Studie

Singen, Fluchen, Ausparken: So ticken die Deutschen hinterm Steuer

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Nicht nur bei der Fahrt nach Wacken wird gern hinterm Steuer gesungen.

Was machen Autofahrer eigentlich so alles während der Fahrt? Das hat eine neue Studie untersucht und acht heimliche Marotten in deutschen Autos ans Tageslicht gebracht.

Jeder Mensch hat seine Eigenheiten und das zeigt sich auch hinterm Steuer. Manche steigen erst aus dem Auto, wenn ihr Lieblingslied vorbei ist. Andere wiederum "bremsen" als Beifahrer mit. Aber wie ticken eigentlich deutsche Autofahrer?

Das hat sich auch der Online-Automarktplatz CarGurus.de gefragt und gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact rund 1.000 Autofahrer in Deutschland gefragt, was ihre Marotten hinter dem Steuer sind.

1. Beim Tanken muss die Null stehen

In Zeiten von bargeldloser Bezahlung ist es eigentlich egal: aber fast zwei Drittel der Deutschen tankt so lange, bis ein runder Preis auf der Zapfsäule angezeigt wird. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen den Generationen. Bei drei von vier Unter-30-Jährigen muss die Null beim Tanken hinter dem Komma stehen.

2. Aussteigen erst nach dem Lieblingslied

Im Radio läuft Bohemian Rhapsody und Sie wollen erst aussteigen, wenn der Queen-Klassiker vollends beendet ist? Dann sind Sie nicht allein. Knapp zwei von drei deutschen Autofahrern (63 Prozent) haben schon einmal im Wagen gewartet, obwohl sie ihr Ziel bereits erreicht hatten, weil sie noch ihren Lieblingssong zu Ende hören wollten.

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3. Laut Mitsingen

Weiter geht’s mit Musik. Fast jeder zweite Deutsche (46 Prozent) singt regelmäßig laut mit, wenn er allein im Auto sitzt. Dabei zeigt die Studie, dass Frauen doppelt so oft mitsingen als Männer – 60 Prozent der Autofahrerinnen geben auf der Fahrt ein Solokonzert ohne Publikum, unter den männlichen Fahrern sind es nur 31 Prozent.

4. Fluchen, wenn es keiner hört

Nicht nur beim Singen haben Frauen die Nase vorn. Laut Studie fluchen sie deutlich mehr hinter dem Steuer als Männer. 51 Prozent der Autofahrerinnen fluchen laut im Auto, obwohl sie wissen, dass niemand sie hören kann. Bei den Männern sind es nur 38 Prozent (geschlechterunabhängig 45 Prozent).

5. Musik runterdrehen, wenn rückwärts eingeparkt wird

Musik spielt beim Fahren ein wichtiges Thema. Aber wenn es darum geht, sich zu konzentrieren, heißt es: Musik leise bitte. 40 Prozent der Befragten geben an, die Lautstärke herunterzudrehen, wenn sie rückwärts einparken.

Dieses Verhalten hängt jedoch mit der Erfahrung des Fahrers zusammen. Unter den jungen Autofahrern unter 30 drehen zwei Drittel beim Parken das Radio leiser (63 Prozent), in der Generation der Über-50-Jährigen nur jeder Vierte (28 Prozent).

6. "Mitbremsen" auf dem Beifahrersitz

Was eigentlich nur bei Fahrlehrern funktioniert, versuchen auch viele Autofahrer, wenn sie einmal nicht am Steuer sitzen: Jeder dritte Befragte bremst als Beifahrer mit (33 Prozent). Ob aus Gewohnheit oder Misstrauen gegenüber dem Fahrer, bleibt Spekulation. Frauen gehen der Studie zufolge jedenfalls durchschnittlich häufiger auf Nummer sicher (38 Prozent), während Männer (27 Prozent) als Beifahrer seltener moralische Unterstützung beim Bremsen leisten.

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7. Das Ausparken der anderen

Die Suche nach einem freien Parkplatz verkommt immer mehr zu einem Glücksspiel, was nicht selten dazu führt, dass Autos dicht gedrängt abgestellt werden. Das führt offenbar zu Misstrauen: Jeder Fünfte (21 Prozent) gibt in der Studie an, in so einem Fall bereits vorsichtshalber das Kennzeichen des benachbarten Fahrzeugs fotografiert oder notiert zu haben, weil er befürchtete, dass der andere Fahrer beim Ausparken das eigene Fahrzeug beschädigen könnte.

Dass die ältere Generation generell vorsichtiger ist, ist in diesem Fall definitiv ein Vorurteil: Fahrer unter 30 merken sich das Kennzeichen des nebenstehenden Wagens nahezu doppelt so häufig wie Fahrer ab 50.

8. Eingebildete und echte Verfolgungsjagden

Aus der Studie geht außerdem hervor, dass 16 Prozent der deutschen Autofahrer schon einmal bewusst einen Umweg gefahren sind, weil sie sich von einem anderen Auto verfolgt gefühlt haben.

Und das, obwohl ihnen bewusst war, dass es für eine Verfolgung überhaupt keinen Grund gab. Besonders junge Fahrerinnen und Fahrer scheinen in dieser Angelegenheit sensibel zu sein: 38 Prozent der Fahrer unter 30 wähnten sich schon einmal auf einer solchen heimlichen Verfolgungsjagd und haben ihre Verfolger durch geschickte Umwege "abgehängt".

In der Generation über 50 sind die Fahrer diesbezüglich deutlich gelassener: Hier sind es weniger als 10 Prozent. Ein anderes Auto absichtlich heimlich verfolgt, haben im Übrigen nur 6 Prozent der Deutschen.

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anb

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