Fehler in Unterzahl, wenig Power in Überzahl

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Rosenheim - Erstmals in dieser Saison blieben die Starbulls punkt- und torlos. Gegen Bremerhaven kassierten die Grün-Weißen eine verdiente Heimniederlage. *NEU: Videos*

Vor 1.954 Besuchern im Kathrein-Stadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Freitagabend unter dem Strich zurecht mit 0:2 (0:2, 0:0, 0:0) gegen die Fischtown Pinguins und mussten am fünften DEL2-Spieltag zum ersten Mal eine „Null“ anschreiben lassen. Obwohl die Grün-Weißen sicherlich nicht die überzeugendste Leistung boten, bleibt festzuhalten, dass mit Bremerhaven der bis dato stärkste Starbulls-Gegner in dieser Spielzeit an der Mangfall aufgekreuzt war.

Bremerhaven im Powerplay stark

Die Gäste aus dem hohen Norden begannen dominant, störten früh, zwangen Rosenheim zu Fehlern und bekamen im ersten Drittel deswegen fast zwangsläufig ein Übergewicht mit einigen guten Tormöglichkeiten. Dass mit der besten Überzahlmannschaft der Liga nicht zu spaßen ist, zeigte sich in den Minuten 10 und 12, als die Seestädter ihre ersten beiden Powerplay-Gelegenheiten jeweils gleich eiskalt ausnützten. Erst hatte Verteidiger Andrej Teljukin an der blauen Linie viel zu viel Zeit und traf per Flachschschuss an Freund und Feind vorbei zum 0:1 (10.). 105 Sekunden später erzielte Brendan Cook nach einem herrlichen Spielzug mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel das 0:2 (12.).

Video: Die Highlights des Spiels

Starbulls-Coach Franz Steer gefiel das natürlich gar nicht: „Wir haben im Unterzahl-Spiel Fehler gemacht, die so nicht passieren dürfen. Der Spielzug vor dem zweiten Gegentor war uns bekannt. Da frage ich mich, warum niemand meiner Spieler den Schläger rein gehalten hat.“ Dass Kollege Stewart hinterher zufrieden war, versteht sich von selbst: „Unser erstes Drittel war sehr stark. Die beiden Powerplay-Tore haben uns den Druck genommen.“

Fünf-gegen-Drei-Situation als Knackpunkt

Im Mittelabschnitt waren die Hausherren bemüht, doch so recht wollte es an diesem Abend nicht klappen. Hinzu kamen einige umstrittene Pfiffe von Referee Ramin Yazdi, der damit mehrmals den aufflammenden Starbulls-Druck abstoppte. Spielentscheidend war letztlich eine lange Fünf-gegen-Drei-Überzahlsituation gegen Ende des zweiten Drittels, als den Starbulls trotz riesiger Chancen für Sergio Somma und Max Hofbauer der Anschlusstreffer nicht gelingen wollte. „Das war der Knackpunkt“, befanden hinterher beide Trainer.

In den letzten 20 Minuten verteidigte der Vorjahresmeister das Ergebnis clever. Lediglich Somma hätte nochmal für Spannung sorgen können, doch er zögerte gut sechs Minuten vor Schluss freistehend vor dem starken Fischtown-Schlussmann Jonas Langmann zu lange und vergab. In der Schlussphase wäre dann vielleicht mehr Risiko gefragt gewesen, als die Bremerhaver 3:09 Minuten vor dem Ende noch eine Strafzeit aufgebrummt bekamen. Doch anstatt Goalie Patrick Ehelechner vom Eis zu nehmen, entschied sich Steer für ein „normales“ Powerplay, das letztlich nichts einbrachte und somit eine verdiente Niederlage besiegelte. Das sah auch Steer so: "Bremerhaven war über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft!"

Die Möglichkeit zur „Wiedergutmachung“ haben die Starbulls am Sonntag, wenn sie bei den Heilbronner Falken gastieren. In der Kolbenschmidt-Arena wird Back-Up Timo Herden übrigens seinen ersten Saisoneinsatz im Starbulls-Kasten bekommen. Das hat Steer bei der Pressekonferenz nach dem Spiel bereits offiziell angekündigt. Das Match beginnt um 18.30 Uhr.

Pressekonferenz: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins 0:2 (0:2, 0:0, 0:0) 

Tore: 0:1 (10.) Andrej Teljukin (Jan Kopecky, Viktor Beck – Überzahl-Tor), 0:2 (12.) Brendan Cook (Björn Bombis, Brock Hooton – Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Ramin Yazdi (Neuss).

Strafen: Rosenheim 14 – Bremerhaven 12.

Zuschauer: 1.954.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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