Rekord-Basketballer

Bamberg feiert achten Meistertitel

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Bambergs Bradley Wanamaker jubelt: Die Brose Baskets gewannen am Sonntag im Finale gegen ratiopharm Ulm mit 92:65 (38:37) und sicherten sich den nötigen dritten Erfolg in der Best-of-Five-Endspielserie.

Bamberg - Bambergs Basketball-Riesen bleiben die Nummer eins in Deutschland und haben ihre Ausnahmestellung in der Bundesliga mit Rekord-Playoffs und dem achten Titelgewinn eindrucksvoll untermauert.

Die Brose Baskets gewannen am Sonntag im Finale gegen ratiopharm Ulm mit 92:65 (38:37) und sicherten sich den nötigen dritten Erfolg in der Best-of-Five-Endspielserie. Die Franken stürmten damit ohne Niederlage durch die K.o.-Phase zur erfolgreichen Titelverteidigung - weder Vorjahresfinalist FC Bayern München im Halbfinale noch beherzt kämpfende Ulmer beim Titel-Showdown konnten Bamberg stoppen.

Bester Werfer für das Team von Trainer Trinchieri waren Bradley Wanamaker und Darius Miller mit jeweils 19 Zähler. Den Gästen aus Ulm reichten 19 Punkte von Raymar Morgan und eine aufopferungsvolle Vorstellung nicht, um eine viertes Spiel in heimischer Halle zu erzwingen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ging den Ulmern in der zweiten Halbzeit die Kraft aus.

Die Bamberger dagegen ließen sich vor 6800 lautstarken Zuschauern in der ausverkauften Brose Arena für ihre sechste Meisterschaft in den letzten sieben Jahren feiern - nur 2014 ging der Titel an Bayern.

Mit neun Partien ohne Niederlage blieb Trinchieris Team wie schon Leverkusen (1992, 1994) und ALBA Berlin (1998, 2002) in den Playoffs ungeschlagen. In der K.o.-Phase gewann Brose seine Partien mit durschnittlich deutlich mehr als 20 Punkten Differenz - das war noch keinem Team in der Basketball-Bundesliga zuvor gelungen.

Nach dem dramatischen 92:90-Erfolg nach Verlängerung in Spiel zwei wollten die Bamberger vor heimischem Publikum schnell alles klar machen und wie schon 2012 gegen Ulm im dritten Match feiern. Mit einem 12:0-Lauf von 5:6 auf 17:6 kam der Favorit in der ausverkauften Brose Arena dann auch angeführt von Wanamaker schnell in Fahrt.

Die durch etliche Ausfälle geschwächten Gäste von Trainer Thorsten Leibenath aber zeigten Herz und Unbekümmertheit und ließen Bamberg nicht - wie etwa Würzburg und der FC Bayern in den ersten beiden Playff-Runden - früh davonziehen. Im Gegenteil: Die Ulmer kämpften sich im zweiten Viertel heran und gingen sogar mit 37:34 in Führung.

„Wir wissen, was sie für ein mutiges Team sind“, sagte Bambergs Spielmacher Wanamaker in der Pause bei „Telekom Basketball“ und kritisierte: „Im zweiten Viertel haben sie uns herumgeschubst. Diese Intensität müssen wir in der zweiten Halbzeit auch zeigen.“

Und es gelang: Mit aggressiver Verteidigung hielten die Bamberger das Team um Ulm-Kapitän Per Günther vom Korb weg, und auch aus der Distanz punkteten die Gäste nicht mehr - am Ende standen nur zwölf ratiopharm-Zähler in dem dritten Abschnitt zu Buche.

Im Angriff ließen sich die Hausherren nicht mehr aufhalten, mit zwei Dreiern sorgte Darius Miller für tosenden Beifall von den Rängen. Der Ex-NBA-Profi war schon im ersten Spiel der Finalserie der überragende Mann in Bamberg. So vergrößerten die Hausherren ihren Vorsprung, in der 28. Minute betrug dieser komfortable 17 Punkte. Im Finish waren Wanamaker, Miller und Co. nicht mehr zu bremsen, die große Titelparty startete in der Bamberger Halle schon Minuten vor der Schlusssirene.

dpa

Zurück zur Übersicht: Sport-Mix

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser