


Traunstein - Freie Fahrt auf der Alz, dieses Jahr ohne Einschränkungen im Flussverlauf. Doch die gefährlicheren Stellen bleiben. Abgesichert wird zukünftig durch Warnschilder.
Für die Sicherheit des Bootsfahrers auf der Alz ist dieser ausschließlich selbst verantwortlich. Das ist die einhellige Meinung der Fachstellen und –behörden, die in einer Anhörung zur erneuten Sperrung der Alz ab 1. Juli im Abschnitt zwischen Truchtlaching und Altenmarkt beteiligt wurden. Alle erkannten an, dass der Abschnitt im betroffenen Unterlauf wesentlich gefährlicher einzustufen sei als der Streckenabschnitt Seebruck-Truchtlaching. Wie beispielsweise der Kanuverband in seiner Stellungnahme darlegte, sei die Alz zwischen Truchtlaching und Altenmarkt als Wildwasser einzustufen. Für das Befahren seien sowohl an den Bootsführer als auch an die Ausrüstung besondere Anforderungen zu stellen. Umso höher sei deshalb die Selbstverantwortung des Einzelnen.
Dennoch sprachen sich fast alle beteiligten Stellen gegen eine erneute Untersagung des Befahrens der Alz mit Booten aus. Die Entscheidung des Landratsamts Traunstein wurde unter der Maßgabe getroffen, dass in Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor den im Abschnitt lauernden Gefahren deutlichst gewarnt wird. Dies soll künftig in Form von Hinweisschildern und einer intensiven Aufklärung umgesetzt werden.
Die Gemeinde Seeon-Seebruck bot ihre Mithilfe auf verschiedenen Ebenen an, u.a. bei der Aufklärung und der Beseitigung von offensichtlichen Gefahrenstellen. Auch hat die Gemeinde vor, an diesem Flußabschnitt geführte Fahrten für Ungeübte anzubieten. Die Gemeinde Altenmarkt sagte die Mithilfe des Bauhofs bei der Beschilderung, Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordination von erforderlichen Baumbergungen zu.
Der Fischereiverband Oberbayern sprach sich für die Sperrung aus, weil er negative Auswirkungen auf die Unterwasserflora und –fauna befürchtet. Die Untere Naturschutzbehörde sieht dagegen keine Notwendigkeit einer Sperrung außerhalb der Vogelbrutzeit von Januar - Juni. Anglerbund Chiemsee und Bezirksfischereiverein befürworteten eine Freigabe, sprachen sich jedoch für eine zeitliche Beschränkung bis 19.00 Uhr aus. Polizei und DLRG sicherten ihre Unterstützung im Rahmen ihrer Aufgaben und Funktionen zu.
Pressemitteilung Landratsamt Traunstein



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