Feuer auf Ölplattform vor Australien gelöscht

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Der Brand entstand beim Versuch ein Leck im Bohrloch zu stopfen.

Sydney - Das riesige Feuer auf einer Ölplattform vor Australien ist gelöscht. Das Bohrloch, das die Flammen nährte, sei zugeschüttet, teilte der Betreiber der Plattform am Dienstag mit.

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Feuer auf Ölplattform

Über der West-Atlas-Plattform hatte drei Tage eine hunderte Meter hohe Feuer- und Rauchsäule gestanden. Der Brand war am Sonntag bei den Versuchen ausgebrochen, ein Ende August entstandenes Leck im Bohrloch zu stopfen. Daraus flossen jeden Tag 400 Barrel (63 600 Liter) Öl ins Meer. Umweltexperten warnten vor einer verheerenden Verschmutzung in der Nähe der australischen Nordostküste. Das Bohrloch liegt im Montara-Feld, rund 690 Kilometer westlich von Darwin.

Die Brandexperten hätten das Bohrloch unter der Plattform mit mehr als 3400 Barrel (540 600 Liter) Schlamm und 1000 Barrel (159 000 Liter) Salzwasser zugeschüttet, teilte die thailändische Firma PTTEP mit. An den Arbeiten waren 300 Mitarbeiter beteiligt. “PTTEP wird für die Säuberung und das anschließende Umwelt-Überwachungsprogramm der Regierung voll umfänglich aufkommen“, bekräftigte der Direktor der Tochterfirma PTTEP Australasia, José Martins, in Perth. Nach Angaben von Martins soll das Bohrloch nun gedeckelt werden. Allerdings sei die dazu erforderliche Arbeit durch die Brandschäden an der Plattform erschwert worden.

Vor dem Großbrand hatten die Arbeiter zehn Wochen lang versucht, das Leck zu stopfen. Die Betreiber-Firma hatte einen 2,6 Kilometer langen Seitentunnel gebohrt, um das auslaufende Öl zu stoppen. Die Versuche schlugen mehrfach fehl. Am Sonntag meldete die Firma zunächst einen Erfolg, ehe plötzlich das Feuer ausbrach. Die Brandursache war am Dienstag noch unklar.

Nach Angaben von Umweltschützern könnte das Öl ein 15 000 Quadratkilometer großes Areal - eine Fläche fast so groß wie Thüringen - verschmutzt haben. Die Behörden hatten eine Schutzzone um die Ölplattform eingerichtet, so dass Umweltschützer sich keinen Überblick verschaffen konnten. Die Marinesicherheitsbehörde hat aus C-130-Transportflugzeugen Chemikalien versprüht, um den Ölteppich aufzulösen.

dpa

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