Ein Test mit Mehrwert

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Vor gut gefüllter Zuschauertribüne zeigten die beiden Teams einen attraktiven Testkick an der Freilassinger Straße.

Freilassing schlägt den SV Laufen mit 4:2!

Manchmal ist ein Testspiel sehr viel wert und ersetzt hochklassig eine Trainingseinheit. So am Donnerstag abend in Laufen zwischen dem SV Laufen und dem ESV Freilassing. Der Bezirksligist zeigte vor allem im ersten Durchgang eine Klassepartie und zeigte auf dem Rasen an der Freilassinger Straße gegen den Kreisklassisten SV Laufen gute Spielflüsse. Erst in der zweiten Halbzeit konnte der Hausherr mehr Akzente setzen und die Partie interessanter gestalten.

Unter Leitung von Schiedsrichter Karl Blaim aus Traunwalchen trafen sich die beiden Mannschaften zu einem kleinen Testderby. Mit fast voller Besetzung trat man an der Freilassinger Straße vor gut gefüllter Zuschauertribüne an. Der Gast vom ESV Freilassing wollte gleich zu Beginn zeigen, dass man der Bezirksligist ist und die Fronten klar abstecken. Durch blitzschnelle Kombinationen und ballsicheren Spielzügen kamen die Eisenbahner immer wieder gefährlich vor das Tor des Laufener Keepers Michael Höglauer. Schon nach 8 Spielminuten musste dieser bei der zweiten Torchance des ESV entscheidend eingreifen. Mit einer Faustabwehr nach einem scharfen Schuss parierte der Laufener Goalie per Faustabwehr.   Nach einer Viertelstunde konnte der SV Laufen selbst den ersten Akzent unter Flutlicht setzen. Gerhard Nafe bediente seinen Mannschaftskapitän Florian Hollinger mit einer Flachhereingabe, doch Hollinger konnte den Ball nicht voll erwischen und verzog weit übers Tor des ESV. Mit unwiderstehlichem Pressing spielte der ESV weiter. Dies zeigte in der 18. Minute erstmals zählbar Wirkung. Florian Hollingers versuchter Pass aus der Mitte auf die Außenbahn wurde gedankenschnell von Franz Rehrl abgefangen. Nach einer kurzen Drehung kam die Flanke welche dann durch einen aufgerückten Martin Poschner per Kopf verlängert wurde und Michael Höglauer in der entgegengesetzten Laufbewegung erwischte und zum 0:1 ins Netz flog. Eine kleine Druckpause lag der ESV in der Folge ein, jedoch ließen sie weiterhin wenig Spielfluss der Hausherren zu. Nach über einer halben Stunde gab der Gast aus der Grenzstadt wieder deutlich mehr Gas. Einen Eckball in der 35. Minute von Franz Rehrl erwischte Thomas Mooser per Kopf. Das Leder segelte jedoch am SVL-Gehäuse vorbei. Die Reidinger-Truppe aus Laufen versuchte weiterhin dagegenzuhalten und hatte ihre Nerven im Griff. Entmutigung Fehlanzeige. Vereinzelte Nadelstiche der Laufener wurden von der ESV-Hintermannschaft schlussendlich allerdings abgefangen und größere Tormöglichkeiten somit verhindert.   Der ESV Freilassing war seinerseits weiterhin vor allem durch herausgespielte Standards und schnellen Ballkombinationen gefährlich. So auch in der 41. Minute. Zentralspieler Michael Mayer legte das Leder flach auf Jakob Grath, der an diesem Tag stärkste ESV-Spieler auf dem Rasen. Grath zog schon im Strafraum mit einem kurzen Antritt seinem Gegenspieler weg und netzte mit einem Flachschuss zum 0:2 ein. Kurz vor dem Pausentee musste SVL-Torhüter Michael Höglauer ein drittes Mal hinter sich greifen. Wiederum überspielte die Fraisl-Elf die Reihen des SVL sehenswert. Michael Mayer setzte erneut Jakob Grath auf der rechten Außenbahn ein. Grath zelebrierte daraufhin eine Hereingabe und Kapitän Albert Deiter konnte im Rutschen das Leder im Netz zum 0:3 Pausenstand unterbringen.   Nach der Pause schaltete der ESV spürbar zurück und beide Trainer nutzten die Gelegenheit fleißig durchzuwechseln. Dies unterbrach selbstverständlich in vielen Teilen das schnelle und attraktive Spiel und sorgte weiters für weniger Torchancen auf beiden Seiten. Der SV Laufen jedoch spürte schon früh im zweiten Durchgang die Chance mehr entgegensetzen zu können und wurden bei diesem Vorhaben in der 49. Minute belohnt. Im Spielaufbau stahl Laufens Offensivkraft David Cienskowski dem ESV-Akteur Nikolaus Otto das Leder vom Fuß. Cienskowski zog gedankenschnell davon und überhob sehenswert aus leicht spitzem Winkel den gerade frisch in die Partie gekommenen Aldin Cirkic im Freilassinger Tor - 1:3. Doch um den Spielstand wieder herzustellen, schlug der ESV nur zwei Minuten später zurück. Begünstigt wurde der vierte Treffer der ESV´ler jedoch von einem übermäßig ausgefallen Geschenk des SV Laufen beim Herausspielen aus der eigenen Spielhälfte. Nutznießer war Dennis Krojer, der den Fehlpass roch und dankend annahm. Krojer hatte keine Probleme das Leder am ebenfalls frisch in die Partie gekommenen Christian Strobl vorbei zum 1:4 im Tor unterzubringen.   Nun aber verlangsamte sich das Tempo zusehends und der ESV kam mehr aus einer kontrollierten Offensive, während der SV Laufen nun versuchte die Ballhoheit zu gewinnen. Der Aufwand, den die Reidinger-Elf betrieb wurde dann auch in der 78. Minute mit einem weiteren Treffer belohnt. Der eingewechselte Helmuth Putzhammer, zuvor selbst gefoult worden, zirkelte seinen Freistoß genau in den Raum, wo Laufens "Hünen" in den Ball sprangen. David Cienskowski stieg zwischen seinen Gegenspielern hoch und versenkte die hervorragende Vorlage von Putzhammer per Kopf zum 2:4. Auf beiden Seiten geschah nun nichts mehr Zählbares, allerdings sahen die Zuschauer noch einige gute Aktionen der Teams, was den Testspielabend für alle Beteiligten zu einem gelungenen Abend in Laufen machte.    Der SV Laufen setzte gegen den ESV folgenden Kader ein: Michael Höglauer, Michael Hollinger, Tobias Stockhammer, Robert Bauer, Christian Höhn, Thomas Wimmer, Benedikt Schauer, Kapitän Florian Hollinger, Maximilian Schmidt, Gerhard Nafe, David Cienskowski, Christian Strobl, Helmuth Putzhammer, Sebastian Ortwein, Tobias Antosch und Adrian Braunsperger. Der ESV Freilassing Kader: Stefan Schönberger, Martin Poschner, Thomas Mooser, Andre Köppl, Michael Mayer, Dennis Krojer, Kapitän Albert Deiter, Tomas Adomauskas, Franz Rehrl, Nikolaus Otto, Jakob Grath, Aldin Cirkic, Christian Niederstraßer, Maximilian Öggl, Alexander Triller, Paolo Marques Tavares und Manfred Aicher. (cs)

Quelle: rosenheim24.de

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