Serienmörder vor Gericht: "Ich habe das nicht gewollt"

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Serienmörder Ronald Janssen auf dem Weg ins Gericht.

Tongern - Soll alles nur ein Versehen gewesen sein? Der mutmaßliche belgische Serienmörder Ronald Janssen (40) hat zum Abschluss eines Gerichtsverfahrens wegen der Tötung von drei jungen Menschen Bedauern gezeigt.

“Wie auch immer ich mich verhalten habe: Wut, Angst, Frustrationen - ich habe das nicht gewollt und es tut mir leid“, sagte der ehemalige Lehrer am Donnerstag in der flandrischen Stadt Tongern. Er wird beschuldigt, 2007 zwei junge Frauen im Alter von 18 Jahren und einen 22-jährigen Mann grausam gefoltert und dann getötet zu haben.

Nach dem mit sichtlicher Erregung vorgetragenen Schlusswort Janssens zogen sich die Geschworenen zu Beratungen über den Schuldspruch zurück. Der Angeklagte dankte dem Gericht für die “Ernsthaftigkeit“ der Verhandlung. Die Morde hatten in der belgischen Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt.

Die brutalen Morde der Manson-Family

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Janssens Verteidiger hatte zuvor argumentiert, sein Mandant habe nicht vorsätzlich und geplant getötet. Es habe zuvor Streit mit seinen Opfern gegeben. Danach habe Janssen sich nicht mehr kontrollieren können. Ein Anwalt der Hinterbliebenen, die als Nebenkläger zugelassen wurden, wies diese Auffassung als “Phantastereien“ zurück, mit denen Janssen lediglich seiner Verantwortung ausweichen wolle. “Einige Leute sind verschwunden und Sie wissen, wo sie sind“, sagte der Anwalt unter Anspielung auf den Verdacht, Janssen könne auch für eine Reihe anderer Frauenmorde in den vergangenen Jahren verantwortlich gewesen sein.

dpa

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