Was plant Pep Guardiola?

Schweinsteiger: "Weiß nicht, wo ich spiele"

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Bastian Schweinsteiger war in der vergangenen Saison der Dirigent im Bayern-Mittelfeld.

München - Bayerns Bastian Schweinsteiger wirkt leicht verunsichert. Er weiß nicht so recht, was Pep Guardiola mit ihm vorhat. Setzt er auf den Nationalspieler oder Thiago Alcantara?

Uneingeschränkter Mittelfeld-Chef, umjubelter Triple-Sieger und gerade eben zum Fußballer des Jahres gekürt - doch Bastian Schweinsteiger wirkt nachdenklich. Der Star von Bayern München weiß derzeit „nicht so genau“, welche Rolle der neue Trainer Pep Guardiola für ihn vorgesehen hat und „wo ich spiele“, wie er nach dem 2:0 (1:0) im Halbfinale des internationalen Fußball-Turniers in der Allianz-Arena gegen den FC Sao Paulo erklärte.

Gegen die Brasilianer durfte Schweinsteiger, der am Donnerstag seinen 29. Geburtstag feierte, immerhin erstmals nach längerer Verletzungspause von Beginn an mitwirken - und das 63 Minuten lang auf seiner Lieblings-Position vor der Abwehr. Er ersetzte den leicht angeschlagenen Millionen-Einkauf Thiago, der seit seiner Verpflichtung vom FC Barcelona auf der Sechs zu überzeugen wusste.

Da Guardiola künftig in einem 4-1-4-1-System nur einen Spieler im defensiven Mittelfeld aufbieten will, wurde sofort diskutiert, wo denn für Schweinsteiger überhaupt noch ein Platz sei. Neben Thiago kommt auch Javi Martinez als Sechser in Frage. Der Spanier rückte gegen Sao Paulo schon mal in die Innenverteidigung.

Noch geht Schweinsteiger, der sich am Mitttwochabend sehr solide präsentierte und gewohnt viele Ballkontakte hatte, davon aus, „dass es die Sechs wird“. Er fügte aber auch schnell an: „Das entscheidet letztendlich der Trainer. Ich kann auf allen drei zentralen Positionen im Mittelfeld spielen.“ Sprich: Er würde auch etwas offensiver agieren - wenn auch leicht zähneknirschend. Immerhin galt Schweinsteiger in der vergangenen Rekord-Saison der Bayern in seiner defensiveren Rolle im Zusammenspiel mit Martinez als Kopf der Mannschaft.

Schon deshalb sind die Münchner bemüht, die Diskussionen klein zu halten. „Er ist sehr wichtig für uns, ein super, super Spieler, eine große Persönlichkeit“, sagte Guardiola nach Schweinsteigers Auftritt gegen Sao Paulo. Er sei „sehr zufrieden“. So ein Spiel sei gut, „damit er Schritt für Schritt nach vorne kommt“.

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Bereits im Vorfeld des Turniers in München hatte der Spanier Schweinsteiger als „unglaublichen Spieler“ gelobt: „Er ist sehr erfahren. Er liebt Bayern.“ Der Nationalspieler hatte den Start der Vorbereitung wegen einer Operation am Fuß verpasst. Deshalb sei er „noch nicht ganz fit. Es wird aber Tag für Tag besser. Er braucht noch ein bisschen Zeit“, meinte Guardiola.

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Sportvorstand Matthias Sammer findet das Thema ohnehin „absurd“. Es gebe beim FC Bayern „überhaupt keine Diskussion um Bastian. Das ist nicht Bestandteil unseres Denkens. Bastian ist für mich der beste Mittelfeldspieler der Welt. Wer ihn nur ansatzweise infrage stellt, ist respektlos.“

SID

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