Er will vor den CAS

Tennisprofi Troicki für 18 Monate gesperrt

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Der serbische Tennisprofi Viktor Troicki darf erst ab Ende Januar 2015 wieder spielen.

Paris - Wegen einer verweigerten Dopingprobe ist der serbische Tennisprofi Viktor Troicki für 18 Monate gesperrt worden. Zuvor hatte er zu erklären versucht, dass es sich um ein Missverständnis handelte.

Der serbische Tennisprofi Viktor Troicki ist vom Weltverband ITF wegen einer verweigerten Blutprobe für 18 Monate suspendiert worden. Der Verband teilte am späten Donnerstagabend mit, der ehemalige Weltranglisten-12. habe beim ATP-Masters am 15. April in Monte Carlo gegen Artikel 2.3. des Anti-Doping-Programms verstoßen.

In der Mitteilung der Tennis-Organisation heißt es, der 27 Jahre alte ehemalige Davis-Cup-Gewinner habe bei dem Turnier zwar eine Urinprobe abgegeben, eine Blutprobe jedoch verweigert. Vor einem unabhängigen Gremium habe Troicki später ausgesagt, die offizielle Doping-Kontrolle habe ihm versichert, dass er bei Unwohlsein keine Blutprobe abgeben müsse. Das Gremium wies diese Aussage jedoch als falsch zurück.

Der Verband suspendierte den Weltranglisten-53. daher für 18 Monate, die Sperre läuft am 24. Januar 2015 ab. Außerdem wird der Serbe nachträglich vom ATP-Turnier in Monte Carlo disqualifiziert, wodurch auch die Weltranglisten-Punkte gestrichen werden. In Monaco war Troicki gegen den Finnin Jarko Nieminen bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

2010 hatte Troicki für Serbien entscheidenden Anteil am erstmaligen Gewinn des Davis Cups, als er im Finale gegen Frankreich im letzten Einzel den entscheidenden Punkt holte.

Troicki will vor CAS ziehen

Inzwischen hat sich der gesperrte Profi die Dopingvorwürfe zur Wehr gesetzt. „Ich werde vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen und hoffe, dass die Wahrheit ans Licht gelangt. Beide Proben waren negativ“, sagte der 27 Jahre alte Serbe in einem Interview, das auf seiner Internetseite veröffentlicht wurde.

Troicki hatte beim ATP-Masters am 15. April in Monte Carlo zwar eine Urinprobe abgegeben, wegen Unwohlseins aber eine Blutprobe verweigert. Erst am Tag danach gab er diese ab - beide Proben fielen negativ aus. Vor einem unabhängigen Gremium habe Troicki später ausgesagt, die offizielle Doping-Kontrolle habe ihm versichert, dass er bei Unwohlsein keine Blutprobe abgeben müsse. Das Gremium wies diese Aussage jedoch als falsch zurück. „Ich fühle mich zerstört und erschöpft. Ich werde wie ein Verbecher behandelt, obwohl ich keine Tat begangen habe. Ich habe Angst vor Nadeln und immer Probleme, Blut abzugeben“, sagte Troicki.

SID/dpa

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