Champions-League-Blamage

ManU vor Aus: "So schlecht waren wir noch nie"

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Wayne Rooney & Co. droht das Aus.

Piräus - Englands Rekordmeister Manchester United droht das Aus im Achtelfinale der Champions League. Bei Olympiakos Piräus unterlag das Starensemble mit 0:2. Teammanager David Moyes gerät weiter unter Druck.

Die Superstars Robin van Persie und Wayne Rooney meiden sich auf dem Rasen, der Millionentruppe droht das nächste Desaster, und Teammanager David Moyes gerät immer stärker unter Beschuss: Manchester United, einst der Stolz Englands in der Königsklasse, ist nur noch ein Schatten früherer Glanzzeiten. Der blutleere und seelenlose Auftritt beim 0:2 (0:1) im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales bei Olympiakos Piräus lässt die Rufe nach neuen Superstars wie Toni Kroos oder Ilkay Gündogan immer lauter werden.

„So schlecht waren wir in Europa noch nie, ganz klar“, sagte der 50-jährige Moyes und legte seine Stirn in Falten: „Das war eine wirklich schwache Vorstellung.“ Der Nachfolger von Teammanager-Legende Sir Alex Ferguson hat wieder einmal eine Marke gesetzt, die seinem legendären Vorgänger in 27 Jahren Amtszeit erspart geblieben war. Bis zum Dienstag hatte ManUnited noch nie gegen eine griechische Mannschaft verloren. In Piräus waren sie chancenlos.

„Wir waren eigentlich in einer guten Form und mit einer guten Mentalität nach Griechenland gereist. Aber wir haben es einfach nicht gezeigt“, sagte Moyes ratlos, dessen Team in der laufenden Saison erst einmal - beim 5:0 in der Königsklasse in Leverkusen - richtig überzeugend aufgespielt hat.

Sein Star-Angreifer van Persie hatte hingegen eine Erklärung für das nächste Debakel: Es gibt im Spiel des Premier-League-Sechsten einfach kein funktionierendes System. „Leider besetzen meine Mannschaftskameraden recht häufig die Räume, in die ich vorstoßen möchte“, sagte der niederländische Nationalspieler: „Dann muss ich meine Läufe anpassen.“

Vor allem das Zusammenspiel mit Rooney, den Moyes bis 2019 mit 360.000 Euro pro Woche entlohnt, ist nicht existent. Am Dienstag spielte van Persie in der gesamten Partie einen Pass zum englischen Nationalspieler - beim Anstoß.

Moyes hat sieben Monate nach seinem Amtsantritt noch immer keine Struktur gefunden, die das zweifellos verhandene Talent seines Teams zur Geltung kommen lässt. „Es ist einfach, mit dem Finger auf ihn zu zeigen, aber so bin ich nicht“, sagte van Persie über den schottischen Teammanager: „Moyes arbeitet hart daran und wir auch.“

Für United-Idol Roy Keane ist das Auftreten der „Red Devils“, die auch schon im FA- und Liga-Cup gescheitert sind, eine Frage der Qualität. „Sie brauchen sechs oder sieben neue Spieler, um den Klub neu aufzubauen“, sagte der 42-Jährige.

Anfang der Woche hatten mehrere englische Medien berichtet, dass Moyes den deutschen Nationalspieler Kroos von Bayern München im Sommer mit einem Jahresgehalt von 14 Millionen Euro auf die Insel locken will. Auch Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund soll auf dem Zettel des reichen Klubs stehen.

Im Rückspiel gegen die furios aufspielende Mannschaft aus Griechenland muss Moyes jedoch mit dem vorhandenen Kader die Wende schaffen. „Es ist sehr schwer, drei Tore in diesem Wettbewerb zu schießen, aber wir haben das schon geschafft und glauben fest daran, es erneut schaffen zu können“, sagte Moyes. Er hofft auf eine magische Nacht im Old Trafford.

Doch Olympiakos ist nach den Treffern von Alejandro Dominguez (38.) und Arsenal-Leihgabe Joel Campbell (55.) fest entschlossen, den ersten Einzug ins Viertelfinale der Champions League seit 1999 festzuzurren. „Wir sind einen Schritt davon entfernt, Geschichte zu schreiben“, sagte der frühere Bundesliga-Star Nelson Valdez. Geschichte, die Moyes in arge Begrängnis bringen würde.

sid

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