BVB-Sportdirektor dementiert Gomez-Gerüchte

Zorc zu Götzes Rückkehr: "Nötigt mir Respekt ab"

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Mario Götze ist wieder ein Borusse - ein mutiger Schritt, findet Sportdirektor Zorc. 

Bad Ragaz - Die Aufregung über die rund 120 Millionen Euro Transferpolitik hält BVB-Sportdirektor Michael Zorc für übertrieben.

Fußball-Manager Michael Zorc genießt die Sonne über Bad Ragaz und den traumhaften Blick auf das mächtige Falknis-Massiv. Nach arbeitsreichen Wochen mit dem größten personellen Umbruch der vergangenen Jahre scheint der Sportdirektor von Borussia Dortmund zu Beginn des Trainingslagers in den Schweizer Alpen mit sich im Reinen. Schließlich ist die rund 120 Millionen Euro teure Shopping-Tour des Revierclubs abgeschlossen. Die jüngsten Schlagzeilen über das Transfer-Feuerwerk des BVB quittiert Zorc mit einem Lächeln: „Wir haben in etwa so viel ausgegeben, wie wir eingenommen haben. Deshalb gibt es bei uns auch keine Transferoffensive.“

Nicht ohne Stolz verweist der einstige Profi in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf die bemerkenswerten Verkaufserlöse. Schließlich spülten die Abgänge von Henrich Mchitarjan (Manchester United/42,0 Millionen Euro), Mats Hummels (Bayern München/35,0) und Ilkay Gündogan (Manchester City/25,0) über 100 Millionen Euro in die Vereinskasse. „Es wäre vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen, dass man für drei Spieler, die einen Vertrag mit einer Restlaufzeit von nur noch einem Jahr haben, über 100 Millionen Euro bekommt“, sagt Zorc.

Gomez zum BVB? Das sagt Zorc

Der warme Geldregen vereinfachte die Aufgabe, für adäquaten Ersatz zu sorgen. Gleich acht Profis sollen helfen, die Qualität zu halten. Dass der Spieleretat beim BVB erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke überschreitet, hält Zorc nicht für besorgniserregend: „Wir haben in den letzten Jahren eine sehr solide und transparente Haushaltführung nachgewiesen.“ Und trotz des großen personellen Umbruchs geht er zuversichtlich in die neue Saison: „Ich sehe uns sehr gut aufgestellt.“

Mit den jüngsten zusammen rund 56 Millionen Euro teuren Zukäufen von Mario Götze (Bayern München) und André Schürrle (VfL Wolfsburg) ist die Einkaufstour nach Aussage des Dortmunder Bundesliga-Rekordspielers Zorc vorerst vorbei. Entschieden dementierte er Gerüchte, wonach der BVB an einem weiteren Coup arbeitet und eine Verpflichtung von Nationalstürmer Mario Gomez erwägt: „Das wäre in der Konstellation sinnbefreit. Wir haben in Pierre-Emerick Aubameyang und Adrian Ramos zwei ausgesprochene Torjäger und obendrein verschiedene Profis, die sowohl im offensiven Mittelfeld als auch in der Spitze gespielt haben.“

"Respekt" für Götzes und Schürrles Entscheidung

Darüber hinaus wies Zorc Spekulationen zurück, wonach der BVB an einem Verkauf von Weltmeister Matthias Ginter interessiert sei: „Matthias Ginter ist - obwohl er schon Jahre in der Bundesliga spielt - noch ein sehr junger Profi. Wir planen weiter mit ihm.“ Dagegen wurde Mittelfeldspieler Moritz Leitner vom Verein für Verhandlungen mit anderen Clubs freigestellt. „Wir sind in konkreten Gesprächen - ohne jetzt schon sagen zu können, ob ein Transfer am Ende realisiert wird“, sagte der Sportdirektor.

Für die Kritik einiger Fans an den Verpflichtungen von Rückkehrer Götze und von Schürrle äußerte Zorc Verständnis: „Allen ist bewusst, dass es auch die eine oder andere kritische Stimme gibt.“ Dennoch ist der 53 Jahre alte Sportdirektor zuversichtlich, dass die zuletzt formschwachen Profis beim BVB zurück zu alter Form finden: „Dass Mario und André sagen, ich gehe den schwereren Weg, nötigt mir Respekt ab. Sie wissen: In diesem Club kann richtig Dynamik entstehen, und da möchte ich unbedingt dabei sein.“

dpa

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