Bei den Kickers aus Offenbach unterlag die Elf von Georgi Donkov mit 0:1. Thomas Rathgeber markierte vor 5861 Zuschauern in der 71. Minute per Foulelfmeter den entscheidenden Treffer.
"Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden", bilanzierte Donkov - mit der des Schiedsrichters wohl eher weniger, denn Spielleiter Markus Schmidt aus Stuttgart war an diesem Tag der wohl schwächste Akteur auf dem Platz.
Nach gutem Beginn der Offenbacher verflachte die Partie, die Gäste konnten sich aber befreien und hatten in der 14. Minute ihre erste Chance, die sie genauso vergaben wie zahlreiche Möglichkeiten im ersten Durchgang, den sie beherrschten. Und so ging es schließlich mit einem 0:0 in die Halbzeit.
Turbulent war die Schlussphase. Nach einem Eckball von Reinhardt ertönt ein Pfiff des Unparteiischen, der daraufhin dem verdutzten Alexander Eberlein - er soll angeblich seinen Gegenspieler am Trikot gezogen haben - die Gelbe Karte unter die Nase hält. Konsequenz: Rathgeber verwandelt den Foulelfmeter zur 1:0-Führung. Der Torschütze dreht zum Jubeln ab und läuft dabei Josef Cinar über den Haufen. Nach kurzem Tumult schickt Spielleiter Schmidt den Offenbacher mit der Gelb-Roten Karte vom Feld. "Über den Elfmeter kann man mit Sicherheit diskutieren. Ich freue mich natürlich, für den gegnerischen Trainer wars wahrscheinlich eine Katastrophe", bemerkte OFC-Coach Arie van Lent.
In Überzahl drängten die Burghauser auf den Ausgleich und hätten ihn in der Schlussminute verdient gehabt. Im Weg stand wieder der Mann in Gelb, der ein Handspiel von Marcel Stadel im OFC-Strafraum nicht ahndete und seiner schwachen Leistung damit das i-Tüpfelchen aufsetzte. "Wenn wir schon so einen Elfmeter gegen uns bekommen, dann müssen wir in den letzten 20 Minuten zwei bekommen. Einmal geht ein Offenbacher im Strafraum ganz klar mit der Hand zum Ball, und vorher trifft ein Abwehrspieler mit gestrecktem Fuß meinen Mittelstürmer", ärgerte sich Donkov.
sam/Oberbayerisches Volksblatt










