EM-Viertelfinale 

Löw über Italien: "Wollen immer überraschen"

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Joachim Löw warnt vor den Italienern. 

Bordeaux - Vor dem EM-Viertelfinale gegen Italien warnt Joachim Löw vor dem Gegner und dessen Aufstellung. Trainer Conte lässt sich nicht in die Karten gucken.

Die Chancen auf einen Einsatz von Daniele De Rossi im EM-Viertelfinale Italiens gegen Deutschland am Samstag (21.00 Uhr/live im TV und im Live-Stream) in Bordeaux sind nach Aussage seines Coaches Antonio Conte gering - doch Bundestrainer Joachim Löw möchte sich nicht in Sicherheit wiegen lassen. "Die Italiener machen manchmal ein bisschen Geheimniskrämerei um ihre Aufstellung. Man muss immer damit rechnen, dass sie einen überraschen wollen", sagte Löw am Samstag.

Sein Kollege Conte hatte zuvor den Eindruck erweckt, er glaube nicht an einen Einsatz des Mittelfeldspielers. "Ich möchte nicht so viel darüber reden", hatte er gesagt: "Er müsste für dieses intensive Spiel zu 120 Prozent fit sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auf jeden Fall guten Ersatz für ihn haben."

Gegner Deutschland sei „die Nummer eins der Welt“. „Sie sind der Weltmeister, sie haben alles, was eine starke Mannschaft braucht: Technik, Talent, Physis, Organisation“, lobte er. Dennoch glaubt Conte an die Chance seines Teams. „Niemand startet geschlagen. Wir haben Fähigkeiten, mit denen man Hindernisse überwinden kann, die am Anfang vielleicht unüberwindbar erschienen“, sagte er. Sein Team habe sich seit dem 1:4 im Testspiel im März „enorm weiterentwickelt.“

De Rossi selbst "versucht alles"

De Rossi selbst, der im Achtelfinale gegen Titelverteidiger Spanien (2:0) eine Oberschenkelprellung erlitten hatte, hatte sich zuvor etwas hoffnungsvoller geäußert. "Ich versuche bis zur letzten Minute alles, um dabei zu sein", sagte der Mittelfeldspieler des AS Rom. "Es wäre natürlich wichtig für Italien, wenn er spielen könnte, aber Italien hat auch andere gute Mittelfeldspieler", äußerte Löw.

Kapitän Gianluigi Buffon forderte, sein Team müsse sich gegen Deutschland im Vergleich zum 2:0 im Achtelfinale gegen Spanien nochmals steigern. „Es gibt keinen anderen Weg, wenn wir eine Chance haben wollen, weiterzukommen, und weiter zu träumen“. Die Situation erinnere ihn an das EM-Halbfinale 2012, das Italien mit 2:1 gegen Deutschland gewonnen hatte. „Auch damals waren wir nicht der Favorit und brauchten eine besondere Leistung für das Finale“, sagte Buffon.

Verzichten muss die Squadra Azzurra auf Antonio Candreva (Adduktorenverletzung) und Thiago Motta (gesperrt).

sid/dpa

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