Mangel an Stürmern

Müller: Deutscher Fußball hat Entwicklung verschlafen

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Thomas Müller ist im Kalenderjahr 2016 in der Nationalmannschaft noch ohne Tor.

Düsseldorf - Weltmeister Thomas Müller beklagt den Mangel an echten Mittelstürmern in Deutschland und der Fußball-Nationalmannschaft.

"Natürlich haben wir in dieser zentralen Position zu wenig Optionen. Das ist ein grundsätzliches Problem", sagte der Münchner vor dem Auftakt der WM-Qualifikation in einem Bild-Interview. Der Titelverteidiger muss am Sonntag (20.45 Uhr, bei uns im Live-Ticker) in Oslo gegen Gastgeber Norwegen ohne zahlreiche Angreifer auskommen, vor allem ohne Mario Gomez.

Gomez sei im Augenblick der einzige Spieler, der die Rolle als zentraler Angreifer ausfüllen könne, sagte Müller. Der 26 Jahre alte Offensivspieler bezeichnete es daher als "förderlich für den deutschen Fußball, wenn in den nächsten Jahren Spieler kommen, die sich auf dieser Position in der Weltspitze bewegen". Man könne diese Spielertypen aber nicht "im Planungsbüro bestellen". Nach Ansicht von Müller wurde in den vergangenen Jahren eine Entwicklung verschlafen.

Das Fußballerische und das Technische hätten zuletzt im Vordergrund gestanden, sagte Müller. Auf der Position, wo derartige Eigenschaften gefragt seien, "haben wir ein Überangebot". Es könne aber sein, dass "diese bulligen und technisch vielleicht manchmal schwächeren Spieler im Offensivbereich dann aussortiert wurden", weil man sich zu sehr am spanischen Fußball orientiert habe. "Man sieht aber", ergänzte er, "dass es nötig ist, auch eine Strafraum-Stürmer-Variante zu haben."

SID

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