Vor Spiel in Bayreuth - Bilanz und Ausblick von Uwe Wolf

"Dann kommen die Punkte automatisch!"

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Immer nah dran: Uwe Wolf ist beim SV Wacker mit Leib und Seele dabei.

Burghausen - Dass es schwierig werden wird in dieser Saison beim SVW, war nach der großartigen Vorsaison bekannt. So weit unten im Tabellenkeller hätte Burghausen aber wohl niemand erwartet. Trotzdem verrät Coach Uwe Wolf, dass er einen Grund hat, positiv in die Zukunft zu schauen. Zunächst steht aber am Samstag der Gang zur SpVgg Bayreuth an.

"Platz Vierzehn ist natürlich nicht das, was wir uns vorstellen. 23 Gegentore in dreizehn Spielen sind freilich viel zu viel! Deswegen stehen wir nicht weiter oben in der Tabelle." Uwe Wolf war schon immer ein Mann der klaren Worte. Auch im Beinschuss-Gespräch sagt er deutlich, wo der Schuh drückt:

Letzte Saison, als der SV Wacker Vize-Meister der Regionalliga Bayern wurde und Jahn Regensburg in die Relegation ziehen lassen musste, waren es insgesamt 33 Gegentreffer, jetzt eben schon 23. Einfach zu viel, wenn man oben mitspielen möchte.

Zu viele Gegentore  - zu wenig Stabilität und Konstanz

Oben mitspielen ist aber sowieso nicht das aktuelle Ziel an der Salzach: Vierzehn Zähler, Rang Vierzehn. Nur die bessere Tordifferenz "rettet" den ehemaligen Zweitligisten von den Abstiegs-Relegationsplätzen. Seligenporten, Schalding-Heining, SpVgg Fürth II - das sind die Teams, die sich im Herbst in den Sphären der Wolf-Truppe aufhalten.

Service:

Bayern, 1860 und Haching (das sowieso in einer eigenen Liga unterwegs ist und sich auf dem Weg zur Meisterschaft eigentlich nur selbst schlagen kann) sind längst enteilt. Auch deshalb will man in Burghausen erst mal wieder kleinere Brötchen backen. "Vorne mitspielen", vor der Saison als Parole ausgerufen, ist nicht mehr aktuell:

"Unser Ziel ist, dass wir wieder Stabilität und Konstanz in unser Spiel bekommen - dann kommen die Punkte automatisch und die Platzierung wird entsprechend besser sein!" verspricht Uwe Wolf. Manchmal fehlt tatsächlich ein wenig die Struktur im Spiel. Blickte man in den vergangen Wochen auf den Kader, war auch klar warum!

"Burki" fehlt - kommt aber bald zurück

Christoph Burkhard, Kapitän der Burghauser, fehlt seit Mitte August. Im Training hatte er sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen, seitdem muss Wolf ohne den Lenker und Denker in der Zentrale auskommen, der weiter fleißig an seinem Comeback arbeitet. Eine ganz klare Schwächung weiß auch der Cheftrainer:

"Burki ist der erfahrenste Spieler im Kader, auf und neben dem Platz ein Vorbild. Seine Standards haben uns vergangene Saison viele Punkte gebracht, enge Spiele wurden so zu unseren Gunsten gedreht." In der nächsten Woche werde die 'Nummer 14' noch die Reha absolvieren, dann könnte er wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.

Samstag in Weismain gegen Bayreuth 

Am Samstag gegen Bayreuth muss Wolf also auf den Strippenzieher noch verzichten. Punkten sollte Wacker aber eigentlich trotzdem im Waldstadion in Weismain. Dafür braucht es aber auch schon wieder mehr Stabilität. Denn die Spielvereinigung aus Oberfranken ist heuer in dieser ausgeglichenen Liga schon für die ein oder andere Überraschung gut gewesen.

Sowohl positiv - als auch negativ. 0:2 beim 1. FC Schweinfurt, 5:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg II, 4:0 gegen FV Illertissen, 1:4 beim SV Seligenporten - die letzten Spiele der SpVgg Bayreuth gleichen einer Achterbahnfahrt auf der Wiesn. Mit achtzehn Punkten rangieren die Oberfranken auf Rang sieben der Regionalliga-Tabelle, vier Zähler vor dem SV Wacker. „Klar, wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Bayreuth hat eine sehr robuste Mannschaft mit einigen sehr erfahrenen Spielern. Und die werden sicher heiß sein, ihr Heimspiel zu gewinnen. Aber wir fahren nach Bayreuth, um dort zu gewinnen!“, so Wolf. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison gelang dies vortrefflich: Mit einem 5:3-Kantersieg ging Burghausen als Sieger vom Platz; Juvhel Tsoumou traf bei diesem Schützenfest gleich vier Mal.

Tsoumou auskuriert - bis auf Burkhard kann Wolf aus dem Vollen schöpfen

Nach auskurierter Grippe könnte die 'Nummer 17' des SV Wacker nun in die Startelf zurück kehren. Uwe Wolf lässt sich alle Optionen offen, auch Marius Duhnke wäre erneut eine echte Alternative in vorderster Front. „Marius trainiert seit Wochen sehr gut. Das Einzige, was ihm fehlt, ist ein Erfolgserlebnis. Wenn der Knoten mal platzt, wird er wieder regelmäßig treffen!“, ist Wolf sicher.

Der 49-jährige Fußballlehrer kann ohnehin bis auf Kapitän Burkhard, der weiter fleißig an seinem Comeback arbeitet, aus dem Vollen schöpfen. Entsprechend groß ist der Konkurrenzkampf im Training unter der Woche. So drängt auch Nicolas Andermatt mit viel Engagement wieder zurück in die Startformation, und auch Christoph Bann hat schon in Ansätzen gezeigt, dass der Trainer in der Offensive jederzeit auf ihn setzen kann. „Das gilt im Grunde für alle Spieler“, betont Wolf. „Jeder hat im Training die Gelegenheit, sich so zu präsentieren, dass ich ihn am Wochenende aufstellen muss!“.

Mögliche Aufstellung SV Wacker:

1 Eiban - 35 Moser, 5 Hofstetter, 4 Rech, 8 Subasic - 19 Hingerl, 6 Knochner - 22 Fritscher, 9 Duhnke, 7 Kindsvater - 17 Tsoumou

Ersatz: 16 Tetickovic - 3 Arifovic, 15 Offenthaler, 20 Bann, 21 Weiß, 24 Andermatt, 31 Schulz, 33 Popp, 34 Wächter

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mb / cs / Pressemitteilung SV Wacker Burghausen

Quelle: rosenheim24.de

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