Experte: Gewalt bei Muslimen verpönt

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Drei junge Frauen mit Kopftüchern gehen durch dieInnenstadtvon München (Archivfoto).

Würzburg - Gewalt in muslimischen Familien wird nach Ansicht eines Religionswissenschaftlers schon länger nicht mehr toleriert.

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18-Jähriger sticht seine beiden Schwestern nieder

“Das sind archaische Strukturen, die auch innerhalb des Islam kritisiert werden“, sagte Hans-Georg Ziebertz von der Universität Würzburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Leider hätten muslimische Mädchen und Frauen aber oftmals noch nicht dieselben Rechte wie Männer. “Die Geschlechter sind nicht gleich.“

Daher sei es nicht unüblich, dass Frauen bei Verstößen gegen Familienregeln auch bestraft würden. Diese aber zu attackieren oder gar zu töten, sei eine extreme Reaktion auf ein Fehlverhalten, sagte Ziebertz mit Blick auf einen gewalttätigen Streit in einer türkischen Familie in Aschaffenburg am Sonntag.

Dort hatte ein 18 Jahre alter Mann auf seine beiden 21 und 22 Jahre alten Schwestern eingestochen. Möglicherweise sah er die Familienehre in Gefahr und wollte seine Schwestern disziplinieren. Die 22-Jährige liegt seitdem im Koma , ihre Schwester konnte das Krankenhaus wieder verlassen. Am Montag sollte der mutmaßliche Täter einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser will klären, ob der junge Mann in Untersuchungshaft kommt.

dpa

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