Steigende Opferzahlen nach Erdbeben auf Sumatra

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Retter suchen in den Ruinen des Ambacang Hotel nach Opfern. Das Hotel in Padang war beim Erdbeben in der vergangenen Woche zerstört worden.

Schrecklich für die Opfer und die Helfer: Mit schwerem Gerät beginnen nun die Aufräumarbeiten auf Sumatra. Hoffnung, dass einige der 1000 Vermissten noch leben, gibt es kaum mehr.

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Eine knappe Woche nach dem verheerenden Erdbeben auf Sumatra ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 704 gestiegen. 960 Menschen wurden nach Angaben der Behörden noch vermisst. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, sank allerdings gegen Null.

Seit Dienstag wird schweres Gerät eingesetzt, um die Trümmer von tausenden zerstörten Häusern auf der indonesischen Insel zu beseitigen und den Wiederaufbau der verwüsteten Stadt Padang zu ermöglichen.

Hilferufe aus dem Trümmern

Die Räumungsarbeiten an einem Hotel der Küstenstadt wurden am Dienstag vorübergehend abgebrochen, nachdem eine Mitarbeiterin von Hilferufen einer Frau aus den Trümmern berichtet hatte. “Ich hörte eine schwache Stimme, sie rief 'Hilfe, Hilfe, Hilfe!'“, sagte die Hotelangestellte. Rettungskräfte mit Spezialgerät wurden angefordert, um nach Lebenszeichen zu suchen.

Eine Frau auf Sumatra sucht ihre Angehörigen.

Bei den meisten Menschen, die noch Angehörige oder Freunde vermissen, kippte die Hoffnung in Trauer um. “Ich komme seit der Katastrophe am Mittwoch jeden Tag her“, sagte Firmansyah Blis, ein Hotelgast, von dessen Frau noch jede Spur fehlt. “Ich glaube nicht, dass sie noch lebt. Die Rettungsmannschaften haben alles getan. Jetzt hoffe ich nur, dass sie die Leiche meiner Frau finden.“

“Wir haben die Suche nach Überlebenden aufgegeben und konzentrieren uns nun auf den Einsatz schweren Räumgeräts“, sagte der Leiter der Räumungsarbeiten, Ade Edward. “Wir hoffen, die Trümmer binnen zwei Wochen zu beseitigen, damit wir mit dem Wiederaufbau beginnen können.“ Das Beben der Stärke 7,6 am vergangenen Mittwoch hat laut Katastrophenschutz knapp 84.000 Häuser, 200 öffentliche Gebäude und 285 Schulen völlig zerstört. Rund 100.000 Häuser wurden schwer beschädigt.

AP

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