Robben im Länderspiel verletzt 

EM-Quali: Italien und Belgien punkten, Oranje enttäuscht

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Eine Vorlage, ein Tor: De Bruyne war  der Matchwinner gegen Wales.

Berlin - Arjen Robben erlebte ein Albtraum-Debüt als Kapitän der Elftal, Kevin De Bruyne glänzte nach seinem spektakulären 75-Millionen-Euro-Transfer zu Manchester City mit einem Gala-Auftritt für Belgien.

Während die Niederlande nach dem 0:1 (0:0) gegen Island auf dem Weg zur EURO 2016 mehr denn je um die direkte Qualifikation bangen müssen, liegt Geheimfavorit Belgien dank eines 3:1 (2:1)-Erfolgs gegen Bosnien-Herzegowina auf Kurs.

In Amsterdam verlief auch für Trainer Danny Blind die Premiere als Bondscoach alles andere als gewünscht, in der Gruppe A steht der WM-Dritte nach dem erneuten Rückschlag mit dem Rücken zur Wand. Die Niederlande drohen erstmals seit 1984 die EM-Endrunde zu verpassen. Der frühere Hoffenheimer Gylfi Thor Sigurdsson erzielte kurz nach dem Seitenwechsel per Foulelfmeter die Führung für die Isländer (50.), die mit 18 Punkten Tabellenführer bleiben und dicht vor der ersten EM-Teilnahme stehen.

Oranje (10) belegt nach der dritten Niederlage nur den dritten Rang. Zweiter ist Tschechien (16), das gegen Außenseiter Kasachstan zu einem glanzlosen 2:1 (0:1) kam. Die Türkei (9) mit Bayer Leverkusens Hakan Calhanoglu in der Startelf kam gegen Lettland nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und liegt auf Rang vier.

Im klassischen niederländischen 4-3-3-System begann die Elftal zwar druckvoll und kombinationssicher, sorgte aber erst durch einen Standard erstmals für echte Gefahr. Ein abgefälschter Robben-Freistoß verfehlte das Ziel nur knapp (18.). Wenig später war der Einsatz des Flügelspielers aber bereits beendet: Offenbar mit einer Verletzung an der Leiste verließ er den Rasen in der Amsterdam Arena. Kurz darauf sah Abwehrspieler Martins Indi nach einer Tätlichkeit die Rote Karte und schwächte die Niederländer zusätzlich (33.). Der Schalker Klaas-Jan Huntelaar wurde aus taktischen Gründen noch vor der Pause ausgewechselt (40.).

Starker Auftritt von Kevin De Bruyne

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Islands Treffer die ohnehin verunsichert wirkenden Gastgeber noch weiter aus dem Konzept, nur der Pfosten rettete nach einem Schuss von Johann Gudmundsson (54.).

EM-Geheimfavorit Belgien hatte den richtungweisenden Erfolg vor allem De Bruyne zu verdanken. De Bruyne, in der vergangenen Woche für die Bundesliga-Rekordablöse von 75 Millionen von Bundesligist VfL Wolfsburg zu Manchester City transferiert, bereitete den ersten Treffer von Marouane Fellaini (23.) vor und erzielte das zweite Tor selbst (44.), Eden Hazard (79.) besorgte per Elfmeter den Endstand. Damit bleiben die Belgier Tabellenführer Wales auf den Fersen, der beim Überraschungsteam aus Zypern dank eines Treffers (82.) von Superstar Gareth Bale 1:0 (0:0) gewann.

Dämpfer für Kroatien

Vize-Europameister Italien machte trotz eines peinlichen Auftritts gegen Fußball-Zwerg Malta einen wichtigen Schritt Richtung Europameisterschaft 2016. Nach drei Unentschieden in Serie siegte die Squadra Azzurra in Florenz mit 1:0 (0:0) und übernahm damit die Tabellenführung in der Gruppe H. Graziano Pelle (69.) erlöste die Mannschaft von Nationaltrainer Antonio Conte.

Hauptkonkurrent Kroatien hatte zuvor nach dem Hakenkreuz-Skandal von Split auch sportlich einen Dämpfer hinnehmen müssen. In Baku kam die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Profi Niko Kovac gegen Außenseiter Aserbaidschan nicht über ein 0:0 hinaus.

Beim Qualifikations-Spiel gegen Italien (1:1) im Juni hatten kroatische Fans den Stadionrasen in Split derart mit Chemikalien präpariert, dass sich ein viele Meter großes Hakenkreuz abzeichnete. Kroatien wurde daraufhin im laufenden Wettbewerb ein Punkt abgezogen, zudem finden die nächsten beiden Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

SID

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