere Ergebnisse mit zwei Unentschieden gegen die starken Geretsrieder und die Eintracht aus Karlsfeld, gegen die der SB Chiemgau zuhause verlor. Davor wurde der ESV Freilassing mit 4:1 nachhause geschickt. Ein wenig eine Wundertüte also. So sieht es auch Reil: „Eching ist unberechenbar. Leicht für uns wird es mit Sicherheit nicht!“.

TSV Kastl – ASV Dachau

(Samstag, 16:00 Uhr)

Zu einem echten Spitzenspiel kommt es am Samstag in Kastl. Der ortsansässige TSV, der in der diesjährigen Landesliga als Aufsteiger weiterhin sensationell gut unterwegs ist, trifft auf das arrivierte Team des ASV Dachau, das auch letztes Jahr schon oben mit dabei war. Momentan belegen die Hausherren mit 21 Zählern Rang Zwei, während die Gäste mit deren neunzehn nur knapp dahinter auf dem vierten Tabellenplatz rangieren.

Ein weiterer echter Prüfstein also für die Kastler. Denn mit den Dachauern kommt sicher eines der stärksten Teams der Landesliga in den Landkreis Altötting. Ob es dem wackeren Aufsteiger gelingen wird, seinen fast schon ungeheuerlichen Lauf (bisher noch keine Niederlage!) weiter fortzusetzen? Auch der ASV ist in dieser Spielzeit bisher noch ungeschlagen. Doch auch die Dachauer werden sicher mit jeder Menge Respekt zu diesem mit Sicherheit alles andere als leichten Auswärtsspiel reisen. Denn die Heimstärke des TSV hat sich längst auch in dieser Liga herumgesprochen. Auf die leichte Schulter nimmt die Kastler sicher niemand mehr.

Für Kastls Trainer Sven Vetter sind der Blick auf die Tabelle und das Label 'Spitzenspiel' weniger entscheidend: "Natürlich ist es schön ein solches Top-Spiel hier in Kastl zu haben. Aber unter dem Strich ist es für uns ein Spiel wie jedes Andere. Und so werden wir es auch angehen. Sicherlich gegen einen besonders starken Gegner, der bisher auch noch nicht verloren hat - aber wir sind Neuling in dieser Liga und auch wenn wir uns bisher gut verkauft haben, gehen wir von daher jedes Spiel gleich an. Weil für uns nach wie vor jedes einzelne Spiel eine Herausforderung ist. Egal ob gegen Dachau, Hallbergmoos, Freising, Traunstein oder wie sie alle heißen."

TuS Holzkirchen – ESV Freilassing

(Samstag, 15:00 Uhr)

Eine auf dem Papier noch schwerere Aufgabe steht den Kickern des ESV Freilassing bevor. Die Eisenbahner müssen zum endgültig wiedererstarkten und in dieser Saison vor allem spielerisch herausstechenden TuS nach Holzkirchen. Die Grenzstädter waren am letzten Wochenende spielfrei, davor zeigten sie wechselhafte Leistungen. Für einen Punktgewinn in Holzkirchen werden sie sich daher strecken müssen. Dennoch gehen die Freilassinger das Match zuversichtlich an:

"Holzkirchen wird ein ganz harter Brocken für uns. Sie haben in Vilsbiburg erneut gezeigt, welche Klasse in der Mannschaft steckt. Und dass sie zurecht zur Tabellenspitze gehören. Es muss bei uns alles zusammenpassen, um dort was Zählbares zu holen. Wir sind aber optimistisch, dass wir vielleicht ein perfekten Tag hinlegen könnten. Aber wie gesagt, es müssen dann auch wirklich alle Komponenten passen. Das ist unsere Aufgabe. Kastl hat es vorgemacht und gezeigt, dass man auch in Holzkirchen als Sieger vom Platz gehen kann. Unmöglich ist also nichts!“, so ESV-Trainer Uli Habl.

SB Rosenheim – TSV Vilsbiburg

(Samstag, 14:00 Uhr)

Der Sportbund Rosenheim zeigte sich nach der der derben Schlappe im letzten Heimspiel gegen den ASV Dachau im darauffolgenden Auswärtsspiel beim FC Deisenhofen stark verbessert, war phasenweise die bessere Mannschaft und hätte einen Punkt verdient gehabt. Am Ende stand der SBR aber erneut mit leeren Händen da. Ein genialer Freistoß in der Schlussminute sorgte für die späte und glückliche Entscheidung für die Gastgeber.

Nicht nur deshalb, sondern vor allem um in der Tabelle nicht nachhaltig in Schieflage zu geraten, sollte der Sportbund daher in diesem Heimspiel dringend Punkte einfahren. Am besten natürlich drei. Zumal es ja gegen einen Aufsteiger geht. Und Vilsbiburg mit nur zwei Punkten Rückstand auf dem vorletzten Platz des Landesliga-Tableaus rangiert. Bei einem Auswärtserfolg könnten die Niederbayern also an den Rosenheimern vorbeiziehen und diese auf einen Abstiegs-Relegationsplatz stoßen. Für Brisanz in dieser Partie ist also gesorgt. Es dürfte ein enges Aufeinandertreffen werden am Sportbund Campus.

