Spätes Bekenntnis

Rocchigiani: Wollte Maske als Trainer

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Der Ex-Weltmeister Graciano Rocchigiani in Aktion (Archivbild).

Berlin - Ex-Weltmeister Graciano Rocchigiani wollte ausgerechnet seinen größten Rivalen Henry Maske als Trainer beschäftigen.

Das berichtete der Berliner in einem Doppelinterview mit Maske in der „Welt am Sonntag“. Beide Ex-Boxer feiern ihren 50. Geburtstag, Rocchigiani am Sonntag, Maske am 6. Januar.

„Wir trafen uns am Kölner Flughafen. Das war im Frühjahr 2003 vor meinem letzten Kampf. Ich wollte ihn bitten, mich zu trainieren“, sagte Rocchigiani. Er habe damals jemanden gebraucht, „bei dem Disziplin immer an oberster Stelle stand, nicht nur als Sportler. Vor ihm hätte ich auch Respekt gehabt, wenn er mir etwas gesagt hätte“.

Maske lehnte aber ab. Er habe sich gefragt „Wie soll es möglich sein? Ich hatte die Erfahrung noch nie gemacht, jemandem zu sagen, wie er was trainieren soll“. Die Unberechenbarkeit des Deutsch-Italieners habe letztlich den Ausschlag für die Absage gegeben.

Beide standen sich zweimal in WM-Kämpfen im Ring gegenüber. Am 27. Mai 1995 verlor „Rocky“ sehr umstritten nach Punkten. Den Rückkampf gewann Maske fünf Monate später deutlich und unstrittig.

dpa

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