In der CL gegen den FC Bayern

Atlético-Star Griezmann: "Pummelchen" und Neuer-Schreck

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Antoine Griezmann kann man als durchaus treffsicher bezeichnen.

Madrid - Antoine Griezmann ist der Star von Bayern Münchens Champions-League-Gegner Bayern München. Besonders Manuel Neuer erinnert sich nur ungern an die jüngsten Duelle mit dem Franzosen.

Seine Frau Erika nennt Antoine Griezmann ob dessen prallen Hinterns "Pummelchen", und die Grande Nation ergötzt sich geradezu am großen Gesäß des Stürmerstars. Während die Verteidiger europaweit meist nur die Rückansicht des schnellen Angreifers von Atlético Madrid zu sehen bekommen, hat Manuel Neuer zuletzt unliebsame Bekanntschaft mit dessen linkem Fuß gemacht. Ob im Halbfinale der Champions League oder in der Vorschlussrunde der EM - Griezmann traf, immer mit links, und Neuer scheiterte.

Am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) trifft Griezmann mit Atlético erneut auf Neuers FC Bayern, diesmal bereits in der Gruppenphase der Königsklasse. Nicht wenige Experten glauben, dass der Franzose auch diesmal das bessere Ende für sich haben wird. Die französische Sportbibel L'Équipe rief kürzlich auf dem Titel dazu auf, Griezmann den "Goldenen Ball" zu geben. Atlético-Coach Diego Simeone meinte: "Er ist sehr gut, und er wird noch besser."

In sechs Pflichtspielen dieser Saison hat der Neuer-Schreck für die Rojiblancos bereits fünfmal getroffen. "Ich bin mit dem Start sehr zufrieden", sagte Griezmann am Sonntag bei Radio Onda Cero.

Er habe das Gefühl, "dass ich in jedem Spiel weiter wachse. Ich versuche, das Maximum zu geben, damit sie irgendwann sagen: Griezmann gehört zu den Besten." Doch das ist spätestens seit der EURO der Fall, wo Torschützenkönig Griezmann (sechs Tore) bester Spieler war - obwohl er nach dem Endspiel in der Königsklasse gegen Real Madrid, wo er einen Elfmeter verschoss, auch das EM-Finale verlor.

Sein Glück hat Griezmann in Spanien gefunden, wohin er im zarten Alter von 14 Jahren ging, weil ihn in der Heimat kein Erstligist haben wollte. Er sei zu klein, hieß es. Inzwischen ist Griezmann 1,76 m groß und ein echter Athlet mit, nun ja, Knackarsch. "Mein Po habe ich von meiner portugiesischen Großmutter", sagte er zuletzt in Le Parisien, die schlüpfrigen Diskussionen amüsierten ihn.

Das gilt wohl auch für die sportlichen Gerüchte um seine Person. Manchester United und der FC Chelsea seien bereit, für ihn über 100 Millionen Euro zu bezahlen, heißt es. Im Sommer winkte Paris St. Germain mit Petrodollars. Griezmann geriet ins Grübeln, weil PSG auch um seinen Mentor Simeone warb.

"Ich hatte Angst, dass er gehen würde", sagte er nun, "ich will und muss weiter von ihm lernen, und Atlético braucht das auch." Er rief Simeone an, und der versicherte ihm, dass er bleiben werde. "Solange er da ist, werde ich Atlético nicht verlassen", sagte Griezmann dieser Tage.

Spanien ist für ihn längst mehr als zweite Heimat. "Ich esse um 15 Uhr zu Mittag und mache dann Siesta. Mit meinem Hund spreche ich spanisch, auch die ersten Worte zu meiner Tochter Mia waren spanisch", sagte er. Und der 25-Jährige sagt immer häufiger, was er denkt. Als er nach zwei Unentschieden zu Saisonstart das Wort Abstiegskampf in den Mund nahm, löste das bei Atlético ein mittelschweres Erdbeben aus. "Ich war einfach sauer", sagte er.

Auch vor dem Bayern-Spiel hat Griezmann Spaniens Öffentlichkeit erschüttert. Wie sein Jugendidol spiele er immer mit langen Ärmeln, und er habe "immer dieselben Frisuren haben wollen wie er". Er? David Beckham, der frühere Superstar von Real (!). Mon dieu!

sid

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