Endlich den "Bock" umgestoßen

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Rosenheim - Die Hütte nicht voll, aber dafür endlich wieder drei Punkte auf dem Konto – das ist die Starbulls-Bilanz nach ihrem Auftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag. *NEU: Fotos & Videos*

Video: Die Spielhöhepunkte

Sie wollten den „Bock“ eigentlich schon im Heimspiel gegen Weißwasser (3:4) oder einen Tag vor Heiligabend in Crimmitschau (2:3) umstoßen. Doch beide Male gab es für die Rosenheimer Eishockeyspieler Pleiten im Penaltyschießen. Sechs Niederlagen in Folge waren jedoch nun genug. Gegen die Roten Teufel Bad Nauheim wurden die Grün-Weißen für einen engagierten Auftritt endlich wieder einmal belohnt und gewannen am Ende hochverdient mit 5:2 (2:1, 1:1, 2:0).

Fliegende Teddys nach Ausgleich

3.019 Zuschauer waren am Freitagabend quasi zum „Weihnachtsfinale“ ins Kathrein-Stadion gepilgert. Diese machten die Hütte zwar nicht wie angepriesen ganz voll, doch sie sahen eine Rosenheimer Mannschaft, die von Beginn an den Weg nach vorne suchte. Auch vom frühen Rückstand durch Harry Lange (4.) – Vorlagengeber Dusan Frosch hatte vor Patrick Ehelechner klug verzögert, auf dessen Reaktion gewartet und dann in die Lücke im Slot gespielt – ließen sich die Starbulls nicht irritieren und schlugen per Doppelschlag zurück.

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Erst gelang Tyler McNeely im Powerplay der wichtige Ausgleichstreffer (10.) und die Zuschauer durften die mitgebrachten Kuscheltiere beim sog. „Teddy Toss“ auf die Eisfläche werfen. Kaum war alles weggeräumt, durfte der erst 18-jährige Nachwuchsspieler Manuel Edfelder sein Premierentor im Starbulls-Dress bejubeln (12.) – die Partie war gedreht.

20. Saisontor von Trabucco

In einem ebenfalls temporeichen zweiten Drittel spielten die Hausherren weiterhin zielstrebig Richtung Tor der Hessen. Das zahlte sich in Minute 26 aus, als Sergio Somma auf Mario Trabucco zurücklegte und der von rechts außen per Schlagschuss einfach mal draufhielt – 3:1 (26.), so einfach kann Eishockey sein! Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn nur 47 Sekunden später bekam der Ex-Landshuter Marco Schütz im Rosenheimer Drittel nur Geleitschutz und setzte die Scheibe zum 3:2 unter die Latte des Starbulls-Tores (27.). Kurzzeitig war das Match nun wieder völlig offen. Aber nach einer guten Phase der Hessen antwortete Rosenheim mit weiteren Möglichkeiten. Spätestens bei einem Pfostentreffer aus kürzester Distanz hätte eigentlich noch vor der zweiten Sirene das vierte Tor fallen müssen.

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Alle Freitagsspiele in der Statistik

Versäumtes holten die Gastgeber, die in Anlehnung an die Club-Farben des EV Rosenheim diesmal ausnahmsweise in einem gelb-roten Sondertrikot aufliefen, in den letzten 20 Minuten nach. Zunächst war die Begegnung da relativ offen, doch spätestens, als Tim Kunes in der 53. Minute im Powerplay auf 4:2 stellte, waren die letzten Zweifel am Sieg der Starbulls beseitigt. Trabucco legte dann in der 58. Minute noch einen nach, als er bei seinem 20. Saisontreffer völlig frei stand und die Scheibe millimetergenau neben dem Pfosten zum 5:2-Endstand im Nauheimer Kasten unterbrachte.

"Nur Probleme bei Abspielfehlern!" 

„Wir haben Rosenheim trotz der sechs Niederlagen zuletzt wirklich nicht unterschätzt. Aber sie haben uns heute vorgemacht, wie einfach Eishockey sein kann – Zug zum Tor, die Scheibe zum Tor bringen! Wir haben dagegen viel zu wenig geschossen“, jammerte Bad Nauheims Coach Petri Kujala.

Starbulls vs. Bad Nauheim

Starbulls-Cheftrainer Franz Steer konnte dagegen aufatmen: „Wir hätten schon die letzten beiden Spiele eigentlich ziehen müssen. Heute ist uns das gelungen. Wir haben eigentlich nur dann Probleme bekommen, wenn wir die Scheibe im Aufbau oder im Mitteldrittel leichtfertig verloren haben. Nach dem 3:2 hatte Nauheim eine gute Phase, aber diesmal haben wir das gut hingekriegt!“ Gut hinkriegen wollen es die grün-weißen Bullen auch am Sonntag, wenn sie um 17 Uhr zum Derby beim EV Landshut antreten. Zu dieser prestigeträchtigen Begegnung reisen die Rosenheimer Fans übrigens per Sonderzug!

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – EC Bad Nauheim 5:2 (2:1, 1:1, 2:0) 

Tore: 0:1 (4.) Harry Lange (Dusan Frosch, Vitalij Aab), 1:1 (10.) Tyler McNeely (Max Hofbauer, Michael Rohner – Überzahl-Tor), 2:1 (12.) Manuel Edfelder (Tyler McNeely, Marcus Götz), 3:1 (26.) Mario Trabucco (Andrej Strakhov, Sergio Somma), 3:2 (27.) Marco Schütz (Dusan Frosch), 4:2 (53.) Tim Kunes (Andrej Strakhov, Mario Trabucco – Überzahl-Tor), 5:2 (58.) Mario Trabucco (Sergio Somma, Michael Rohner).

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren).

Strafen: Rosenheim 8 – Bad Nauheim 12.

Zuschauer: 3.019.

redro23/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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