BMW X1: Wanderer zwischen den Welten

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Der neue BMW X1 steht in den Startlöchern. Im Oktober soll der Kompakt-SUV erhältlich sein. Foto: BMW
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Der neue BMW X1 steht in den Startlöchern. Im Oktober soll der Kompakt-SUV erhältlich sein. Foto: BMW
Die neue Generation des X1 hat sich in einigen Punkten verbessert. Da wäre das neue Fahrwerk. Dadurch lässt sich der Wagen viel entspannter steuern. Zugleich bewegt er sich strammer und schärfer. Foto: BMW
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Die neue Generation des X1 hat sich in einigen Punkten verbessert. Da wäre das neue Fahrwerk. Dadurch lässt sich der Wagen viel entspannter steuern. Zugleich bewegt er sich strammer und schärfer. Foto: BMW
Fahrer haben zudem eine bessere Übersicht. Denn das Auto wurde um fünf Zentimeter angehoben und die Sitze in der ersten Reihe vier Zentimeter höher montiert. Foto: BMW
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Fahrer haben zudem eine bessere Übersicht. Denn das Auto wurde um fünf Zentimeter angehoben und die Sitze in der ersten Reihe vier Zentimeter höher montiert. Foto: BMW
Wer hinten sitzt, muss sich nicht beschweren. Die Passagiere haben jetzt deutlich mehr Platz als im Vorgänger. Foto: BMW
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Wer hinten sitzt, muss sich nicht beschweren. Die Passagiere haben jetzt deutlich mehr Platz als im Vorgänger. Foto: BMW
Der neue X1 wird mit komplett neuen Motoren angeboten. Das bedeutet auch, dass sich BMW-Fahrer an einen Vorderrad-Antrieb gewöhnen müssen. Foto: BMW
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Der neue X1 wird mit komplett neuen Motoren angeboten. Das bedeutet auch, dass sich BMW-Fahrer an einen Vorderrad-Antrieb gewöhnen müssen. Foto: BMW
Neue Motoren, weniger Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik - das senkt den Verbrauch um bis zu 17 Prozent. Foto: BMW
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Neue Motoren, weniger Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik - das senkt den Verbrauch um bis zu 17 Prozent. Foto: BMW

Es ist fast ein bisschen paradox: Obwohl die zweite Generation des BMW X1 mehr nach Geländewagen aussieht als vorher, ist er praktischer denn je und wird damit zu einem Kombi in trendiger Verpackung. Dennoch wird der Aktionsradius für Abenteurer nicht eingeschränkt.

Berlin (dpa-infocom) - BMW setzt weiter auf den X-Faktor. Weil mittlerweile fast jedes dritte Modell aus München ein Geländewagen ist und der Anteil künftig steigen wird, kümmern sich die Bayern um ihre X-Modelle. Jetzt gilt die Aufmerksamkeit dem kleinsten der Familie. Sechs Jahre nach dem Start kommt Ende Oktober zu die zweite Generation des X1.

Mehr Abenteuer, weniger Alltag

Der neue X1 ist vor allem innen größer und praktischer als früher, besser ausgestattet und von neuen Motoren angetrieben. Dafür wird er allerdings auch deutlich teuer und steht künftig mit mindestens 29 950 Euro in der Liste.

Auf den ersten Blick macht der X1 beim Generationswechsel einen deutlichen Sprung vom Alltag in Richtung Abenteuer. Wo der erste Wurf noch ausgesehen hat wie ein aufgebockter Einser, gibt die Neuauflage den kernigen Geländewagen: Die Nieren größer und steiler im Wind, die Flanken muskulöser, das Heck höher und kantiger - so steigt der Neuling optisch auf in den Kreis der X-Modelle.

Doppelter Aufstieg für den Fahrer

Für den Fahrer markiert der Generationswechsel gleich im doppelten Sinne einen Aufstieg. Im übertragenen, weil der Geländewagen mit seinem neuen Fahrwerk im Komfortmodus viel entspannter und mit angespannten Muskeln viel strammer und schärfer zu bewegen ist. Im wörtlichen Sinne, weil die Entwickler das Auto um fünf Zentimeter angehoben und die Sitze in der ersten Reihe vier Zentimeter höher montiert haben. Das garantiert eine bessere Übersicht und gibt einem das gute Gefühl, ein bisschen über den Dingen zu stehen. Genau deshalb werden Geländewagen angeblich so gerne gekauft.

So gern der X1 aber auch auf SUV macht, so sehr hat BMW an seinen praktischen Tugenden gefeilt. In der ersten Reihe soll man sich ruhig wie in einem Geländewagen fühlen. Hinten wirkt das neue Modell eher wie ein Kombi auf Stelzen. Weil die neue, für Front- und Allradantrieb konzipierte Plattform, auf der auch schon die Tourer-Modelle und der Mini stehen, eine bessere Raumausnutzung ermöglichen, bietet der X1 auf ähnlicher Fläche jetzt deutlich mehr Platz.

