Spitzenspiel verloren, Sympathien gewonnen

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Kirchanschöring (bt). Es hat nicht sein sollen im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Südost für den SV Kirchanschöring gegen den VfB Hallbergmoos, am Ende stand vor einer Rekord-Kulisse von 2065 Zuschauern ein bitteres und unverdientes 0:1. Dem Verlauf nach kann man von einem engen und ausgeglichenem Match reden, das wohl keinen Sieger verdient hätte, ein bitteres Eigentor in der 25. Minute entschied folglich die Partie, für Hallbergmooser, denen der Treffer perfekt ins Konzept passte und gegen aufopferungsvoll fightende „Anschöringer“ am Ende den Laden hinten dicht hielten.

„Das war eine tolle Sache auch für Hallbergmoos vor über 2000 Zuschauern zu spielen. Man hat gesehen, dass beide Teams zurecht ganz oben stehen“, so der sympathische VfB-Trainer Toni Plattner, der ein ebenso enges Match sah, wie die Zuseher. „Kirchanschöring hatte die Chancen und wir haben mit Glück und Können immer wieder noch dazwischen funken können“.

Sage und schreibe 2065 wurden Zeuge eines durch und durch ausgeglichenen ersten Durchganges. Dabei hatte der SVK mehr Spielanteile und Ballbesitz, während der VfB die gefährlichen Räume mit einer kompakten Ordnung dicht machten. Ein klassisches Spitzenspiel eben, was im fußballerischen Sprachgebrauch als vorsichtiges Abtasten bezeichnet wird, sah in „Anschöring“ mitunter auch nach Vermeidung von Fehlern aus. Denn auch das war deutlich sichtbar, die Qualität beider Teams erlaubte auch gestern keine Fehler. So traten beide Teams mit noch angezogener Handbremse an, wobei der SVK nach und nach gut in die Partie kam.

Besser hätte es ein Stürmer nicht machen können

Auch den ersten Beifall von den Rängen ernteten die Hausherren, als ein schöner Angriff über drei Stationen bei Manuel Omelanowksy landete, der den Ball zur Mitte brachte, aber zusehen musste wie ein Abwehrbein vor den SVK-Spitzen Christian Heinrich und Sebastian Leitmeier klärte.

Dann die 23. Spielminute: Patrick Mölzl trat einen seitlichen Freistoß gefährlich vors Tor, VfB Keeper Emilio Pingitore machte gegen Albert Eder nicht die beste Figur und bekam die Faust nicht mehr ganz ran, fälschte den Kopfball aber noch so ab, dass dieser hauchdünn am Pfosten vorbei hoppelte. Die Partie bis dato absolut auf Augenhöhe und völlig offen, bis ein mehr als unglücklicher Umstand, dem Konter-Konzept der Gäste ideal in die Karten spielte: Aus einer ungefährlichen Situation heraus segelte die Kugel halbhoch der Sechzehnerkante entlang, wo Tobi Janietz von seinem Mann im Rücken etwas verunsichert plötzlich den Schlappen hinhielt und so für ein Eigentor sorgte, das kein Stürmer hätte besser erzielen können.

Die Kugel landete gegen den Lauf von Kracker aus 14 Metern exakt im langen Eck. Eine mehr als glückliche Pausenführung, die sichtlich Wirkung zeigte bei den Hausherren.

Wie verwandelt aus der Kabine

Aber auch nur bis zum zweiten Durchgang, denn diesen starteten die Gelb-Schwarzen von Beginn an couragiert und mit Druck nach vorne. Nach dem Doppelwechsel – Stephan Schmidhuber und Bernd Eimannsberger für Manuel Omelanowsky und Alois Strasser – wurden die Männer um Spielertrainer Patrick Mölzl gefährlicher. Bereits nach 49 Minuten versickerte der bereits aufbrausende Jubel unter den rund 2000 Zusehern, als „Leiti“ auf „Schmidi“ durchsteckte und dieser aus halblinker Position abzog – die Kugel rauschte knapp am Pfosten vorbei ans Außennetz.

Nur sieben Minuten später wurde abermals Schmidhuber schön auf Außen freigespielt, dessen Querpass klärte aber VfB-Verteidiger Johannes Hornof, vor dem einschussbereiten Christian Heinrich, und verfehlte dabei nur ganz knapp das eigene Tor. Die Hallbergmooser traten immer weniger vorne in Erscheinung, während der SVK das dritte Mal knapp daneben zielte. Wieder fehlten nur Zentimeter, als „Schmidi“ abermals von halblinks, von der Sechzehner-Linie abzog (60.).

Nach zehn Minuten ohne Nennenswertes, bis auf eine Rudelbildung die der sehr gut leitende Andreas Höcker (SV Schalding-Heining) aber auch schnell in den Griff brachte, stellte der SVK um, Mölzl ging ins Abwehrzentrum, der „Lange“ Christan Jung nach vorne um Kopfballduelle zu ziehen. Mit Herz und Leidenschaft drängten die Hausherren auf den Ausgleich, doch es fehlte immer noch das nötige Quäntchen Glück, so wurde Thaddäus Jells Schuss nach einem verlängerten Einwurf gerade noch geblockt, und auch beim Direktversuch von der linken Seite, als Flo Hofmann nach einem schönen Angriff gut per Flanke von Janietz in Szene gesetzt wurde, brachten die Hallbergmooser gerade noch den Fuß hin (74.).

Am Ende segelte ein langer Ball um den anderen in die Gefahrenzone, Christian Jung scheiterte per Kopf an Pingitore, Eimannsberger zog aus kurzer Distanz. Den ersten ernstzunehmenden Konter setzten die Gäste in Minute 86 – erfolglos, weil knapp daneben. Der SVK hinten nun logischerweise offen überstand noch gefährliche Gegenstöße, die Uhr lief aber am Ende ab. So verlor „Anschöring“ das Spitzenspiel vor Vereinsrekord-Kulisse von 2065 Zusehern am Ende mehr als unglücklich.

Pressemitteilung SV Kirchanschöring

 

Quelle: rosenheim24.de

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