Polizisten aus Eugendorf überführten Tiroler 

Betrug: Knapp eine Million Euro Schaden!

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Tirol - Ein 53-Jähriger hat sich als Fertigteilhaus-Produzent ausgegeben und so mehrere Menschen und Firmen um ihr Geld gebracht. Dabei richtete er zwischen 2008 und 2015 einen immensen Schaden an.

Der Tiroler gab sich zwischen 25. November 2014 und 11. Mai 2015 als Werksvertreter für einen deutschen Fertigteilhausproduzenten aus. Er mietete sich ein Musterhaus in Eugendorf und gestaltete dieses mit Fahnen und Tafeln des deutschen Fertigteilhausproduzenten. Durch die Gestaltung entstand für die Kunden der Eindruck, dass diese mit einem Vertreter der Firma sprachen.

Am 12. Januar 2015 schloss eine Familie aus Wals im Musterhauspark einen Vertrag mit dem 53-Jährigen über die Errichtung eines Einfamilienhauses ab.Die Familie leistete Anzahlungen in der Höhe von 113.500 Euro an den Tiroler. Der 53-Jährige legte der Familie gefälschte Baustellenfotos vor, damit immer wieder neue Auszahlungen stattfinden konnten. Das Einfamilienhaus wurde bis heute nicht gebaut.

Mehrere Anzahlungen geleistet

Zur Finanzierung des Einfamilienhauses verkaufte die Familie aus Wals ihre Wohnung an eine Salzburger Familie. Als Vermittler agierte der 53-Jährige und stellte die Bedingung, dass die Wohnung nur an die Salzburger Familie verkauft werde, wenn er selbst die Renovierungsarbeiten leisten könne.Die Familie aus Salzburg leistete Anzahlungen in der Höhe von 10.370 an den Tiroler. Renovierungsarbeiten haben bis heute keine stattgefunden.

Auch beauftragte der Tiroler eine Architektenfirma mit Planungsarbeiten für den Bau des Einfamilienhauses der Familie aus Wals und eines weiteren Bauprojekts in Tirol. Der 53- Jährige täuschte Zahlungswille vor. Der Architekt erstellte Pläne, die Rechnungen von über 20.000 Euro bezahlte der 53-Jährige nicht.

Auch Arbeitskollegin betrogen

Der 53-Jährige betrog auch eine damalige Arbeitskollegin. Der Tiroler arbeitete mit der 63- Jährigen zusammen und bot ihr eine Arbeitsstelle in seiner neu gegründeten Firma an. Die 63-Jährige nahm einen Kredit zur Finanzierung der Firma auf und leaste zwei hochwertige Fahrzeuge zu Repräsentationszwecken. Die 63-Jährige arbeitete für den Tiroler von 2008 bis 2015 ohne Gehalt. Der Tiroler versprach ihr immer wieder Gewinne, mit denen sie ihre Schulden begleichen könne. Für die 63-Jährige entstand ein Schaden von 417.000 Euro. Die Wohnungen der Frau versteigerte das Amtsgericht in Deutschland, nachdem sie ihre Schulden nicht begleichen konnte. Die 63-Jährige wird mit Lebensmittelgutscheinen von einer Opferinstitution unterstützt, da sie kein Geld mehr zur Verfügung hat.

Des Weiteren betrog der 53-Jährige zwei Hotelbesitzer aus der Steiermark. Dabei bot er den Hoteliers an, virtuelle 360 Grad Touren von deren Hotels zu drehen. Den Hoteliers entstand ein Schaden von über 220.000 Euro durch Vorauszahlungen.

E-Mails der Bank gefälscht

Der Tiroler fälschte eine E-Mail seiner Bank, um einer Pfändung seines Eigentums zu entgehen. Er legte das Mail mit einer Zahlungsbestätigung von 160.000 Euro dem Gerichtsvollzieher vor und verzögerte somit die Versteigerung.

Am 25. Februar 2014 ersteigerte der 53-Jährige gemeinsam mit einem 38-jährigen Pinzgauer bei einer Versteigerung in Wien Hotelmobilar. Die beiden übermittelten eine Zahlungsbestätigungsmail an die Firma in Wien. Die Zahlungen fanden nie statt. Aus der Versteigerung entstand der Firma in Wien ein Schaden von über 50.000 Euro.

Der 53-Jährige befindet sich in der Justizanstalt Graz Jakomini. Polizisten aus Eugendorf und der Einsatzgruppe für Straßenkriminalität nahmen den Tiroler am 26. Mai 2015 in Kitzbühel fest.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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