Heimische Athleten mischen ganz vorne mit

Neue Champions beim 21. Feldkirchner Triathlon

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Die drei zweitschnellsten Triathletinnen von links: Amina Münch (3. Platz / SCW München Triathlon), Monika Stadlmann (1. Platz / Trialpin Radstadt), Barbara Abler (2. Platz / SC Ainring).

Feldkirchen - Der diesjährige Triathlon war mit 192 Teilnehmern reichlich besucht und sogar heimische Sportler schafften es auf das Podest. Wie das spannende Ereignis ablief:

Nach dem vorjährigen Jubiläum reihte sich auch die 21. Auflage des Feldkirchner Triathlons ebenso nahtlos in die große Beliebtheitsskala zur Teilnahme von ambitionierten Sportlerinnen (55) und Sportlern (137) ein. Auch wenn einige Gemeldete im letzten Moment absprangen, ließen sich die meisten von wechselnden Wetterkapriolen nicht beeindrucken. Nachdem die Vorjahressieger Robert Wimmer und Laura Hastreicher vom TSV Bad Endorf heuer nicht am Start waren, avancierten erstmals Marco Sahm (SCW München Triathlon / 39.50,10 Min.) und bei den Damen die Ironman-erfahrene Monika Stadlmann (Trialpin Radstadt / 43.15,42 Min.) mit ihren Tagesbestzeiten zu neue Titelträgern.

Erfreulich, dass auch heimische Athleten ganz vorne mitmischten: Helmut Mraz (SC Anger) und Niklas Hirmke (SC Anger Trisport) in der Gesamtwertung auf den Rängen 2 und 3 sowie Barbara Abler (SC Ainring) als zweitbeste weibliche Teilnehmerin. Der Triathlon umfasste 200 m Schwimmen im Schiffmoninger Brötzner-Baggersee, 14 km Radfahren und abschließend 3,6 km Laufen.

Organisatorisch hatten die Feldkirchner Vereine dank ihrer bewährten Helfer und des unentbehrlichen Mitwirkens von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Wasserwacht alles bestens im Griff. Hunderte von anfeuernde und beifallklatschende Zuschauern postierten sich entweder an den jeweiligen Wettkampfstätten, oder aber – die meisten - direkt an der Rampe beim Zieleinlauf in der Necheiau.

Spannendes Duell beginnt im Wasser

Die Radstrecke führte mitten durch den Ort Feldkirchen, während des Rennens für den übrigen Verkehr von der Feuerwehr abgeriegelt.

Ein spannendes Duell bahnte sich schon im Wasser an, wobei die 14-jährige Eva Rechberger (Schwimmunion Generali Salzburg) als schnellste Kraulerin in 3.42,52 Minuten dem westlichen Ufer entstieg, gefolgt von Helmut Mraz (3.44,09) und Niklas Hirmke (3.45,98). Danach galt es nach einem kurzen Sprint, leicht bergauf, zu den aufgereihten und gekennzeichneten Radständern, um sich in die Pedale der oft sündteuren Räder zu schwingen. Einen Beteiligten erwischte es Mitte der Distanz mit einem „Hinterrad-Plattn“. Unverdrossen, sein Radl an der Hand führend und barfuss laufend, beendete er standhaft und den Zuschauern zuwinkend den Wettbewerb nach dem Motto "Hauptsache dabei gewesen".

Auf der Radstrecke geht es rasant weiter

Auf der Radstrecke kündigte mit Sirene und Blaulicht-Vorkommando die Feuerwehr Ainring die Radler an, wobei die Fahrzeugcrew gehörig Gas geben musste um vor dem rasanten Spitzentrio, bei dem freilich das geltende Geschwindigkeitslimit von 30 km/h ausnahmsweise überschritten werden durfte, Distanz zu halten. Sahm, Niklas und Mraz hatten sich zwischenzeitlich schon deutlich vom übrigen Teilnehmerfeld abgesetzt. Marco Sahm, der beim Schwimmen als Vierter aus dem Wasser gekommen war, holte gegenüber Mraz die verlorenen 13 Sekunden wieder auf. An das Hinterrad des Münchners heftetesich Niklas Hirmke, aber auch Mraz ließ nur minimal abreißen beim Wechsel auf die Laufdistanz. Hier verteidigte Sahm mit der viertbesten Laufzeit seinen Vorsprung.

