Zwar wird der inzwischen selbstständige Ingenieur arbeitsbedingt nicht jedes Spiel für die "Löwen" absolvieren können, doch ist der ursprüngliche Plan, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen, vom Tisch.
Beim EHC darf man sich aber nicht nur wegen seiner Effektivität von der blauen Linie auf eine weitere Saison mit dem Verteidiger freuen, sondern gerade auch wegen seiner Bedeutung innerhalb des Teams sowie für den gesamten Verein. Denn nicht nur sein Einsatzwille auf, sondern auch sein Verhalten neben dem Eis, kann von Mit- wie Gegenspielern stets als vorbildlich bezeichnet werden. Völlig verständlich ist daher, dass Richter die Waldkraiburger seit drei Jahren mit dem "C" auf der Brust als Kapitän aufs Eis führt.
In der vergangenen Spielzeit zwang ihn eine Verletzung zum vorzeitigen Saisonende. Darum kam die Nummer 69 der "Löwen" nur auf 23 Spiele, in denen er zwei Tore und sieben Assists beisteuerte. Ob es in seiner elften Saison für den EHC Waldkraiburg überhaupt wieder so viele Spiele werden, muss sich nun erst zeigen. Inzwischen hat sich der Diplomingenieur nämlich einen eigenen Betrieb aufgebaut und die zeitliche Komponente, die mit dieser Aufgabe einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. "Ich muss wirklich erst mal sehen, wie sich Hockey und Job miteinander unter einen Hut bringen lassen, aber so ganz aufhören kann und will ich noch nicht. Besonders nicht nach einer Saison wie der letzten. Außerdem haben wir eine wirklich gute Truppe, die sich auch privat bestens versteht" begründete Richter seine Entscheidung. Egal wie viele Spiele es am Ende werden- der EHC Waldkraiburg freut sich auf jeden Fall, eines der Gesichter der Mannschaft, weiterhin in seinen Reihen haben zu können und wünscht dem Capitano eine erfolgreiche und hoffentlich verletzungsfreie Saison.
göß/Mühldorfer Anzeiger