FC Töging – TuS Geretsried

(Samstag, 14:30 Uhr)

In Töging ist erstmals so etwas wie leichtes Aufatmen zu verspüren. Oder nennen wir es lieber Durchschnaufen. Am vergangenen Wochenende gelang dem Team vom Wasserschloss nämlich endlich der lang ersehnte erste Saisonsieg. Und was für einer! Es war schon eine kleine Sensation, welche die Töginger da hinlegten. Schlugen sie doch ausgerechnet den bisher recht souveränen Tabellenführer SpVgg Landshut. Und das auch noch auswärts! Ein Ergebnis, das wohl ligaweit aufhorchen ließ.

Nur Durchschnaufen deshalb, weil der FCT trotz dieses großartigen Erfolges noch immer vom Tabellenende grüßt. Denn auch für einen Überraschungserfolg beim Spitzenreiter gibt es - aus Töginger Sicht leider – nur drei Punkte. Aufgrund der miesen Punktebilanz in den vorhergehenden Partien reichte dieses Resultat alleine also noch nicht um die Rote Laterne los zu werden. Ein erster Schritt ist aber getan. Und einer, der dem Team von Coach Andi Bichlmaier sicher Mut machen wird.

Auf dieser Grundlage soll jetzt zuhause mit dem nötigen Selbstbewusstsein und dem eigenen Publikum im Rücken der zweite Schritt folgen. Leicht wird das nicht. Denn der Gast ist mit dem TuS Geretsried ein äußerst unangenehmer Gegner. Und vor allem in dieser Saison bisher richtig erfolgreich und gut drauf. Siebzehn Punkte nach zehn Partien bedeuten aktuell Platz Fünf für das im letzten Jahr noch vom Abstieg bedrohte Team von der Isar, punktgleich mit dem Vierten aus Dachau. Und natürlich hat der TuS Lunte gerochen und will oben dranbleiben. Ob die Töginger also nachlegen können, wird vermutlich in einer hart umkämpften Partie entschieden.

SV Erlbach – FC Deisenhofen

(Sonntag, 15:00 Uhr)

Im einzigen Sonntagsspiel mit Inn-Salzach-Beteiligung empfängt der SV Erlbach den letztjährigen Relegationsgegner FC Deisenhofen. Beim reinen Blick auf die Tabelle dürften die Gäste vom Verein mit der großartigen Jugendarbeit aus dem Münchner Vorort Oberhaching vielleicht als leichter Favorit durchgehen. Auch auswärts und bei kämpferischen Erlbachern – das haben sie in der Relegation gezeigt.

Ob die Deisenhofener dem allerdings gerecht werden können, steht auf einem anderen Blatt. Nicht nur, weil sie in ihrem Kader vor der Saison substantielle Verluste hinnehmen mussten und die Nachrücker einfach noch nicht soweit sind, diese – teilweise doch großen Lücken und Fußstapfen – adäquat auszufüllen. Auch, weil der FCD zwar punktemäßig absolut passabel dasteht und nach oben in Schlagdistanz ist, aber in dieser Spielzeit immer wieder auch unterdurchschnittliche Leistungen zeigte. Auch der letzte Heimerfolg gegen den SB Rosenheim in allerletzter Minute war mehr als glücklich.

Wenn sie dagegenhalten – wovon bei einem Robert Berg Team auszugehen ist – also eigentlich alles drin für die Erlbacher. Die sich so ein wenig zu den Unentschieden-Königen der Liga gemausert haben. Denn der SVE hat – gegen teils durchaus starke Konkurrenz – seit nunmehr vier Spielen nicht mehr verloren. Allerdings auch nur ein einziges Mal gewonnen – und das bereits am zweiten Spieltag im Derby gegen Töging. Das Aufeinandertreffen zwischen Erlbach und Deisenhofen – so gesehen eigentlich ein Spiel, das für ein weiteres Unentschieden prädestiniert sein könnte. Ob es den Erlbachern trotzdem gelingt, zuhause einen Dreier aufzuschreiben, zeigt sich am Sonntag im Waldstadion.

Ganz ähnlich sieht es auch der Trainer des SVE Berg: "Beide Mannschaften haben jetzt ein ganz anderes Gesicht als noch in der Relegation. Und beide kommen momentan sicherlich einen Tick schlechter daher. Deisenhofen hat bisher aber die Punkte eingefahren, wir haben Heimspiel - einen klaren Favoriten gibt es nicht. In den letzten Wochen haben meine Jungs im Training spürbar angezogen. Und auch wenn wir den ein oder anderen Punktgewinn glücklich erreicht haben - wir haben eben auch nicht verloren. Es wird ein enges Spiel werden!".

Und auch wenn vielleicht beide Teams mit einem Unentschieden nicht unzufrieden wären, hofft der Coach darauf, vielleicht doch einen Dreier einfahren zu können: "Momentan müssen wir schauen, dass wir punktemäßig mitnehmen können, was geht. Dazu tun uns nach wie vor die zahlreichen verletzungs- oder arbeitsbedingten Ausfälle hinsichtlich der Kaderbreite zu weh. Also wäre auch ein Punkt auf jeden Fall wertvoll. Wir müssen einfach bis zur Winterpause so viele Zähler zusammenklauben, wie möglich. Auf Sicht wollen wir natürlich schon wieder angreifen und schauen, dass in Erlbach wieder andere Zeiten anbrechen. Aber bis zum Winter ist es für uns erst einmal ein Kampf ums Überleben. Und da wäre natürlich - auch wenn wir jetzt seit einiger Zeit nicht verloren haben - ein meinetwegen auch dreckiger Sieg höchst willkommen!".

Quelle: rosenheim24.de

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