Marcus Burghardt rauscht mit 130 Sachen den Berg hinab

Samerberger Radprofi stellt Rekord bei "Tour de France" auf

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Mit 130,7 km/h raste der Samerberger Radprofi Marcus Burghardt den Berg hinab - ein neuer Rekord. 

Samerberg/Frankreich - Geschwindigkeiten um die 130 km/h - das ist für manch Autofahrer schon viel zu schnell. Pippifax für den Radprofi Marcus Burghardt, der diesen Wert bei der neunten Etappe der Tour de France auf einem Fahrrad erreichte. 

Ähnlich wie bei der Formel 1 muss es den Zuschauern bei der neunten Etappe der Tour de France von Vielha Val d'Aran nach Andorre Arcalis ergangen sein, als Marcus Burghardt an ihnen vorbeisauste. Auf der Abfahrt vom Port de la Bonaigua (2072 Meter hoch) erreichte der Radprofi laut seinem GPS-Trackereine Spitzengeschwindigkeit von 130,7 km/h, ein "all time Record" bei der Tour de France. rosenheim24.de hat den neuen Rekordhalter zu diesem Erfolgserlebnis befragt. 

Es ist schon eine riesige Sensation für die Region, dass Marcus Burghardt zu den weltweit besten 200 Radprofis zählt, die bei der Tour de France um Ruhm und Ehre kämpfen dürfen. Denn der Profi vom US-Team BMC Racing wohnt auf dem Samerberg und trainiert in seiner Freizeit regelmäßig auf den Straßen in den hiesigen Landkreisen. Nachdem sein Team weiterhin in der Mannschaftswertung führt, zwischenzeitlich mit Greg Van Avermaet sogar den Träger des gelben Trikots in den eigenen Reihen hatte, sorgte nun auch der Samerberger mit dem aufgestellten Rekord weltweit für Aufsehen. 

Schneller als "erlaubt" unterwegs

Er selbst relativiert allerdings den neuen Rekord: "Das Online-System Strava, mit dem dieser Wert entstand, gibt es noch nicht so lange. Dementsprechend ist es jetzt etwas schwierig, von einem "All-Time-Record" zu sprechen." Natürlich freue er sich über den Wert, zumal er damit sogar schneller unterwegs war, als es auf den französischen Autobahnen erlaubt sei. Dort liegt die maximal erlaubte Geschwindigkeit nämlich bei 130 km/h. Dennoch seien das Abschneiden seiner Kollegen und des gesamten Teams natürlich vordergründig. 

Noch hat das BMC Racing Team um Marcus einen Vorsprung von über sechs Minuten vor ihrem spanischen Verfolger "Moviestar Team". Es wäre natürlich ein Traum, wenn wir diesen bis zur Zieleinfahrt auf den Champs-Élysées in Paris halten könnten. Das wäre auch für ihn persönlich eine Premiere, auf dem Podium in Paris stehen zu dürfen, schwärmt der 33-jährige Samerberger. Verdient hätte er es definitiv, denn auch ihm ist es zu verdanken, dass sein Teamkollege Tejay Van Garderen in der Einzelwertung vorne mitmischen kann. Zwar liegt er nach zehn Etappen "nur" auf dem elften Platz, aber beim kommenden Zeitfahren könnte der US-Amerikaner ordentlich aufholen. 

Erster wohlverdienter Ruhetag

Aktuell ist beinahe Halbzeit bei der circa dreiwöchigen Tour de France. Nach knapp 2.000 zurückgelegten Kilometern hatten sich die Radprofis definitiv am Montag eine Pause verdient. Denn selbst für erfahrene Radprofis wie Marcus waren die ersten neun Tage anstrengend: "Neun Etappen am Stück, mit zum Teil auch längeren Rundfahrten, das ist schon 'zarch'." Und wie verbringt man dann diesen wohlverdienten Regenerationstag? 

Nun, in erster Linie wirklich einfach mit Erholung, zum Beispiel mit Massagen. Man solle aber unbedingt den Kreislauf zumindest ein bisschen in Schwung halten, betont Marcus. Er selbst beispielsweise sei ganz locker 45km geradelt. Ansonsten nehme man auch das ein oder andere Interview an dem Pausentag war und kümmere sich um ein paar organisatorische Dinge. "Es war auch einmal wieder an der Zeit meinen Koffer zu sortieren. Nach einer Etappe ist man dazu eher nicht so motiviert", gesteht der 33-Jährige schmunzelnd ein. 

Und wie geht es weiter? 

"Mal sehen, wo mein Team und ich nach 21 Etappen stehen", antwortet er auf die Frage. Ab der dritten Woche hätte er persönlich auch einmal die Chance, im vorderen Feld mitzumischen. Dann würde der neue Rekordhalter nämlich auf Angriff-Modus schalten. Wir wünschen ihm dabei auf jeden Fall ganz viel Erfolg. Übrigens: Marcus macht seinen geliebten Romanicum-Kaffee für den neuen "Tour de France"-Spitzenwert verantwortlich. Hoffen wir, dass dieser ihn auch weiterhin so beflügeln wird. 

Ein Samerberger startet bei der Tour de France

mwi

Quelle: rosenheim24.de

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