Bangkok: Ende der Wassermassen nicht in Sicht

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Bangkok - Die Zahl der Toten durch das Hochwasser in Thailand ist auf 366 gestiegen. Und ein Ende der Wassermassen ist nicht in Sicht. Ein Minister warnt vor dem Schlimmesten.

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Die thailändische Hauptstadt Bangkok kämpft an der Kapazitätsgrenze gegen die Hochwasserfluten. Sämtliche Kanäle sind nach Behördenangaben voll, und am Fluss Chao Phraya steht das Wasser wenige Zentimeter unter den Schutzdeichen. “Ich bin nicht sicher, ob die Sicherungen lange genug halten“, sagte der Justizminister und stellvertretende Regierungschef Pracha Promnok am Dienstag vor einer Kabinettssitzung. Wenn die Barrieren den Hochwasserfluten sieben Tage standhalten können, sei Bangkok gerettet, meinte Verteidigungsminister Yuthasak Sasiprapha.

Nach Angaben des Justizministers dringt immer mehr Wasser aus dem Norden Richtung Bangkok vor. Problem sei ein Bruch der Flutbarrieren am Raphipat-Kanal zwischen der schwer überschwemmten alten Königsstadt Ayutthaya und Bangkok. Nach Angaben des Krisenzentrums haben erzürnte Anwohner die Dämme mit Absicht eingerissen. Sie meinen, dass die Barrieren nur Bangkok schützen und verhindern, dass das Wasser aus ihren überschwemmten Gebieten schneller abfließt.

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Am Chao Phraya in der Nähe des Königspalastes in Bangkok waren die Straßen am Dienstagmorgen trocken, berichtete der Besitzer des Arun Residence-Hotels, das direkt am Wasser liegt. Die Strömung sei aber stark. Die am Wochenende knöcheltief überschwemmte große Chang Wattana-Straße weiter nördlich war ebenfalls wieder trocken. Ein kaputter Deich an einem nahen Kanal war repariert worden.

Zunächst verlief aber auch am Dienstag das Leben in den meisten Teilen von Bangkok ohne Probleme. Auch auf den beiden Flughäfen kam es zu keinen Behinderungen. Die Zahl der Toten durch das Hochwasser in Thailand ist unterdessen auf 366 gestiegen. Das teilte die thailändische Regierung am Dienstag mit. Nach Angaben des Zentrums für Hochwasserhilfe blieb das Wasserniveau in den Provinzen nördlich von Bangkok gleich, in manchen Gegenden ging es sogar zurück.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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