Playoff-Auftakt: Konsequenz in Überzahl fehlte

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Rosenheim - Am Freitag begann mit den Playoffs die schönste Eishockey-Jahreszeit, doch leider mangelte es den Starbulls an der Konsequenz im Überzahlspiel und so verloren sie das erste Viertelfinalspiel mit 3:2 in Bremerhaven.

Die Fischtown-Pinguins gehen in der Best-of-Seven-Serie des Viertelfinales mit 1:0 in Führung. Eine sehr bittere Niederlage für die Starbulls, die den haushohen Favoriten in die Verlängerung zwingen konnten, in der allerdings die Gastgeber dann das deutlich aktivere Team war und den Siegtreffer daher auch nicht unverdient setzte. 

Zuvor waren die Starbulls insgesamt absolut ebenbürtig, hatten im ersten Spielabschnitt sogar Vorteile. Versäumten es aber dann vor allem in den letzten Spielminuten der regulären Spielzeit den Sieg mitzunehmen und damit gleich den Serienbreak zu setzen. Einmal mehr war es leider die fehlende Konsequenz in Überzahl, die einem Rosenheimer Sieg im Wege stand.

Hier können Sie das erste Playoff-Viertelfinalspiel gegen Bremerhaven in unserem Live-Ticker nachlesen!

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie morgen auf unserem Portal!

Vorbericht

Die Starbulls Rosenheim haben die Pre-Playoffs überstanden. Drei anstrengende Spiele stecken in ihren Knochen, und die werden jetzt zusätzlich bei Busfahrten in den hohen Norden strapaziert. Denn die einfache Reise zu Playoff-Viertelfinalgegner Fischtown Pinguins nach Bremerhaven dauert etwa elf Stunden. „Bremerhaven ist das über das ganze Jahr über gewöhnt, wir nicht“, sagt Starbulls-Trainer Franz Steer. Andererseits glaubt Stürmer Simon Fischhaber, dass sich dadurch so viel nicht ändern wird: „Ob wir sechs Stunden oder elf Stunden fahren, ist egal. Das halten wir aus. Das sollte nicht das große Problem sein.“

Elf Stunden einfache Fahrt

Vor dem ersten Spiel der Best of Seven-Viertelfinalserie sind die Starbulls bereits am Donnerstagmorgen losgefahren. Kein Wunder, bei mindestens vier und maximal sieben Spielen stehen den Starbulls laut Steer „Mammuttouren“ bevor. „Wir hatten jetzt drei Spiele, am Mittwoch eine kleine Pause, dann die Fahrt nach Bremerhaven am Donnerstag. Du spielst, setzt dich in den Bus und fährst elf Stunden zurück. Dann gibt’s nach der Ankunft am Samstag ein leichtes Training und am Sonntag ist schon wieder ein Spiel zuhause. Dann geht’s am Dienstag wieder nach Bremerhaven und so weiter, das ist schon hart!“

Auch der Gegner ist hart. Bremerhaven ist durchwachsen in die Saison gestartet, fand dann aber zu seinem Spiel und beendete die Hauptrunde auf Platz zwei. Zwischen den Pinguins und den Starbulls waren die Spiele zumeist eng. Zunächst verloren die Rosenheimer mit 0:2, gewannen das zweite Spiel aber mit 1:0. Auch das dritte ging mit 3:2 nach Verlängerung an Rosenheim. Auswärts am vorletzten Spieltag der Hauptrunde kassierten die Starbulls dann aber eine 2:8-Niederlage.

Playoffs starten bei Null

„Das ist der amtierende Meister! Bremerhaven hat einen voll besetzten Kader. Letztes Mal haben wir eine Klatsche gekriegt, aber jetzt sind Playoffs und da geht alles von vorne los“, sagt Steer. „Da ist jedes Spiel anders. Der Gegner ändert ein bisschen was, wir ändern was! Wir fahren auf jeden Fall nach Bremerhaven nicht um zu verlieren, sondern um zu gewinnen.“

Die Pinguine konnte sich in der vergangenen Woche zurücklehnen, ausruhen und das Geschehen auf dem Eis aus der Ferne betrachten. Die Starbulls haben die Lausitzer Füchse niedergerungen. Das habe alles seine Vor- und Nachteile, meint Fischhaber: „Es kann dir passieren, dass du nach einer Pause nicht so da bist. Es kann aber auch sein, das du wegen der Spiele platt bist und die anderen kommen angerannt.“

Steer und Fischhaber sind sich aber einig. Spiel drei gegen Weißwasser war wichtig, vor allem für das Selbstbewusstsein. Denn „das war unser bestes Spiel gegen Weißwasser“, sagt Steer. „Wir haben aus den beiden ersten Spielen gelernt. Das ist ein Schlüssel auch gegen Bremerhaven. Dass du aus den Spielen deine Lehren ziehst und daraus dann eine Lösung entwickelst, die auch umgesetzt werden kann.“

Mit Frank in den hohen Norden

Ein Teil dieser Lösung könnte Beppo Frank sein, der seine Sperre abgesessen hat. Ein wichtiger Spieler für Steer, denn es steht ein Fragezeichen hinter Max Renner. „Der war schon am Dienstag leicht grippisch, da müssen wir schauen.“ Also der perfekte Zeitpunkt für die Rückkehr Franks. Denn auch sonst sind alle Spieler an Bord.

Steer hat sich noch nicht festgelegt, wer am Freitagabend im Tor stehen wird, wahrscheinlich wird es aber wieder Timo Herden sein. Es sind seine ersten Playoffs in der DEL2. Der 20-Jährige will sich davon jedoch nicht verrückt machen lassen: „Ich muss mich von Anfang an voll konzentrieren, jeden Schuss ernst nehmen und versuchen, dem Team so gut wie möglich zu helfen. Klar ist eine Anspannung da, die ist aber größtenteils positiv. Die legt sich aber auch mit dem ersten Schuss, der gehalten wurde.“

Bleibt zu hoffen, dass Herden möglichst alle Schüsse auf sein Tor hält. Die erste Bewährungsprobe steht ihm und seinen Kollegen am Abend um 20 Uhr in der ausverkauften Eisarena bevor. Das zweite Spiel findet am Sonntag, 17 Uhr, in Rosenheim statt. Rosenheim24 berichtet von beiden Spielen natürlich wie gewohnt per Live Ticker. Das Spiel am Abend wird natürlich auch bei Sprade TV übertragen. Aus diesem Anlass hat der Starbulls-Fanbeirat auch wieder eine "Sprade Party" organisiert.

redro24/mw/Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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