RAF-Terroristin erhielt angeblich Geld vom Staat

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Die Ex-RAF-Terroristin Verena Becker

Karlsruhe - Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker soll für ihre Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz mehr als 100.000 Mark (ca. 50 000 Euro) erhalten haben.

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Das berichtet die “Bild“- Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf den ehemaligen Verfassungsschutz-Beamten Winfried Ridder. Dieser wird auch in einer ARD-Dokumentation über die Mörder des früheren Generalbundesanwalts Siegfried Buback interviewt, die am heutigen Mittwochabend gesendet wird. Eine Bezahlung sei in solchen Fällen üblich, wird Ridder zitiert. Laut “Bild“-Zeitung sollen sich Mitarbeiter des Verfassungsschutzes mit Becker insgesamt fünfmal in einer konspirativen Wohnung in Köln getroffen haben. Sie soll dem Verfassungsschutz Hinweise zur Festnahme der Terroristen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar gegeben haben.

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Dem Bericht zufolge informierte sie den Verfassungsschutz möglicherweise auch über Sprengvorrichtungen der RAF und über sogenannte Vollversammlungen der RAF-Kommandoebene, bei denen festgelegt wurde, wen die RAF als Nächsten ermorden wollte. Zudem soll sie Stefan Wisniewski als den Todesschützen beim Buback-Attentat benannt haben.

Becker war am vergangenen Freitag in Untersuchungshaft genommen worden. Sie soll an dem Anschlag auf Buback in der Karlsruher Innenstadt beteiligt gewesen sein.

dpa

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