Ein Koffer mehr hinter der Klappe

Er ist zwar 23 Millimeter breiter. Doch in der Länge minimal auf 4,44 Meter geschrumpft. Dennoch haben die Hinterbänkler spürbar mehr Kniefreiheit und auf dem Weg in den Urlaub passt ein großer Koffer mehr hinter die jetzt auf Wunsch elektrische Klappe. Nicht umsonst wächst das Ladevolumen um 85 auf 505 Liter. Zur individuellen Anpassung der Transportkapazitäten gibt es nicht nur jede Menge Ablagen, bei denen sich die Bayern von ihren neuen Familienmodellen Active und Grand Tourer inspirieren haben lassen. Es gibt auch eine um 13 Zentimeter verschiebbare Rückbank. Damit lassen sich wahlweise die Kniefreiheit oder der Kofferraum noch einmal vergrößern. Und wem selbst die maximal 1550 Liter Stauraum nicht reichen, der kann auch noch einen umklappbaren Beifahrersitz bestellen. Damit stellt der X1 manchen Touring in den Schatten.

Mit der neuen Plattform hat der X1 auch Zugriff auf viel neue Technik: Zum Heer der Assistenzsysteme zählen deshalb unter anderem ein Abstandregeltempomat und eine City-Notbremsfunktion. Es gibt eine Online-Navigation und LED-Scheinwerfer und anders als in den Tourer-Modellen auch ein vollwertiges Head-Up-Display, das ohne die alberne Plexiglasscheibe auf dem hübsch aufgeräumten Armaturenbrett auskommt.

Unter der Haube: Neue Welt und alte Werte

Außerdem fährt der X1 mit komplett neuen Motoren, die BMW-Kunden ein paar Umstellungen abverlangen. Zumindest die Basis-Versionen haben nur noch drei Zylinder und treiben obendrein die Vorderräder an. Zusammen mit dem reduzierten Gewicht und der verbesserten Aerodynamik senkt das den Verbrauch um bis zu 17 Prozent.

Aber keine Sorge: Die Palette der vorerst drei Benziner und vier Diesel reicht vom X1 16d mit 85 kW/116 PS und dem 100 kW/136 PS starken X1 18i hinauf bis zum X1 25i, der natürlich auf allen Vieren antritt und sich wie ein BMW der alten Schule fährt. Mit 170 kW/231 PS und imposanten 350 Newtonmeter steht er gut im Futter und treibt den X1 vehement voran. Untermalt von einem betont kernigen Klang und begleitet von ganz sanften Schaltrucken der Achtgang-Automatik sprintet man so in 6,5 Sekunden auf Tempo 100 und erlebt den Geländewagen bei maximal 235 km/h von seiner sportlichen Seite. Aber bei aller Freude am Fahren: Wenn BMW dem Mercedes GLA 45 AMG oder dem Audi RSQ3 Paroli bieten will, dann müssen die Bayern noch nachlegen.

Fazit: Unter den kompakten BMW die beste Wahl

Er ist praktischer als der 1er, sieht besser aus als Active und Grand Tourer in der 2er-Reihe und ist billiger als ein 3er Touring - so wird der X1 im neuen Zuschnitt zum vielleicht besten Auto für Familien und alle, die noch eine gründen wollen.

Datenblatt: BMX X125i

Motor und Antrieb: Vierzylinder-Turbo-Benzindirekteinspritzer
Hubraum: 1998 ccm
Max. Leistung: 170 kW/231 PS bei 5000 - 6000 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm bei 1250 - 4500 U/min
Antrieb: Allradantrieb
Getriebe: 8-Gang-Automatikgetriebe
Maße und Gewichte
Länge: 4,43 m
Breite: 1,82 m
Höhe: 1,59 m
Radstand: 2,67 m
Leergewicht: 1616 kg
Zuladung: 600 kg
Kofferraumvolumen: 505-1550 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,5 s
Durchschnittsverbrauch: 6,4 Liter/100 km
Reichweite: 950 km
CO2-Emission: 149 g/km
Kraftstoff: Super
Schadstoffklasse: EU6
Energieeffizienzklasse: C
Kosten
Basispreis des BMX X1 18i: 29 950 Euro
Grundpreis des BMW X1 251: 42 500 Euro
Typklassen: k.A.
Kfz-Steuer: 148 Euro/Jahr
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit: Sechs Airbags, City-Notbremssystem, elektrische Parkbremse, Müdigkeitswarner
Komfort: Zentralverriegelung, Klimaautomatik, iDrive-Controller, Radio
Spritspartechnik: Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

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