Europa League

3:1 gegen Salzburg: Schalke schließt sich aus dem Liga-Frust

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In der Liga Frust, in der Europa League läuft es: Schalke jubelte beim 3:1 über Salzburg.

Gelsenkirchen - Schalke 04 hat mit einem überzeugenden Auftritt in der Europa League Wiedergutmachung für den schlechtesten Bundesliga-Start in der Club-Geschichte betrieben.

Mit dem verdienten 3:1 (1:0) gegen Österreichs Fußball-Meister RB Salzburg schossen sich die Gelsenkirchener am Donnerstagabend den Frust aus dem Liga-Alltag und kamen zum zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel nach dem 1:0 gegen OGC Nizza vor zwei Wochen. Zugleich holten sie sich Selbstvertrauen für das richtungweisende Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach.

Leon Goretzka (15.) brachte die Schalker in Führung. Nach einer Flanke von Benedikt Höwedes erhöhte der Salzburger Duje Caleta-Car (47.) unfreiwillig per Eigentor für die Gastgeber. Höwedes (58.) staubte wenig später zum 3:0 ab. Der Spanier Jonatan Soriano (72.) konnte nur noch verkürzen. Insgesamt überzeugten die Schalker vor 48.374 Zuschauer, zeigten aber nach dem Gegentor einige Unsicherheiten. In drei Wochen müssen die Königsblauen in der Gruppe I beim FK Krasnodar antreten.

Startformation auf fünf Positionen geändert

Nach dem Fehlstart in der heimischen Liga mit fünf Niederlagen hatte Sportvorstand Christian Heidel und auch Trainer Markus Weinzierl zuletzt eindringlich auf die Mannschaft eingeredet. Weinzierl änderte seine Startformation gleich auf fünf Positionen im Vergleich zum 1:2 am Sonntag bei 1899 Hoffenheim.

Große Wirkung zeigten beide Maßnahmen zunächst nicht. Die Schalker bemühten sich aber, die Partie zu kontrollieren. Auch die Salzburger warteten erst einmal ab. So spielte sich das Geschehen anfangs überwiegend im Mittelfeld ab. Der erste gelungene Angriff der Gastgeber nach einer Viertelstunde brachte dann gleich die Führung. Nach starkem Pass von Matija Nastasic kam Goretzka zum Abschluss. Erst reagierte RB-Torwart Alexander Walke herausragend, doch Groetzka bugsierte den abgewehrten Ball per Kopf im Nachsetzen ins Tor.

Schalke mit spielerischen Vorteilen

In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel. Auch weil die Gäste versuchten mitzuspielen, zu Chancen kamen sie gegen die konzentrierte Defensive um den wieder ins Team gerückte Naldo aber nicht. Die spielerischen Vorteile lagen bei den Schalkern. Vor allem der ebenfalls in die Mannschaft gerutschte Johannes Geis im defensiven Mittelfeld. Ein 50-Meter-Zuspiel von ihm hätte Schöpf (26.) beinahe zum 2:0 nutzen können. Salzburgs deutscher Keeper Walke verhinderte mit einem starken Reflex einen größeren Rückstand für sein Team. Kurz vor der Pause verzog Kolosinac (42.) aus aussichtsreicher Position.

Halbzeit zwei begann für den Bundesliga-Letzten optimal: Eine Flanke von Weltmeister Höwedes (47.) fälschte Duje Caleta-Car unglücklich ins eigene Tor ab. Die Gastgeber ließen nicht nach und kamen schon bald darauf zum 3:0. Erneut nach einem Eckball von Geis setzte erst Naldo den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball deutlich hinter der Linie aufkam. Doch das Spiel lief weiter. Breel Emobolo setzte nach und traf ebenso den Querbalken. Den abprallenden Ball drückte dann Höwedes über die Linie.

Danach war Schalke endgültig obenauf. Alessandro Schöpf (65.) vergab die größte Möglichkeit zum 4:0. Stattdessen mussten die Gastgeber nach einer Nachlässigkeit noch ein Gegentor hinnehmen. Die folgende Schwächephase überstanden die unbeschadet und kamen zum souveränen Erfolg.

dpa

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