Die "Urgesteine" des Triathlons und die "neuen" Sieger

Der spätere Tagesviertbeste Herbert Enzinger (SC Anger Trisport) war in 12.23,40 Min. der absolut schnellste Läufer des gesamten Feldes und holte nochmals gewaltig auf. Auch sein Vereinskollege Johannes Strohmaier (12.31,57) packte läuferisch alles aus, was an Energie in ihm steckte. Schade, dass er beim Schwimmen wichtige Sekunden liegen gelassen hatte, war aber mit seinem 7. Rang im Endklassement zufrieden. Auf die Position 4 von Enzinger fehlte ihm etwa eine halbe Minute.

Damensiegerin Monika Stadlmann zeigte ihre Stärken beim Radfahren und Laufen und holte einen mehr als dreiminütigem Vorsprung vor Barbara Abler heraus, die jedoch wieder relativ sicher die Münchnerin Amina Münsch in Schach hielt. Gut im gesamten Vorderfeld hielten sich Fabienne Vates (SC Anger Trisport / 7. Platz) und Theresa Jost (SC Ainring / 11. Platz). Monika Stadlmann, die sich in Abständen seit 1995 am Feldkirchner Triathlon beteiligt, zuletzt aber zehn Jahr nicht mehr am Start war, gewann den Wettbewerb bislang zwei Mal, die Jahreszahl weiß sie nicht mehr, angesichts ihrer Top-Erfolge über all die Jahre ihrer Einsätze. Diesmal kam ihr der Feldkirchner Wettbewerb als „Training“ sehr gelegen für die nächste wesentlich größere Herausforderung in Immenstadt/Allgäu. Der Angerer Helmut Mraz – nach wie vor ein Modellathlet – gehört zu den „Urgesteine“ des Triathlons in Feldkirchen Seine Bilanz nach 16-maliger Teilnahme: 6 x Zweiter, 5 x Dritter.

Beachtenswerte 'Oldies'

Glänzend schlugen sich die Oldies. Helmut Moosleitner (Jahrgang 1954) vom TuS Mitterfelden warmit über 60 Jahren der Älteste unter den 193 Startern unter denen er als Gesamtplatz-65ter viele Jüngere hinter sich ließ. Eine ganz beachtenswerte Leistung vollbrachte die absolut älteste Triathletin in der Person von Erna Nissl (TV Kraiburg). Trotz ihrer 64 Jahre, und zum 20. Mal dabei, kam sie in der Gesamtabrechnung aller weiblichen Starterinnen auf den 36. Platz.

Interne Wertung für Feldkirchner Dorfmeister

Ermittelt wurden in einer internen Wertung die Feldkirchner Dorfmeister. Erwartungsgemäß avancierten aus der Familie Hirmke und für den SC Anger Trisport startend, Niklas und seine Mutter Beatrice (Damen-gesamt 18. in 50.26,49 Min.). Ihr folgte als Triathlon-Neueinsteigerin Brigitte Schlosser (Damen-gesamt 25. in 52.15,11 Min.). Eine Sonderwertung gab`s zudem in der Big-Man-Klasse für Teilnehmer, die beim öffentlichen Wiegen mehr als 100 Kilogramm auf die Waage brachten. Gewinner war Markus Pletschacher vom Drei Team Saalfelden (48.36,82 Min.) vor drei weiteren in dieser Klasse startenden „Schwergewichtigen“.

Aussergewöhnliche Preise

Ununterbrochen seit der Premiere vor 21 Jahren nehmen Elisabeth Kern und Hans Helminger teil. Beide erhielten für ihre Treue einen Sonderpreis. Über eine 2-Liter-Magnum-Bierflasche als Trost ihrer Schlussränge freuen konnten sich bei den Männern Hartmut Friebel vom SC Bad Reichenhall, der mit einer Gesamtzeit von 1:13.27,35 Std. ins Ziel kam. Da verkürzte das „Damen-Schlusslicht“ Sonja Althammer vom SC Ainring mit 1:06.14,19 Std. sogar noch um einiges früher die Wartezeit der Zeitnehmer. Einen Familien-Preis erhielt die sportbegeisterte Familie Kern aus Feldkirchen mit dem Quartett Gerhard, Elisabeth, Elly und Stefanie.

