


Traunstein - Der Rettungshubschrauber Christoph 14 hat auf dem Dach des Klinikums ab sofort eine neue Transport-Plattform. Sie bringt viele Vorteile!

© Siemers
Über fünf Tonnen wiegt die neue Transport-Plattform für den Rettungshubschrauber Christoph 14 mit ihren acht Metern Länge und Breite. Sie gleitet auf Schienen zwischen Hangar und Dach des Traunsteiner Klinkums hin und her. Mit der festinstallierten Auffahrrampe ist es künftig für die Crew leichter, die Patienten zu transportieren.
Mit ihr wird der Hubschrauber aus dem Hangar rein- und rausgefahren, je nach Wetter.
Über fünf Tonnen wiegt die neue Plattform mit ihren acht Metern Länge und Breite, die bei einer Landshuter Firma als Einzelanfertigung in Auftrag gegeben wurde. Ein Schwerlastkran hievte sie in drei Einzelteilen auf das Dach des Traunsteiner Klinikums. Die Kosten von knapp 60.000 Euro tragen die Sozialversicherungsträger, also die Krankenkassen. "Für uns Piloten ist jetzt die Landung auf der Plattform einfacher geworden, denn sie ist schon von weitem gut erkennbar", so Markus Pabst.
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die neue Plattform viel aushalten muss. Mit über vier Einsätzen pro Tag steigen die Alarmierungen von Christoph 14 ständig. Knapp 1600-mal erhob sich der Rettungshubschrauber im letzten Jahr - soviel wie noch nie - eine Steigerung von genau 124 Starts und Landungen.
Auch die Einsätze mit dem Rettungstau werden mehr - 68-mal wurden damit Personen aus schwierigem Gelände geborgen - ein Plus von 20. Bei den Einsätzen mit dem Rettungstau wird an der Lasthakenanlage am Boden der Maschine ein Spezialseil befestigt, das bis zu 90 Metern in die Tiefe verlängert werden kann.
Für den leitenden Stationspiloten bleibt ein besonderer Einsatz wohl immer in Erinnerung. Seine damalige Freundin verletzte sich beim Bergsteigen am Sprunggelenk, während Pabst Dienst hatte. Nach der Alarmierung durch die Leitstelle flog der Pilot zusammen mit einem Kollegen von der Bergwacht und seiner Crew zur Unglücksstelle, wo seine Freundin versorgt und schließlich per Hubschrauber ins Klinikum geflogen wurde. "Mir war schon ein bisschen mulmig bei diesem Einsatz, aber dann gab es auch Glücksgefühle, dass ich dabei war, um ihr zu helfen."
Markus Pabst lächelt bei diesem Gedanken. "Später hat sie ihren Retter geheiratet."
cs/Chiemgau-Zeitung



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