Wenn an einem Grab gefeiert wird

7 Tage - 7 gute Nachrichten: Das Beste am Donnerstag

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Besonders in der vergangenen Woche überschlugen sich die schrecklichen Meldungen: Würzburg, München, Ansbach - Gewalttaten bestimmten auch die Schlagzeilen aus Bayern.

Wir berichten darüber - wollen aber auch die positiven Seiten des Lebens nicht zu kurz kommen lassen. Darum werden wir in dieser Woche jeden Tag um 18 Uhr eine Nachricht online stellen, die etwas Positives beinhaltet. Am Montag ging es los mit einem ganz besonderen Liebes-Flashmob in Liverpool. Am Dienstag berichteten wir darüber, dass Apple das Revolver-Emoji durch eine Wasserpistole ersetzt. Am Mittwoch ging es um Hund Cola und sein neues glückliches Leben mit Prothesen

Heute blicken wir in die USA. 

Susan B. Anthony war die erste Frau, die bei einer Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten als Wählerin registriert wurde und ihre Stimme bei der Wahl abgab. 1872 war das. Dabei durfte sie das nach damaligen Gesetzen gar nicht. Ein Jahr später wurde Anthony wegen unrechtmäßiger Wahlbeeinflussung zu einer Geldstrafe verurteilt. 

Auch als sie 1906 verstarb, hatten die Frauen in den USA noch nicht die gleichen Rechte wie Männer. Das Wahlrecht für Frauen kam erst 1920.

Egal wie man zu Hillary Clinton als Politikerin steht: Dass erstmals eine Frau für eine der beiden großen Parteien in den USA kandidiert und damit ganz realistisch neue Präsidentin werden kann, ist revolutionär! Für Susan B. Anthony war all das noch eine Utopie. 

Und so ließ Lovely Warren, die selbst als erste Frau zur Bürgermeisterin von Anthonys Heimatstadt Rochester gewählt wurde, nun neben ihrem Grab einen Plakatständer aufstellen. Auf diesem steht: "Liebe Susan B., wir dachten, du würdest gerne wissen, dass zum ersten Mal in der Geschichte eine Frau Präsidentschaftskandidatin einer der beiden großen Parteien wurde." Und am Ende heißt es: "Wir danken dir, dass du diesen Weg geebnet hast." 

Bügerinnen und Bürger haben zudem noch die Möglichkeit, der Verstorbenen auf einem zweiten Plakat neben dem Grab ihren Dank auszusprechen. So wird ein eigentlich trauriger Ort zu einer Feierstätte für die Gleichberechtigung und Emanzipation. 

Quelle: rosenheim24.de

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