Amokläufer von Fort Hood in Klinik aufgewacht

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Major Nidal Malik Hasan

Washington - Der schwer verletzte Attentäter von Fort Hood, Major Nidal Malik Hasan, ist im Krankenhaus aufgewacht und ansprechbar. Die Ermittler prüfen derweil mögliche Kontakte zu El Kaida.

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Der schwer verletzte Verantwortliche für das Massaker von Fort Hood, Major Nidal Malik Hasan, ist im Krankenhaus zu Bewusstsein gekommen und ansprechbar. Das berichtete der US- Nachrichtensender CNN am Montag. Der Psychiater hatte am vergangenen Freitag in dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet und 38 andere verletzt. Das Tatmotiv war auch am Montag noch unklar. Der Täter stand aber ersten Berichten zufolge wegen einer drohenden Versetzung nach Afghanistan unter enormem psychischen Druck und hatte zudem in den vergangenen Monaten islamistische Thesen vertreten.

Der Sprecher des Brooke Militärkrankenhauses in San Antonio, Dewey Mitchell, berichtete dem Sender zufolge, dass man Hasans Beatmungsgerät bereits am Samstag entfernt und er zu sprechen begonnen habe. Er wisse aber nicht, ob der 39-Jährige schon mit Ermittlungsbeamten gesprochen habe. Sein physischer Zustand sei stabil.

Amoklauf in US-Militärstützpunkt

Amoklauf in US-Militärstützpunkt

Hasan hat nach bisherigen Ermittlungen nicht im Auftrag einer Terrororganisation oder als “Selbstmordattentäter“ gehandelt. Allerdings bestätigten der “New York Times“ zufolge namentlich nicht genannte Ermittlungsbeamte, dass Hasan unter enormem psychischen Druck gestanden habe und sich dabei extremen religiösen Positionen angenähert habe.

Es werde auch geprüft, ob Hasan nicht doch Verbindungen zu der Terrororganisation El Kaida gehabt habe, berichtete die “Washington Post“ am Montag unter Berufung auf Ermittlungsbehörden. Zumindest habe Hasan in seiner früheren Heimat Virginia eine Moschee in Falls Church besucht, in der auch zwei Attentäter vom 11. September 2001 verkehrten. Der Imam dieser Moschee war demnach der Prediger Anwar Aulaqi, der als radikaler Islamist gelte.

Der einflussreiche US-Senator Joe Lieberman hatte am Sonntag eine Kongressuntersuchung der Vorfälle gefordert. Sollten die bisherigen Berichte zutreffen, handele es sich um den “schlimmsten Terroranschlag“ seit dem 11. September 2001. Der Täter trage die Züge eines Terroristen, der sich in den USA selbst radikalisiert habe, sagte der Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz dem US- Fernsehsender Fox News.

US-Präsident Barack Obama wird seine Abreise nach Asien wegen der Trauerfeierlichkeiten in Fort Hood verschieben und erst am Donnerstag nach Tokio, der ersten Station seiner neuntägigen Reise, abfliegen.

dpa

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