Küng fordert Konzil nach Missbrauchs-Skandal

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Der Theologe Hans Küng fordert ein  Konzil nach dem Missbrauchs-Skandal.

Stuttgart - Der Tübinger Theologe Hans Küng hat angesichts der Missbrauchs-Vorwürfe ein neues Konzil in der katholischen Kirche gefordert.

In SWR-Interview der Woche, sagte Küng nach Angaben des Senders, so eine Versammlung aller Bischöfe und Laien der katholischen Kirche sei notwendig; vor dem Hintergrund des Missbrauchs-Skandals stelle sich die Frage der Unfehlbarkeit jetzt anders. Es bestehe Gefahr, dass eine Spaltung droht, “zwischen einer Kirchen-Hierarchie, die gar nicht mehr zur Kenntnis nimmt was passiere, und der Bevölkerung.

Fünf Jahre nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst befinde sich die katholische Kirche in der tiefsten Vertrauenskrise seit der Reformation, sagt der Theologe. Das Interview wird an diesem Samstag ausgestrahlt.

Küng hatte bereits am Donnerstag, einen Tag vor dem 83. Geburtstag von Papst Benedikt XVI., in einem offenen Brief an die Bischöfe zum Widerstand aufgerufen. Es sei dringend nötig, dass Reformen in der Kirche notfalls gegen den Willen des Papstes angeschoben würden, hieß es in dem Brief, der in mehreren Zeitungen veröffentlicht worden war.

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken wollten das Schreiben nicht kommentieren.

dpa

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