Erich Lickert hat einen speziellen Drink: „Bloody Merkel“, einen roten Schnaps. Der Freiburger betreibt eine deutsche Kneipe in Athen. Zum EM-Viertelfinale wird es bei ihm hoch hergehen - und mit einem Augenzwinkern spielt Lickert mit seinem Schnaps auf die deutsch-griechischen Auseinandersetzungen an.
Seit etwa zwei Jahren hat der 47 Jahre alte gelernte Koch seine Kneipe im Norden Athens, die nicht etwa „Freiburg“, sondern „München“ heißt. „Freiburg kennen die Griechen nicht, und wenn ich Schwarzwald gemacht hätte, dann denken sie, ich bin ein Tortenladen. Bei München ist klar: Wurst, Bier“, sagt Lickert, der am Donnerstag mit schwarz-rot-goldenem Schweißband und blau-weißer Schürze in seiner Kneipe steht und die letzten Bestellungen aufgibt. Es riecht schon richtig „deutsch“, nach Kraut und Wurst.
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Auseinandersetzungen erwarte er nicht. „Es gibt immer einige Idioten, aber was die Medien zum Teil in Deutschland verbreiten, dass man als Deutscher in Griechenland in Gefahr ist, das ist totaler Blödsinn.“ Um die deutsch-griechische Völkerverständigung weiter zu unterstützen, hat er zur Feier des Tages T-Shirts anfertigen lassen: mit der griechischen und der deutschen Flagge drauf.
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Dass Lickert für Deutschland ist, versteht sich von selbst. Aber was ist mit seiner Frau, einer Griechin? Er lacht: „Na, die muss sich wohl oder übel damit abfinden, wenn Deutschland gewinnt.“
dpa

































































