Relegation zwischen Nürnberg und Frankfurt

Eintracht schafft Klassenerhalt - Tränen beim Club

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In der Relegation zwischen 1. und 2. Bundesliga duellierten sich Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg. Am Ende jubelte das Team von Niko Kovac.

Nürnberg - Jubel in Frankfurt, Tränen in Nürnberg: Die Eintracht hat am Montagabend den Klassenerhalt fix gemacht. Ein knapper Sieg reichte der Kovac-Elf im Rückspiel der Relegation gegen den Club.

Erleichterung in Frankfurt, Enttäuschung in Nürnberg: Eintracht Frankfurt hat den fünften Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gerade noch verhindert. Die Hessen siegten im Relegations-Rückspiel beim 1. FC Nürnberg durch einen Treffer von Haris Seferovic mit 1:0 (0:0) und dürfen nach dem 1:1 im Hinspiel auch in der kommenden Saison in der Eliteklasse spielen.

"Ein Abstieg wäre tragisch gewesen. Ich bin so dankbar, wir waren in beiden Spielen die klar bessere Mannschaft. Ich bin total glücklich", sagte der scheidende Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Trainer Niko Kovacs ergänzte: "Gott sei Dank sind wir jetzt da, wo wir schon waren, in der ersten Liga."

Der Club verpasste dagegen den achten Aufstieg seiner Geschichte und blickt aufgrund seiner angespannten Finanzlage schwierigen Zeiten entgegen. Ein neuer Anlauf zum achten Aufstieg wird nun ungleich schwerer. Die Franken plagen 16,2 Millionen langfristige Verbindlichkeiten, eine Etatkürzung ist notwendig, Leistungsträger werden den neunmaligen deutschen Meister verlassen.

"In der Summe hat es nicht gereicht. Die Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft, aber die fußballerische Qualität hat den Ausschlag gegeben", erklärte Nürnbergs Vorstand Sport, Andreas Bornemann. Auf Seiten der Spieler flossen viele Tränen.

Die Frankfurter verdienten sich die Rettung mit der besseren fußballerischen Leistung und bescherten ihrem scheidenden Vorstandschef Heribert Bruchhagen zum Abschied ein Happy End. Die Nürnberger verließen sich in einem umkämpften, aber kaum einmal attraktiven Spiel zu sehr auf das Verteidigen ihres kleinen Vorteils - ihnen hätte ein 0:0 zur Krönung der Saison genügt.

Club nicht konsequent genug

Zu selten und nicht konsequent genug suchte die Mannschaft von Trainer René Weiler den Weg in die Offensive und wurde dafür in der 66. Minute bestraft. Seferovic drückte aus kurzer Entfernung ein Zuspiel von Mijat Gacinovic über die Torlinie.

Das Rückspiel war lange eine Kopie der Begegnung in Frankfurt: Der Club stand wie erwartet tief, wartete zehn Meter hinter der Mittellinie auf die Eintracht und lauerte auf Konter. Der Unterschied: Die Nürnberger hatten in der zwölften Minute ihre erste Chance überhaupt in der Relegation! Sebastian Kerk aber schoss die Hereingabe von Guido Burgstaller über das Tor.

Auch wenn der Club vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena insgesamt etwas lebhafter wirkte und ein klein wenig mehr Offensivgeist zeigte als vier Tage zuvor, waren die Frankfurter erneut die aktivere Mannschaft.

Den ersten gefährlichen Schuss des agilen Seferovic musste Raphael Schäfer in der 34. Minute parieren. Bei einer Doppelchance von Seferovic und Hinspiel-Torschütze Gacinovic war er ebenfalls zur Stelle. Auch nach dem Wechsel schnürte die Eintracht die Franken teilweise in der eigenen Hälfte ein.

Eintracht-Trainer Niko Kovac hatte im Vergleich zum Hinspiel drei Änderungen vorgenommen. Der an einem Tumor erkrankte Marco Russ, vier Tage zuvor unglücklicher Eigentorschütze, fehlte gelb-gesperrt. Darüber hinaus saßen Torjäger Alex Meier und Stefan Aigner zunächst nur auf der Bank.

Bengalos wurden von den Frankfurt-Fans gezündet.

Dafür begannen Carlos Zambrano, Marc Stendera und Änis Ben-Hatira. Für Stendera war das Spiel nach einem Zusammenprall freilich schnell zu Ende: Er musste in der elften Minute ausgewechselt werden. Vor dem Spiel hatten sich erneut die Anhänger danebenbenommen - diesmal die der Eintracht. Beim Auflaufen der Mannschaften flogen Feuerwerksraketen auf das Spielfeld, Böller krachten, Bengalos wurden abgebrannt - die Südkurve war in dichten Rauch gehüllt. Später fackelten dann auch die Nürnberger Bengalos ab.

Nach dem Hinspiel der Relegation war es zu einem handfesten Eklat gekommen. Im Mittelpunkt stand die schwere Erkrankung von Frankfurts Kapitän Marco Russ.

sid/tz

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