Gladbach erwartet stimmungsvolles Duell auf der Insel 

Raffael fällt weiter aus: Gladbach gegen Celtic mit dem Rücken zur Wand 

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Muss weiterhin passen: Gladbachs genialer Spielmacher Raffael. 

Mönchengladbach - Verlieren ist verboten. Ansonsten droht Borussia Mönchengladbach wohl das vorzeitige Ende in der Champions League. Spielmacher Raffael fällt derweil weiterhin aus. 

Borussia Mönchengladbach muss in der Champions League bei Celtic Glasgow am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) auf seine offensive Schlüsselfigur Raffael verzichten. Wie der Verein am Dienstag auf SID-Anfrage bestätigte, wird der 31 Jahre alte Brasilianer nach einem Muskelfaserriss nicht rechtzeitig fit. Innenverteidiger Andreas Christensen (20) fehlt zudem wegen einer Muskelverletzung am Gesäß.

"Wir wissen, dass uns eine große Aufgabe bevorsteht. Wir treten in Glasgow an, um zu punkten, sonst bräuchten wir gar nicht erst hinfahren", sagt Trainer André Schubert vor der Begegnung im stimmungsvollen Celtic Park (20.45 Uhr/Sky), der von den Fans liebevoll nur "Paradise" genannt wird. "Wir kennen die Tabelle, daher wollen wir unbedingt etwas mitnehmen", sagt Schubert. 

Neben Raffael fällt auch Verteidiger Christensen aus 

Null Punkte hat Gladbach nach den Niederlagen bei Manchester City (0:4) und gegen den FC Barcelona (1:2) auf dem Konto, Celtic immerhin einen. Das Problem: Bei einer weiteren Pleite müsste die Borussia nicht nur das Rückspiel gegen die Hoops gewinnen, sondern anschließend auch noch gegen Manchester oder Barca punkten, um zumindest Dritter zu werden. Ein schwieriges Unterfangen. 

Einfach wird indes auch die Partie vor 60.000 sangesfreudigen Schotten nicht, zumal Gladbach auswärts zuletzt regelmäßig enttäuschte. "Uns erwartet eine ganz besondere Atmosphäre. Aber wir haben schon gezeigt, dass wir Ruhe bewahren können", sagt Max Eberl. Die Hoffnung des Sportdirektors ruht vor allem Torjäger Thorgan Hazard, der zuletzt beim 0:0 gegen den Hamburger SV schmerzlich vermisst wurde. 

"Celtic kommt mit viel Wucht, viel Power und einer gewissen Härte“

Definitiv ausfallen wird Innenverteidiger Andreas Christensen - und auch die offensive Schlüsselfigur Raffael. Celtic geht mit breiter Brust in die Partie. Nach acht Spielen ist der Meister ungeschlagener Tabellenführer, daheim gab es in zehn Pflichtspielen neun Siege und ein Unentschieden. Letzteres war das starke 3:3 gegen Manchester City, bei dem der Franzose Moussa Dembelé doppelt traf. Längst vergessen ist das peinliche 0:1 bei den Halbprofis des Lincoln Red Imps FC aus Gibraltar in der ersten von drei Qualifikations-Runden, durch die sich das Team quälen musste. Quälen müssen wird sich laut Schubert auch die Borussia. 

"Celtic kommt mit viel Wucht, viel Power und einer gewissen Härte - das ist auf der Insel so. Das müssen wir annehmen und zudem offensiv unsere Qualitäten nutzen, um torgefährlich zu werden", sagt der Coach. Gegen die Kellerkinder Schalke (0:4) und Hamburg waren die Fohlen zuletzt ohne Treffer geblieben, gegen den HSV verschoss die Borussia sogar zwei Elfmeter. Zumindest André Hahn, gegen den HSV noch mit blutender Platzwunde auf dem Rasen unterwegs, ist bereits heiß auf den Hexenkessel. "Wir erwarten einen ganz großen Kampf", sagte der Angreifer und fügte an: "Ich bin bereit." Bereit für Celtic - und die Punkte-Entführung aus dem Paradies.

sid

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