Wieder kein Auswärtsdreier

"Special Teams" kippen Partie im Schlussdrittel

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Die Szene, die zur Führung der Starbulls in der 9. Minute führte.
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Crimmitschau - Das Warten auf den ersten Auswärtsdreier geht für die Starbulls weiter. Beim Gastspiel in Westsachsen kippte die Partie am Sonntagabend noch im letzten Drittel.

Erst zwei Punkte in der Fremde haben die Starbulls im bisherigen Saisonverlauf geholt. Am Sonntagabend ist beim Gastspiel in Westsachsen keiner hinzugekommen. Vor 1.822 Besuchern im Sahnpark unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 1:2 (1:0, 0:0, 0:2) bei den Eispiraten Crimmitschau und treten damit mit Blick auf die DEL2-Tabelle auf der Stelle.

Konzentrierter Starbulls-Beginn

Coach Franz Steer wirkte nach der über weite Strecken ziemlich zerfahrenen Begegnung reichlich frustriert. Verständlich, denn eigentlich war die Niederlage aus Sicht der Gäste total unnötig. In einem ausgeglichenen ersten Drittel überzeugten die Oberbayern mit konzentrierter Defensivarbeit und gingen in der 9. Minute in Führung, als Tobi Thalhammer die Scheibe nach einem gewonnenen Bully Richtung Tor schlenzte und der dort lauernde Tyler McNeely erfolgreich abfälschte – 0:1.

Video: Die Highlights der Partie

Nach dem ersten Wechsel wurde die Partie dann deutlich zerfahrener, der Spielfluss nahm nahezu minütlich ab. Doch die Starbulls blieben in der Abwehr konzentriert und diszipliniert und gewährten den Gastgebern durch Eric Lampe und Bernhard Keil eigentlich nur zwei ernstzunehmende Torchancen. Auf der Gegenseite hätten die Grün-Weißen einen Riesenschritt machen können, doch CJ Stretch traf in der 28. Minute völlig freistehend nur den linken Pfosten.

Auch Manuel Edfelder hatte im Schlussabschnitt zunächst den zweiten Rosenheimer Treffer auf dem Schläger, ehe das Spiel doch noch kippte. Auf dem Eis gab es nun mehr und mehr Platz, weil Schiedsrichter Sven Fischer, der eine klare und vor allem nachvollziehbare Linie vermissen ließ, beiderseits zahlreiche Strafen aussprach.

Wende im letzten Drittel

Das nützten die Rot-Weißen schließlich zweimal eiskalt aus – jeweils bei doppelter Überzahl: Erst lieferte der NHL-erfahrene Matthew Foy eine Klassevorarbeit für Eric Lampe, der nach eimem starken Laufweg keine Mühe hatte, zum 1:1 einzuschießen (48.). Und in der 54. Minute „klingelte“ es erneut im Kasten von Timo Herden, als die Eispiraten die Rosenheimer Box im Powerplay weit zurückdrängten und der Amerikaner Lampe nach einem wüsten Gestochere ein zweites Mal erfolgreich war und den insgesamt glücklichen Siegtreffer für die Hausherren erzielte (54.).

Die Analysen der Trainer fielen kurz und deutlich aus. „Meine Mannschaft hat heute unglaublichen Siegeswillen bewiesen. Ich bin sehr stolz. Unser Unterzahl-Spiel war stark und in Überzahl haben wir zweimal zugeschlagen“, meinte ETC-Trainer Chris Lee. Steer konnte sich dieser Meinung mehr oder minder nur anschließen: „Das Spiel ist schnell erzählt. Das erste Drittel war ausgeglichen, das zweite zerfahren, im dritten gab es viele Strafen. Das bessere Penalty-Killing und Überzahl-Spiel war heute ausschlaggebend!“

Video: Die Pressekonferenz

Das Spiel in der Statistik:

Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) 

Tore: 0:1 (9.) Tyler McNeely (Tobias Thalhammer), 1:1 (48.) Eric Lampe (Matthew Foy, Dominic Walsh – Überzahl-Tor 2), 2:1 (54.) Eric Lampe (Matthew Foy, Bernhard Keil – Überzahl-Tor 2).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg).

Strafen: Crimmitschau 22 – Rosenheim 16.

Zuschauer: 1.822.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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