Ohne Kapitän zu den Fischtown Pinguins

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Rosenheim - Die Starbulls spielen am Freitag bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven. Trotz einem geschwächten Kader tritt man die Reise hoffnungsvoll an.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge und einem endlich auch mal wieder geglückten Erfolg vor heimischer Kulisse müssen die Starbulls nun am morgigen Freitag um 20 Uhr bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven antreten. Anders wie bei Sonntagsterminen können dabei die Rosenheimer Kufencracks nicht schon einen Tag früher anreisen um damit den gefürchteten Busbeinen zu entgehen. Stephan Gottwald und Dominic Auger werden nicht spielen. Die Mannschaft macht sich am Freitagmorgen ab 06.30 Uhr auf den Weg, geplant ist ein Mittagsessen in der Nähe von Hannover, bevor man dann um ca. 18 Uhr in der Seestadt ankommen wird. Das Mittagessen wird übrigens in dafür eigens bereitgestellten Warmhalteboxen mitgeführt um nicht den Unwägbarkeiten des Verkehrs ausgesetzt zu sein.

Trotzdem geht eine zwölfstundenlange Fahrt natürlich in die Beine, während hingegen die Gastgeber jetzt eine Woche zuhause verbringen konnten und ausgeruht in dieses Match gehen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu einem Sonntagstermin, bei dem es ansonsten immer umgekehrt ist. Da wird es vor allem einmal darauf ankommen das erste Drittel schadlos zu überstehen, so Mannschaftsleiter Ingo Dieckmann im Vorfeld der Partie. Die Reise in den Norden mitmachen können neben den Langzeitverletzten Florian Müller und Fabian Zick auch Dominic Auger und Stephan Gottwald nicht. Auger steht zwar schon wieder auf dem Eis, soll aber für dieses Wochenende noch geschont werden. Beim Kapitän Stephan Gottwald wirkt sich nach wie vor eine in Kaufbeuren zugezogene Gehirnerschütterung aus. Da er auch das heutige Training nicht mitmachen konnte ist an einem Einsatz in dieser Woche nicht zu denken.

Rosenheim tritt die Reise in den hohen Norden aber durchaus hoffnungsvoll an. Zuletzt konnte die Leistung deutlich stabilisiert werden und man gewann immerhin die letzten drei Partien in Folge. Mit bereits acht Erfolgen in der Fremde stellen die Starbulls zudem das derzeit auswärtsstärkste Team der Liga. Auch vor eigenem Publikum konnte gegen den Aufsteiger Bad Nauheim mal wieder ein Erfolg gelandet werden. Besonders erfreulich dabei war natürlich die Defensivleistung des Tabellenzweiten, der keinen Gegentreffer zuließ. Bezeichnend sprach Mannschaftsleiter Dieckmann auch im Nachhinein vom besten Auswärtsspiel auf eigenem Eis. Gemeint ist damit die dabei angewandte Taktik. Rosenheim trat auf wie normalerweise auswärts. Ein Kompaktes Spiel und viel Absicherung nach hinten. Genau das soll auch das Rezept für das morgige Spiel in Bremerhaven sein.

Mit achtunddreißig Zählern rangieren die Fischtown Pinguins momentan auf dem fünften Tabellenplatz. Zuletzt konnten die Norddeutschen ihr Auswärtsspiel beim Meister Bietigheim mit 3:2 nach Penaltyschiessen gewinnen und zeigten dabei eine starke Leistung. Die Bilanz gegen Rosenheim spricht in dieser Saison noch leicht für die Oberbayern. Spiel eins in Bremerhaven ging mit 3:2 an die Steer- Schützlinge, während hingegen die Pinguins Spiel zwei in Rosenheim mit 4:3 nach Verlängerung für sich entscheiden konnten. Dies war übrigens der erste Sieg einer Bremerhavener Mannschaft in Rosenheim überhaupt gewesen. Der weitestgehend von Verletzungen verschont gebliebene Kader von Trainer Mike Stewart leistet sich nach der Genesung von Stammkeeper Brett Jaeger ein munteres Wechselspielchen auf der Torhüterposition. Beide Goalis, Jonas Langmann und Brett Jaeger, wechseln sich momentan ab, wobei Mike Stewart immer erst kurz vor der Partie entscheidet, wen er zwischen die Pfosten stellen wird. Ein Fragezeichen steht aktuell noch hinter dem Einsatz von Verteidiger Steve Slaton, der ähnlich wie Gottwald auf Rosenheimer Seite, nach einem erhaltenen Check über Kopfschmerzen und Schwindelgefühle geklagt hatte. Ansonsten tritt die Mannschaft von der Unterweser mit voller Kapelle an. Jüngst für tragische Schlagzeilen bei den Seestädtern sorgte vor kurzem die Vertragsauflösung von Alexander Kampen. Der 22- jährige Deutsch- Kanadier, der als einer der hoffnungsvollsten Talente galt, sah sich nach einer komplizierten Schulterverletzung nicht mehr in der Lage weiterhin den Sport auszuüben und beendete seine Karriere. Eine Entscheidung die sowohl Alexander Kampen als auch den Verantwortlichen der Pinguins nicht leicht fiel. Keine leichte Aufgabe, die da in der DEL2 auf die Rosenheimer wartet. Aber leicht war es in Bremerhaven noch nie zu gewinnen. Unterstützt wird das Team von einigen Fans, die extra einen Partybus organisiert haben um ihre Mannschaft an der "Waterkant" zu unterstützen. Aber auch die Daheimgebliebenen müssen nicht auf das Spiel verzichten, denn alle Heimspiele Bremerhavens werden via sprade.tv auch als Internetstream angeboten.

Olaf Lueße

Quelle: rosenheim24.de

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