Siegerehrung im Bierzelt

Die Ansage auf der Hochbühne übernahm heuer Franz Sommerauer, während Hauptorganisator und 2. Bürgermeister Gerhard Kern, der selbst aktiv am Triathlon teilnahm, abends im Bierzelt die Siegerehrung durchführte. Gemeinsam mit Hans Winkler überreichte er die Trophäen für die Platzierten und im Rahmenprogramm die Verleihung der zahlreichen Sachpreise aus der Startnummern-Verlosung. Hauptpreis war ein 1.000 Euro teures Rennrad, gestiftet von einem Fahrradgeschäft aus Hammerau. Andreas Sirch vom SCW München Triathlon war der überglückliche Gewinner. Das musikalische Geleit an diesem Abend hatte die „Sexamusi“ übernommen.

Danksagungen

Dank galt seitens des Programmleiters Gerhard Kern allen Gönnern, den rund 80 Helfern aus denReihen der örtlichen Vereine – vorwiegend der Berg- und Sportfreunde, dem offiziellen Veranstalter. Hervorgehoben wurden die Einsatzkräfte des BRK Ainring, der Wasserwacht Freilassing-Ainring für die Bootsbegleitung der Schwimmer im Baggersee und am Ufer und der Feuerwehr Ainring für Mithilfe der Streckenüberwachung, zusammengerechnet aus diesen Institutionen rund 40 Personen. Ein besonderes Lob richtete sich an die Zeitnahme-Crew mit Michael Rehrl und Alexander Fellner. Dank deren moderner Computerwertung konnte jeder Teilnehmer seine jeweilige Schwimm-, Rad- und Laufzeit in der Ergebnisliste ersehen. Ein herzliches Vergelt´s Gott ging an die Kuchenspender für das Zielbuffet, an dem sich außerdem die Sportler mit 60 Kilo Wassermelonen und 36 Kilo Bananen sowie ausreichend mit ISO-Getränken, gespendet von einer Apotheke aus Mitterfelden, stärken konnten.

21. Feldkirchner Triathlon – Auszug aus der Ergebnisliste

TW 12 (2001 – 2003): Olivia Schuhböck (TSV Palling) 48.48 Min.. – TM 12: 1. Marinus Schatt (TSV Brannenburg) 51.06; 2. Markus Pauli (Berg- und Sportfreunde Feldkirchen) 1:01.06 Std., 3. Maximilian Goezze (SC Ainring) 1:05.55 – TW 14 (1999/2000): 1. Eva Rechberger (Schwimmunion Generali Salzburg) 49.10; 2. Anna Wehner 50.38, 3. Katharina Tischner 53.21 (beide TSV Brannnenburg). – TM 14: Seraphin Schuhböck (TSV Palling) 43.09, 2. Julian Luneburg (TSV Brannenburg) 48.43, 3. Michael Zeler (SC Ainring) 50.02. – TW 16 (1997/98): 1. Laura Wehner (TSV Brannenburg) 58.15, 2. Ina Grömmer (TSV Bad Reichenhall Triathlon) 1:00.57. – TM 16: 1. Niklas Hirmke (SC Anger Trisport) 40.35, 2. Andreas Wehner (TSV Brannenburg) 48.44, 3. Charley Flach (Geiger Medius Bike Base Team) 49.10. – TW 18 (1995/96): 1. Sophie Schönamsgruber (Berg- und Sportfreunde Feldkirchen) 1:01.00. – TM 18: 1, Christoph Geisler (ESV Freilassing) 58.29, 2. Ludwig Schneider (Berg- und Sportfreunde Feldkirchen)1:02.50.

TW 20 (1990 – 1994): 1. Barbara Abler (SC Ainring) 46.44, 2. Fabienne Vates (SCAnger Trisport) 48.06, 3. Theresa Jost (SCAinring) 48.52, - TM 20 : 1. Herbert Enzinger 41.13, 2. Johannes Strohmeier 41.35 (beide SC Anger Trisport), 3. Benjamin Mihelin (HGZ) 46.19. – TW 25 (1985 – 1989): 1. Anna Hettegger (ohne Vereinsangabe) 47.12, 2. Manuela Müllner (Trumer Tri Team) 47.55, 3. Sabine Zierock (ohne Vereinsangabe). – TM 25: 1. Peter Müllner (Trumer Tri Team) 41.22, 2. Florian Prams ( Bikesport Mayer TSV Palling) 41.26, 3. Toni Eder (SC Anger Trisport) 42.43. – TW 30 (1989 - 1984): 1. Anna Maria Zehentner (TG Salzachtal) 50.11, 2. Manuela Wallner (Bioladen Seeham) 53.46, 3. Christl Stief (DJK Weildorf) 54.11. – TM 35 (1980 – 1984): 1. Thomas Reindl (X3 Team Austria) 42.10, 2. Michael Luipersbeck (TriRun Kuchl) 43.55, 3. Franz Ramsauer (Tri Team Hallein) 46.52. – TW 35: 1. Monika Stadlmann (Trialpin Radstadt) 43.15, 2. Margit Wallner (Bioladen Seeham) 50.47, 3. Brigitte Schlosser (SC Ainring) 52.15. - TM 35 (1975 – 1979): 1. Thomas Brüderl (TSV Altenmarkt Triathlon) 43.01, 2. Wolfgang Schrefler (Tri Team Hallein) 43.05, 3. Markus Lapper (RSK-RSV Freilassing) 45.11.

