Geplanter Führungswechsel bei den Rosenheimer Starbulls

Dürr: "Mir ist wichtig, dass was voran geht"

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Stephan Gottwald, ein echtes Starbulls-Eigengewächs, soll in den neuen Vorstand nachrücken

Rosenheim - Zur nächsten Mitgliederversammlung der Starbulls im August wollen Jost Fischer und Peter Dürr nicht mehr als Vorstand zur Verfügung stehen. Der Rechtsanwalt über die Hintergründe:

Erst Anfang 2015 wurden Jost Fischer und Peter Dürr in den Vorstand der Rosenheimer Starbulls gewählt, bereits jetzt wollen die beiden ihr Amt schon wieder aufgeben.

Während Jost Fischer gegenüber der OVB-Heimatzeitung "zeitliche Gründe" als Ursache für seine Entscheidung angibt, erklärt Rechtsanwalt Peter Dürr im Gespräch mit rosenheim24.de, wie es ab sofort mit dem Verein und vor allem dem finanziellen Unterbau der Mannschaft weitergehen soll.

Gottwald für den sportlichen Part, Schwarzfischer für die Sponsoren

"Nach den außerordentlichen Wahl im vergangenen Jahr, standen jetzt ja sowieso Neuwahlen an, damit wir wieder in den regulären Turnus finden", erklärt Peter Dürr im Gespräch mit rosenheim24.de. Er selbst habe von der Entscheidung seines Vorstands-Kollegen, nicht mehr zur Wahl zu stehen, bereits vor einigen Wochen erfahren. "Er hat dabei aber immer wieder gesagt, dass wenn sich kein Nachfolger finden würde, er selbstverständlich auch weiterhin zur Verfügung stehen wird."

Kurzerhand musste sich der Verein also nach einem passenden, potentiellen Nachfolger umsehen: "Wir haben intern sehr viele Gespräche geführt und auch mehrere Personen angefragt. (...) Solange, bis Marcus Thaller Hans-Peter Schwarzfischer ins Gespräch brachte", fährt Dürr fort. Ein Kandidat, der sich in Zukunft verstärkt den wirtschaftlichen Part im Verein wahrnehmen soll.

"Wir kämpfen ja schon seit geraumer Zeit mit einer Art Zwittersituation: Auf der einen Seite sind die Starbulls ja ein Verein mit vielen Menschen, die in ihrer Freizeit wahnsinnig viel ehrenamtliche Arbeit investieren. Auf der anderen Seite ist aber auch die geschäftliche Situation. Zum Beispiel die Suche und Pflege unserer Sponsoren", verdeutlicht Noch-Vorstand Dürr. "Und genau da kam dann Stephan Gottwald ins Spiel."

Als "Zugpferd für die Sponsoren-Akquise" und "Gesicht des Vereins, der selbst alle Stationen durchlaufen hat" soll sich der ehemalige Kapitän der Mannschaft aber dennoch vermehrt um die Vereinsarbeit, die Arbeit mit dem Nachwuchs und den vielen Ehrenamtlichen, kümmern. "Mir ist wichtig, dass was voran geht. Es wird sich in der nächsten Zeit viel ums Geld drehen. Es ist enorm wichtig für den Verein, dass sich hier bald etwas tut", so Peter Dürr weiter. Seine Entscheidung, deshalb Platz im Vorstand zu machen, also nur konsequent: "Ich will keine Kampfabstimmung und einer Lösung nicht im Weg stehen."

Ordentliche Mitgliederversammlung mit Neuwahlen am 22. August

"Den juristischen Bereich werde ich dann weiterhin selbstverständlich abdecken", so Dürr abschließend, für die erweiterte Vorstandschaft bleibt der Rosenheimer Anwalt den Starbulls also auch weiterhin erhalten. "Vielleicht tut sich aber jetzt dann auch noch bis zur Versammlung am 22. August auch noch ein anderer Kandidat für den Vorstand hervor."

Streit oder heftige Diskussionen habe es im Zuge des geplanten Führungswechsels nicht gegeben. Auch die Stadion-Diskussion mit der Stadt Rosenheim habe auf die Entscheidung von Fischer und Dürr keinerlei Einfluss genommen. "Ich bin mir sicher, dass es zukünftig etwas anders laufen wird. Der neue Vorstand wird darauf bedacht sein, die Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen."

Quelle: rosenheim24.de

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