Garmisch stänkert - doch jetzt geht´s nach Ravensburg

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Rosenheim - Die Endphase der DEL2-Hauptrunde ist eingeläutet. Doch vor dem Starbulls-Auswärtsauftritt in Ravensburg gab es allerdings noch "Störfeuer" von Garmischer Seite.

Das letzte Wochenende verlief für die Rosenheimer Eishockeyspieler höchst unterschiedlich: Der grauenhaften Vorstellung bei der 2:7-Packung in Weißwasser folgte am Sonntag gegen den SC Riessersee eine klare Leistungssteigerung. Zwar ging die Partie letztlich mit 1:2 im Penaltyschießen verloren, doch auf dieser Performance kann Trainer Franz Steer sicherlich aufbauen.

Starbulls-Protest wurde abgelehnt

Allerdings hat die Niederlage gegen Garmisch einen faden Beigeschmack hinterlassen. Rosenheim fühlte sich von Schiedsrichter Ulpi Sicorschi benachteiligt, weil dieser das Torverschieben von SCR-Goalie Korbinian Sertl beim zweiten Starbulls-Penalty durch Shawn Weller nicht als Regelverstoß gewertet hatte. Die Starbulls-Verantwortlichen verfassten anschließend sogar einen Zusatzbericht und legten damit Protest ein. Doch dieser wurde von der Ligenleitung inzwischen abgeschmettert.

Krinner und Bader kartern nach

Und dann war ja da noch das "Nachkartern" aus dem Werdenfelser Land. Trainer Toni Krinner hatte sich auf der Pressekonferenz direkt nach dem Spiel am Sonntag ja noch zusammengerissen, dann aber zwei Tage später im Münchner Merkur doch noch ein paar Sätze vom Stapel gelassen: "Dieser Vorwurf (Anm. der Red.: das Torverschieben von Sertl) ist lächerlich. Die sollen mal anständige Löcher bohren." Außerdem warfen Krinner und Manager Ralph Bader den Rosenheimer Verantwortlichen "Unsportlichkeit und Egoismus" vor. Dabei ging es um den Transfer von Torwart Niklas Treutle vom EHC Red Bull München nach Garmisch, den der SCR nach der Verletzung von Stammkeeper Bryan Hogan in der Woche vor dem Spiel gegen Rosenheim getätigt hatte. Diesen Wechsel habe Steer laut Münchner Merkur verhindern wollen.

Viele Nebenkriegsschauplätze also, von denen abzuwarten bleibt, in wie weit diese die Leistungen der Starbulls-Cracks in den letzten vier Matches der Hauptrunde beeinflussen. Ausrutscher kann sich momentan niemand leisten, denn durch die starken Garmischer Leistungen ist aus dem Vierkampf an der Tabellenspitze inzwischen ein Fünfkampf geworden.

Schwere Aufgabe in Ravensburg

Deswegen sollten die Starbulls tunlichst zusehen, etwas Zählbares aus Ravensburg (Freitag, 20 Uhr; Live Ticker & -Chat bei rosenheim24.de; Radio Charivari berichtet in Einblendungen) mitzubringen. Die Oberschwaben hatten wahrlich keinen guten Start ins neue Jahr und konnten von sieben Spielen bis dato gerade einmal zwei gewinnen. Doch obwohl auch der direkte Vergleich in dieser Saison für die Oberbayern spricht, wartet auf die Grün-Weißen am Freitagabend eine schwere Aufgabe. Aktuell liegt die Steer-Truppe sieben Zähler vor den Towerstars und mit einem Sieg böte sich die Gelegenheit, sich einen Rivalen im Kampf um das Playoff-Heimrecht dauerhaft vom Leib zu halten.

Die Truppe fährt in jedem Fall mit viel Selbstvertrauen nach Baden-Württemberg. "Meine Mannschaft hat die ganze Woche über gut trainiert", meinte Steer im Vorfeld dieser Begegnung. Außerdem wurden bei der Videoanalyse die eigenen Fehler aufgearbeitet. Sollte dann noch eine gute Leistung (auch mit dem nötigen Scheibenglück) abgerufen werden, ist ein Erfolg in Ravensburg sicherlich drin.

mw/ol/redro24

Quelle: rosenheim24.de

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