Iran verurteilt Reporter in Abwesenheit zu 13 Jahren Haft

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Kairo - Ein Reporter des US-Nachrichtenmagazins “Newsweek“ ist im Iran in Abwesenheit zu mehr als 13 Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt worden, wie er in einem Artikel schreibt.

Das Urteil gegen ihn sei bereits am Sonntag ergangen und unter anderem mit Verschwörung gegen die Sicherheit des Staates und dem Sammeln von geheimen Dokumenten begründet worden, schrieb der verurteilte Maziar Bahari in einem “Newsweek“-Artikel.

Bahari wurde im vergangenen Jahr bei den Massenprotesten gegen die umstrittene Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad festgenommen. Nach fast vier Monaten im Gefängnis kam er im Oktober gegen eine Kaution von rund 236.000 Euro frei und kehrte nach Großbritannien zu seiner Ehefrau zurück.

Bahari, der die kanadische und iranische Staatsbürgerschaft besitzt, war unter den mehr als 100 Angeklagten eines Massenprozesses, der im August begann. Ihnen wurden Aufruhr und der Versuch vorgeworfen, das islamische Staatswesen nach der Präsidentenwahl vom 12. Juni zu stürzen. Urteile wie das gegen ihn seien wohl als Abschreckung gedacht, um neuerliche Massenproteste zum Jahrestag der Präsidentenwahl zu verhindern, schrieb Bahari in seinem Artikel.

DAPD

Rubriklistenbild: © ap

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