Französischer Agent entkam somalischen Islamisten

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Anhänger der Gruppe Hezb al-Islam in Mogadischu.

Paris/Nairobi - Nach sechswöchiger Geiselhaft in Somalia ist ein französischer Geheimagent seinen radikalislamischen Wächtern entkommen. Ein zweiter Mann, der mit ihm ausbrach, wird noch vermisst.

Das Pariser Außenministerium bestätigte am Dienstag, dass “einer der beiden Franzosen, die in Mogadischu als Geisel genommen wurden, sich jetzt im Schutz der somalischen Übergangsregierung“ befindet. “Anders als manche Angaben vor Ort wurde er ohne Anwendung von Gewalt befreit“, erklärte das Ministerium in Paris.

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Die beiden französischen Agenten waren am 14. Juli aus ihrem Hotel Sahafi in Mogadischu verschleppt worden. Sie sollten die Übergangsregierung in Sicherheitsfragen beraten und Sicherheitskräfte ausbilden. Angeblich hatten sie sich als Journalisten eingeschrieben. Die Entführer hatten ihre Gefangenen der Muslim-Miliz Hizbul Islam übergeben, die sie der radikalen Schabab-Miliz weiterreichte.

Die Zeitung “Le Parisien“ zitierte am Mittwoch einen somalischen Polizeioffizier mit den Worten, der entkommene Agent habe bei seiner Flucht drei Geiselnehmer getötet, die wohl den Schabab-Milizen angehörten. Er sei jetzt im Präsidentenpalast. “Le Parisien“ zitiert zudem einen Mitarbeiter des Präsidenten Sheik Sharif Ahmed mit den Worten: “Ich habe ihn heute Morgen im Präsidentenpalast gesehen. Er sah müde aus, war aber bei guter Gesundheit.“

Weiterhin unklar blieb das Schicksal des zweiten Franzosen. Der geflohene Sicherheitsexperte soll angegeben haben, er sei mit einem ebenfalls gefangenen ausländischen Journalisten entkommen, der aber noch nicht das Regierungsgebäude erreicht habe.

dpa

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