DFI und Unterhaching - Das steckt dahinter

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Kooperation zwischen Drittligisten und Internat offiziell vorgestellt

Die SpVgg Unterhaching und das Deutsche Fußball Internat (DFI) beschreiten völlig neue Wege in der Ausbildung und Entwicklung junger, talentierter Fußballer. Manfred Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, und Thomas Eglinski, Geschäftsführer des DFI, stellten nun bei einer Pressekonferenz in Bad Aibling die Eckpfeiler der Kooperation vor, die langfristig ausgelegt ist und Möglichkeiten bietet, die, so Eglinski, „einmalig“ sind: „Es gibt kein vergleichbares Projekt in Deutschland.“ Ein Kernstück ist dabei die Deutsche Sport Privatschule, die speziell auf Leistungssportler abgestimmt ist und jungen Spielern die Möglichkeit bietet, „im Fußball noch mehr Gas zu geben, ohne dass die Schule auf der Strecke bleibt“, wie Manfred Schwabl betonte. In Verbindung mit dem DFI werden die Jugendlichen dort individuell gefördert, schulisch wie sportlich, der Stundenplan ist auf deren Bedürfnisse abgestimmt. Die SpVgg Unterhaching sei damit der erste Verein im bezahlten Fußball, der seinen Talenten eine eigene Schule bieten kann. „Ich bin fasziniert von dem, was hier entstanden ist“, so der Hachinger Präsident, der sich mit Eglinski darauf verständigt hat, die „Synergie-Effekte“ zwischen den beiden Partnern intensiv zu nutzen. „Uns bringt das einen absoluten Mehrwert genau in einer Region, in die wir uns immer mehr ausweiten wollen“, so Schwabl.

Ziege von Konzept überzeugt Talente der SpVgg Unterhaching aus dem Oberland sollen künftig zu Sonderkonditionen von den Vorteilen der Privatschule, von kleinen Klassen und individueller Betreuung sowie von der Ausbildung am DFI profitieren. Dem DFI bietet sich über die Verbindung zu Unterhaching die Möglichkeit, seinen Schülern in hochklassigen Jugendligen und eventuell sogar in der 3. Liga eine interessante Plattform zu bieten. Eine einheitliche Philosophie wird dadurch gewährleistet, dass Percy van Lierop, sportlicher Leiter des DFI, nun mit dem sportlichen NLZ-Leiter Claus Schromm die Ausbildung bei der SpVgg Unterhaching weiterentwickelt. „Wir sprechen die gleiche Sprache und haben die selbe Tiefe“, so der Niederländer, der zuvor die Nachwuchsarbeit von Red Bull Salzburg maßgeblich geprägt hat. Unterhachings Cheftrainer Christian Ziege sieht in der Kooperation einen „großen Vorteil für die Jungs“, auch, weil sich das DFI nicht allein die sportliche, sondern auch die persönliche Entwicklung junger Menschen auf die Fahnen geschrieben hat: „Respekt, Disziplin und Umgangsformen sind Dinge, die im Leistungssport oft unterschätzt werden“, so der Ex-Nationalspieler, der auch zu schätzen weiß, dass an der Privatschule Individualtraining in der jeweiligen Spezialdisziplin zum schulischen Alltag gehört: „An anderen Schulen machen die Jungs Gerätturnen, hier wird in dieser Zeit speziell an Stärken und Schwächen gearbeitet.“

"Ein neues Haching"

Für Ziege ist die Kooperation ein weiterer großer Schritt in der Weiterentwicklung des Hachinger Jugend-Konzepts. „Wir werden noch besser ausgebildete Spieler bekommen, die sich dann erfolgreich in der 3. Liga präsentieren können.“ Schwabl und Eglinski sprechen von einer „Aufbruchsstimmung“. Das DFI werde ein „unterstützendes Glied“ sein, um „ein neues Haching“ zu entwickeln, das in drei bis fünf Jahren von „gänzlich anderen Strukturen“ geprägt sei. Profitieren aber sollen von der Partnerschaft in erster Linie die jungen Menschen, denen durch die Zusammenarbeit optimale Rahmenbedingungen für ihre sportliche, aber auch persönliche Entwicklung geschaffen werden.

Quelle: rosenheim24.de

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