TW 40 (1970 – 1974): 1. Anna Münsch (SCW München Triathlon) 47.09, 2. Birgit Kagerer (Tri Team Hallein) 48.34, 3. Tina Groene (TSV Bad Endorf Team Aicher) 49.59. – TM 40: 1. Marco Sahm (SCW München Triathlon) 39.50, 2. Helmut Mraz (SC Anger) 40.21, 3. Stefan Mayr (Trirun Linz) 42.36. – TW 45 (1965 – 1969): 1. Marion Traub (SCW München Triathlon) 47.29, 2. Manuela Schmid (TG Salzachtal) 52.11, 3. Christine Heckl (Lauffeuer Chiemgau) 1:00.05. – TM 45: 1. John Holmes (SCW München Triathlon) 42.19, 2. Günter Strasser (RC Martina Bike Shop) 42.30, 3. Konrad Berger (TSV Bad Endorf Team Aicher) 43.20.

TW 50 (1960 – 1964): 1. Elisabeth Kern (Berg- und Sportfreunde Feldkirchen) 56.12, 2. Doris Katharina Hinteregger (Tri Bürmoos) 1:04.25. – TM 50: 1. Alfons Kaindl 47.07, 2. Alfred Ecker 49.03 (beide ohne Vereinsangabe), 3. Johann Maier (Lauftreff Ostermiething) 50.58. – TW 55 (1955 – 1959): 1. Elke Ramisch (VfL Waldkraiburg TrilandBiki) 59.28. – TM 55: 1. Herbert Wunder (TSV Bad Endorf) 49.06, 2. Reinhard Moosleitner (TuS Mitterfelden) 50.05, 3. Uli Hauenstein (ohne Vereinsangabe) 54.39. – TW 60 (1950 – 1954): 1. Erna Nissl (TV Kraiburg) 56.38. – TW 60: 1. Helmut Moosleitner (TuS Mitterfelden) 50.07.

BIGMAN

Sonderwertung Big-Man: 1. Markus Pletschacher (Drei Team Saalfelden) 48.36, 2. Michael Berger (Lauftreff Ostermiething) 51.00, 3. Andreas Holtaus (nicht schnell aber lustig) 55.23.

TOP TEN

Männlich: 1. Marco Sahm (SCW München Triathlon) 39.50, 2. Helmut Mraz (SC Anger) 40.21, 3. Niklas Hirmke SC Anger Trisport) 40.35, 4. Herbert Enzinger (SC Anger Trisport) 41.13, 5. Peter Müllner 41.22 (Trumer Tri Team) 41.22, 6. Florian Prams (BiksportMayer (TSV Palling) 41.26, 7. Johann Strohmaier (SC Anger Trisport) 41.35, 8. Thomas Reindl (X3 Team Austria) 42.10, 9. John Holmes (SCW München Triathlon) 42.19, 10. Günter Strasser (TC Martins Bike Shop) 42.30.

Weiblich: 1. Monika Stadlmann (Trialpin Radstadt) 43.15, 2. Barbara Abler (SC Ainring) 46.44, 3. Anna Münsch (SCW München Triathlon) 47.09, 4. Anna Hettegger (ohne Vereinsangabe) 47.12, 5. Marion Traub (SCW München Triathlon) 47.29, 6. Manuela Müllner (Trumer Tri Team) 47.55, 7. Fabienne Vates (SC Anger Trisport) 48.06, 8. Birgit Kagerer (Tri Team Hallein) 48.34, 9. Sabine Zierock (ohne Vereinsangabe) 48.45, 10. Olivia Schuhböck (TSV Palling) 48.48.

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Quelle: rosenheim24.de

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