Interview mit neuem Eisschnelllauf-Trainer in Inzell

"Technik macht Unterschied zwischen gut und sehr gut!"

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Jan van Veen

Inzell - Er soll es richten: Der Holländer Jan van Veen soll den deutschen Eisschnellläufern wieder Beine machen. Der 46-Jährige ist der neue starke Mann in der DESG und für die Allrounder zuständig.

Zuletzt ist er Trainer eines niederländischen Privatteams gewesen. Aber auch im Jugendbereich hat er Erfahrungen gesammelt. Sein Vertrag im deutschen Verband läuft bis 2018. Derzeit ist er mit dem A-Kader der DESG beim Sommertraining in der Inzeller Max Aicher Arena. Interviews gibt Jan van Veen selten, für uns hat er eine Ausnahme gemacht.

chiemgau24.de: Herr van Veen, wie zufrieden sind Sie hier in Inzell mit dem Training und Ihren Sportlern?

Jan van Veen: Ich bin jetzt rund acht Wochen in der Praxis unterwegs. Zuvor habe ich viele Gespräche geführt. Jetzt aber überwiegt die Freude, mit den Sportlern auf dem Eis zu arbeiten. Wichtig ist es, Dinge zu ändern. Einen anderen Blick auf das Eisschnelllaufen zu werfen. Viele spezifische Dinge machen. Hier in Inzell sind wir zum ersten Mal auf dem Eis.

Sie haben die speziellen Dinge angesprochen. Wenn man Ihr Training beobachtet, merkt man, dass Sie sehr viel Wert auf Technik legen, warum?

Technik macht den Unterschied zwischen gut und sehr guten Laufen aus. Die Geschwindigkeiten sind heutzutage so hoch, da muss die Technik genau stimmen. Vor allem in den Kurven. Eisschnelllaufen ist sehr kompliziert. Kraft, Geschwindigkeit, Explosivität, das muss auf das Eis gebracht werden. Daran müssen wir noch viel arbeiten.

Ihre Sportler sind vor allem darüber begeistert, dass Sie sehr viel mit ihnen sprechen. Sogar während den Übungen holen sich immer wieder Sportler zum Gespräch. Wie wichtig ist das?

Man kann nicht Übungen machen und die Leute wissen nicht, warum sie das tun müssen und wie es funktioniert. Sie sollen ja selbst auch Trainer sein, auch im Kopf. Wenn sie was falsch machen, kommt gleich die Korrektur. Das gehört dazu. Änderungen sind ganz schnell möglich, wenn sie was nicht begreifen, ist das nicht gut.

Im deutschen Eisschnelllauf fehlen seit längerem die Erfolge. Sind Sie jetzt der große Wunderheiler?

Nein, das braucht Zeit. Natürlich sind Trainer und Sportler immer ungeduldig und wollen schnell den Erfolg. Wir kriegen das aber nicht in ein paar Monaten hin. Trotzdem, einige Änderungen sehen wir schon. Der Anfang ist schon mal gut, weil die Sportler mit machen. Aber, es muss alles passen, das Training aufdem Eis, im Kraftraum und auf dem Rad. Das alles muss zu einer Einheit zusammengefügt werden.

Danke für das Interview!

SJH

Quelle: rosenheim24.de

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