Models als schlechte Vorbilder

Das Problem mit "sexy": London stoppt Bikini-Werbung

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Werbung mit "unrealistischen" Körpern verschwindet ab Juli von Londoner Bahnhöfen.

London - Sie sind ein absoluter Blickfang an Bahnhöfen: Große Plakate, auf denen knapp bekleidete Models mit Traumkörpern abgebildet sind. Doch genau diese wird es in London schon bald nicht mehr geben.

In Londons öffentlichem Nahverkehr wird es schon bald keine Werbung mehr mit Models geben, die falsche Idealmaße vorgaukeln und damit vor allem junge Menschen unter Nachahmungsdruck setzen. Ab Juli seien alle Plakate verboten, die eine "unrealistische oder ungesunde Körperform" vermittelten und damit Komplexe auslösen könnten, erklärte Bürgermeister Sadiq Khan am Montag.

Der erst im vergangenen Monat zum neuen Stadtoberhaupt gewählte Labour-Politiker nannte für seine Entscheidung auch persönliche Gründe: Als Vater von zwei Töchtern im Teenager-Alter betrachte er derlei Werbung mit Sorge, erklärte er. Sie könne dazu führen, dass sich Menschen und "insbesondere Frauen" für ihren Körper schämten. Niemand aber solle sich bei der Nutzung von U-Bahn und Bus durch "unrealistische Erwartungen" an seinen Körper bedrängt fühlen.

Po oder Hüfte? Das sind die größten Problemzonen

Im vergangenen Jahr hatte eine Werbung für ein Diätgetränk in der Londoner Tube für öffentliche Diskussionen gesorgt. Sie zeigte ein Model im gelben Bikini und fragte die Betrachter, ob sie schon ihre Strandfigur hätten. Viele Nutzer empfanden die Werbung als "sexistisch".

Die Bademode der letzten 120 Jahre in 94 Sekunden

AFP

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